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Mi. 21 Feb. 2024
StartAachenNiederlage zum Saisonauftakt

Niederlage zum Saisonauftakt

Alemannia Aachen muss sich gegen den Wuppertaler SV vor 27.300 Zuschauern in der Nachspielzeit mit 1:2 geschlagen geben

Das ist mal richtig doof gelaufen für die Alemannia beim Start in die neue Regionalliga-Saison. Dabei war am Tivoli alles vom Feinsten angerichtet. Es herrschte große Euphorie und Vorfreude und 27.300 Fans wollten dem Spektakel beiwohnen. Und das in der 4. Liga – Wahnsinn.

Doch sportlich hatten sich das die Schwarz-Gelben und ihre Fans sicherlich anders vorgestellt. Denn nach langer 1:0-Führung, die aus einem Eigentor der Wuppertaler in der 20. Minute resultierte, verlor die Alemannia das Spiel in der Nachspielzeit zwar sehr unglücklich, aber nicht ganz unverdient mit 1:2.

Was war passiert? Die zweite Halbzeit wurde seitens der Aachener fast abgeschenkt. Der gefühlte Ballbesitz lag bei 15 % und man stand sehr tief, ließ die Wuppertaler kommen. Das Hohl-Team tat selbst überhaupt nichts mehr für’s Spiel und war sehr passiv. Auch auf Konter oder Entlastung für die Abwehr warteten die Fans vergebens. Und so kam es, wie es kommen musste. In der 92. Minute gab es einen Foulelfmeter für den WSV, nachdem Torhüter Johnen aus seinem Tor gestürmt war und einen Wuppertaler Stürmer regelwidrig zu Fall brachte.

So weit, so schlecht, denn auf Fotos und Videos, die man nachher im Netz anschauen konnte, lag das Schiedsrichtergespann um Schiri Martin Ulankiewicz aus Oberhausen komplett daneben. Das Foul passierte nämlich 2m außerhalb des Sechzehners. Somit hätte es nur Freistoß geben dürfen, keinesfalls Elfmeter. Damjan Marceta schnappte sich das Leder, zeigte keine Nerven und verwandelte unter gellendem Pfeifkonzert der Aachener Fans eiskalt ins rechte untere Eck.

Doch damit nicht genug. Kurz nach Wiederanstoß gab es nochmal Eckball für Wuppertal. Die noch hoch emotionalisierte Aachener Abwehr war völlig ungeordnet, Torhüter Johnen tauchte unter dem Ball durch und der freistehende Lion Schweers köpfte unbedrängt zum 2:1 für die Bergischen ein. Aus! Vorbei!

Die schwarz-gelben Fans waren entsprechend gefrustet und enttäuscht. Als Fazit muss man ziehen, dass die Elf vom Tivoli sicherlich viel Potenzial hat, sich aber noch finden muss. Die Laufwege stimmen noch nicht, das Zusammenspiel ist deutlich verbesserungswürdig. Nur dann und wann blitzte das wirkliche Können der Alemannen auf. Trainer Helge Hohl ist gefordert, eine Mannschaft aus den vielen Einzelkönnern zu formen. Aus der Partie gegen den WSV sollte sich nochmal die alte Fußballweisheit verinnerlicht werden, dass ein Spiel 90 Minuten dauert und nicht nach 45 Minuten bei einer 1:0-Führung vorbei ist.

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