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Fr. 27 Jan. 2023
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Hilfsbereite Moped-Rocker

MoMoTo-Spendenfahrt: Hellenthaler „Fuchsschwanz Brothers“ gingen für die Hilfsgruppe Eifel auf große Tour – Der zehnjährige Nico Schruff spendet für Ukraine Hilfe – 105 Baby-Tragetaschen für Geburtsklinik in Luzk – Mütter gebären im kalten Keller

Mechernich-Roggendorf – Sie tragen „Kutten“ wie die Rocker, fahren aber keine Ein-Liter-Boliden, Easy Rider oder schweren „Harley Davidsons“, sondern 50-Kubik-„Flöppchen“, die  „Fuchsschwanz Brothers“ aus Hellenthal um Thorsten Hanf.

Er und sein Clubkollege Jonas Braun berichteten unlängst beim Monatstreffen der Hilfsgruppe Eifel für tumor- und leukämiekranke Kinder im Restaurant „Zagreb“ in Roggendorf von dem ein- oder anderen Wohltätigkeits-Tripp der Fuchsschwänze und übergaben eine Spende über 1406,50 Euro.

2022 haben die Hellenthaler am „Ötztaler Moped Marathon“ teilgenommen, in dessen Verlauf es galt, das Timmelsjoch zu überqueren. Auch an der bundesweiten Spendenfahrt „MoMoTo“ waren die Eifeler Moped-Rocker beteiligt. Bei dieser Tour reist eine Spendenbox in Form eines goldfarbenen Tanks in 28 Etappen vom Katzenhirn im Unterallgäu quer durch Deutschland bis nach Flensburg. Hinter jeder Etappe steht ein regionaler Mofa- oder Moped-Club, der den Tank übernimmt und zur nächsten Etappe transportiert.

Zahlreiche deutsche MoMo-Clubs mit klangvollen Namen wie „Schreckschrauben“, „Hellriders & Beerdrinkers“, „Zündfunken“, „Wild Möff“ oder „Zweitakt-Mafia“ beteiligten sich an dieser Spendentour, in deren Verlauf die Hellenthaler für die 17. Etappe zuständig waren.

Am 13. August hatten sie den goldenen Tank in Sieberath übernommen. Nach einem gemütlichen Abend wurde der Tank einen Tag später mit den Mopeds nach Thorr bei Bergheim/Erft gefahren. Am Ende waren durch die Hellenthaler Aktion 1405,50 Euro im goldenen Tank gelandet.

Kassensturz in Roggendorf

In Roggendorf wurden der Hilfsgruppe an dem Abend weitere Spenden übergeben. Pia Benz überbrachte einen Spendenscheck über 1000 Euro von der Kommerner Fahrschule Jo Weiler. Der zehnjährige Nico Schruff aus Nettersheim hatte mit seinen Schulkameraden Linus Evertz und Jason Müller 288,40 Euro für die Ukraine-Hilfe der Hilfsgruppe zusammengetragen, indem sie Kaffee und Kuchen an Wanderer verkauften.

Willi Greuel berichtete über die Ukraine-Hilfe, in der Hilfsgruppen-Mitglied Ralf Heistert mit einer Organisation aus dem Monschauer Raum eine ukrainische Geburtsklinik in Luzk unterstützt. Die Klinik liegt im Westen des Landes und ist bisher von schweren Angriffen verschont geblieben. Weil aber andere Kliniken im Umkreis von 300 Kilometern zerstört sind oder evakuiert werden mussten, finden alle Geburten aus diesem Umkreis nun in der Klinik in Luzk statt.

Die Zahl der Hebammen ist dort durch Evakuierung vom Krieg betroffener Kliniken von vier auf 70 gestiegen, die rund 400 werdende Mütter betreuen. Heistert: „Während der der ständigen Luftalarme gebären die durch Mangelernährung ausgezehrten Mütter ihre Kinder bei Temperaturen von nur acht Grad im Keller“. Viele Kinder überlebten das nicht…

Inzwischen hat die Hilfsgruppe Babynahrung, Hygieneartikel, Medikamente und spezielle Säuglingsmilch auf den Weg in die Ukraine gebracht. Ebenfalls von der Hilfsgruppe in die Ukraine geschickt wurden 105 Baby-Tragetaschen, in denen die frisch geborenen Babys bei Luftalarmen in die Luftschutzkeller getragen werden können.

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