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Di. 20 Feb. 2024
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Ein schmuckes Plätzchen

Gemeinschaftsprojekt von Ortsvorsteher, Ehrenamtlichen und gemeindlichem Bauhof: Dorftreffpunkt im Golbacher Oberdorf saniert

Kall-Golbach – Jahrzehntelang haben Anwohner um Udo Hensch, Edi Hergarten sowie Helga und Herbert Lippertz sich ehrenamtlich um den Dorftreffpunkt mit Wegekreuz unter einer alten Kastanie an der Oberstraße gekümmert. „Das war einmal ein schönes Plätzchen, aber irgendwann doch sehr in die Jahre gekommen“, berichtet Ortsvorsteher Emmanuel Kunz. Und so baten die Anwohner um Unterstützung. Gehör fanden sie mit Vermittlung des Ortsvorstehers beim gemeindlichen Bauhof: „Für uns war es auch die Möglichkeit, Dankeschön zu sagen für jahrzehntelange ehrenamtliche Arbeit“, sagt Bauhofleiter André Kaudel.

In Abstimmung mit den Golbachern erstellte er einen ersten Plan. Nach einiger Verzögerung, unter anderem aufgrund der anstehenden Straßensanierung, wurde dieser schließlich von den Bauhof-Mitarbeitenden Gerd Klinkhammer, Matthias Gabriel, Alexander Hoitz und Christina Woelk umgesetzt. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Entstanden ist ein schmuckes, gepflastertes Plätzchen mit einem großzügigen Pflanzbeet und angrenzender Trockenmauer. Das Wegekreuz wurde von Bauhofmitarbeiter Guido Erler restauriert.

Ein interessantes Detail verrät Edi Hergarten: „Die Pflastersteine hier stammen von der alten Straße. Das Ehepaar Lippertz hatte sie während der Sanierungsarbeiten gesichert und bei sich gelagert, nun wurden sie hier verbaut.“ Unter der alten Kastanie wachsen nun unter anderem Lavendel, Johanniskraut und Fetthenne, daneben lädt eine neue Bank mit dem Schriftzug „Golbach“ zum Verweilen ein. Die hat Emmanuel Kunz aus dem Dorfetat gestiftet. „Eine weitere Bank wurde am Friedhof aufgestellt, und nach Straßbüsch kommt auch noch eine“, so der Ortsvorsteher. Das Pflanzkonzept hatte Christina Woelk im Rahmen des gemeindlichen Grünflächenkonzepts mit besonderem Augenmerk auf den Artenschutz erstellt.

Eine Begehung des neuen Dorftreffs weckt bei Udo Hensch und Edi Hergarten Erinnerungen: „Hier haben wir uns früher regelmäßig getroffen – und dann Heidewitzka“, sagt Udo Hensch lachend und deutet an, dass es dabei auch das eine oder andere Kaltgetränk gegeben hatte. Schnell ist man sich einig, dass dieser Tradition Rechnung getragen werden muss, und zwar im Rahmen einer kleinen Einweihung am runderneuerten Dorfplätzchen.

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