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Fr. 14 Jun. 2024
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Reptilienschulung für die Würselener Feuerwehr

Immer öfter wird die Feuerwehr zu Reptilienfunden gerufen. Um im Notfall bestmöglich zu reagieren, haben die Kollegen und Kolleginnen der Feuerwehr Würselen an einer Reptilienschulung der Expertinnen und Experten der Reptilienauffangstation in Stolberg teilgenommen.

„Drei sehr intensive Tage mit der Feuerwehr Würselen liegen hinter uns, die die Auffangstation im Rahmen einer Reptilienschulung besucht hat“, sagt Amine Fehr von der Reptilienauffangstation Stolberg. „Ziel der Schulung war es, ein Gefühl für den Umgang mit Reptilien in Fund- und Sicherungssituationen zu bekommen.“

Verbesserung zur Sicherung von Reptilien

Vor der eigentlichen Praxis im Umgang mit Schlangen, Echsen und Schildkröten stand aber ein wenig Theorie. Im Eingangsvortrag ging es darum, die Artengruppe der Reptilien kennenzulernen und insbesondere die Arten zu identifizieren, die am ehesten als Fundtier zu erwarten sind. Im zweiten Teil ging es um die Überprüfung des Equipments zur Sicherung von Reptilien auf dem Fahrzeug. Hier konnten ein paar Verbesserungsvorschläge diskutiert werden, die die Sicherung von Reptilien erleichtern sollen.

„Am spannendsten war für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Feuerwehr natürlich der Umgang mit den Tieren, insbesondere mit den Schlangen“, sagt Fehr. „Ein paar schlecht gelaunte Kornnattern standen für den Anfang bereit und schnell konnten die Kolleginnen und Kollegen der Feuerwehr feststellen, dass ein ruhiger Umgang mit den Tieren auch die Schlangen beruhigt und auch eine schlecht gelaunte Schlange dann gut zu handeln ist.“

Training mit der Madagaskarboa

Simuliert wurde eine Situation, in der sich die Schlange unter einen Palettenhaufen versteckt hat.

Nachdem das Handling mit kleinen Schlangen gut geklappt hat, wurde mit der größeren Madagaskarboa weiter trainiert. Die Mitarbeiter:innen der Feuerwehr waren beeindruckt von der Kraft, die eine mittelgroße Würgeschlange an den Tag legen kann. Auch hier wurde der Umgang mit dem Tier ausgiebig geübt.

Nach der wohlverdienten Pause ging es dann noch um das Handling von Echsen und Schildkröten. „Was viele nicht wissen: Wasserschildkröten können empfindlich beißen“, sagt Fehr. „Da wollen die richtigen Handgriffe geübt sein.“

Neben nicht schwierig zu handhabenden kleinen und mittleren Echsen wie Geckos und Bartagamen hatte zum Schluss die Grüne Leguandame Leonie ihren Auftritt. Grüne Leguane haben lange, scharfe Krallen, die sie im Bedarfsfall einsetzen. Zudem können sie mit dem Schwanz empfindliche Peitschenhiebe setzen. „Da sollte man wissen, wie man ein solches Tier sichert, ohne verletzt zu werden“, so Fehr.

Fazit: „Alle Kursteilnehmer:innen waren beeindruckt von den Tieren und begeistert, den Umgang mit Reptilien kennengelernt zu haben“, sagt Michael Pütz von der Feuerwache Würselen. „Beim nächsten Einsatz ist somit schon mal das Grundwissen vorhanden, um ein Tier gefahrlos sichern zu können.“

Dieses Wissen müsse natürlich von Zeit zu Zeit aufgefrischt werden, denn der sichere Umgang mit Reptilien lebt vor allem von der Routine, ohne je den Respekt vor dem Tier zu verlieren. Daher seien weitere Schulungen geplant.

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