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Mo. 17 Jun. 2024
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Jubiläum der Aachener Bank

Vertreterversammlung würdigte 125 Jahre Engagement für die Region - Vorstand präsentierte sehr gute Geschäftszahlen - Vertreter beschlossen Sonderdividende für Mitglieder - Soziales Engagement statt großer Jubiläumsfeier

Aachen. Am 10. Juni fand in der Eventlocation DAS LIEBIG die Vertreterversammlung im diesjährigen Jubiläumsjahr der Aachener Bank statt. Eine Vielzahl der erst im März neu gewählten Vertreterinnen und Vertreter war erschienen, um die Interessen der rund 18.000 Mitglieder wahrzunehmen und auch das 125-jährige Gründungsjubiläum zu begehen.

Wer jetzt eine große Gala erwartet hatte, kennt die Aachener Bank nicht. „Unsere Stärke als Genossenschaft liegt im Miteinander von Mitgliedern, Kunden, Mitarbeitenden und Gremien. Dem wollten wir auch in unserem Jubiläumsjahr treu bleiben und haben uns überlegt, mit welcher besonderen Aktion wir unserem Selbstverständnis ‚Wir gestalten gemeinsam die Zukunft unserer Region‘ gerecht werden können“, erläuterte Vorstand Peter Jorias. Schnell sei man sich einig gewesen, dass dies keine große repräsentative Gala wäre, sondern etwas, bei dem im genossenschaftlichen Sinne gemeinsam mehr erreicht wird.

Auf Vorschlag der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bank wurden verschiedene Projekte in der gesamten Region identifiziert, die die Aachener Bank zum einen finanziell unterstützen wird, die zum anderen aber auch mit der Tatkraft und dem Geschick ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umgesetzt werden. Freigestellt vom Arbeitgeber werden die Mitarbeitenden innerhalb ihrer Arbeitszeit tatkräftig mit anpacken und gemeinsam mit den Vereinen der Region die ausgewählten Maßnahmen umsetzen. Das kann zum Beispiel der Aufbau eines Klettergerüstes in einem Kindergarten sein, das Verlegen von Parkett für den Wettbewerb eines Tanzsportvereins oder auch andere Aktivitäten, bei denen Geld und Hand erforderlich sind. „Wir sind sehr angetan davon, wie gut diese Idee, die Raiffeisens Überzeugung ‚Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele‘ mit Leben füllt, bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und den Vereinen der Region ankommt“, hob Vorstand Jens Ulrich Meyer hervor.

Aber etwas feierlicher als sonst üblich war die diesjährige Vertreterversammlung dann doch. So war ihr ein Sektempfang vorangestellt, es gab eine kleine Bühnenshow des Zauberers Michael von „GG-Magic“ und das Jazz-Trio „Die DREI“ begleitete musikalisch. In einem Grußwort betonte Katja Lewalter-Düssel, Vorständin des Genoverbandes, dem die Aachener Bank angehört, die Bedeutung der Aachener Bank für die Region: „Genossenschaftsbanken wie die Ihre sind hochmodern und in Zukunft wichtiger denn je. Denn für viele Menschen ist es in einer globalisierten Weltwirtschaft von großer Bedeutung, vor Ort auf ihren Lebensraum Einfluss nehmen zu können. Diese Möglichkeit bietet Ihre Volksbank: durch ihre demokratische Basis, die Gemeinschaft der Mitglieder, die genossenschaftlichen Werte und den engen Bezug zur Heimat.“

Auch der Hauptgeschäftsführer der Industrie und Handelskammer Aachen, Michael F. Bayer, gratulierte persönlich zum Jubiläum: „Die Aachener Bank ist eine verlässliche Partnerin für die bestehenden und zukünftigen Unternehmen. Das zeigt sich insbesondere in turbulenten Zeiten wie dem laufenden Transformationsprozess. Bei all den schnelllebigen Initiativen, die kommen und gehen, ist die Aachener Bank seit 125 Jahren eine stabile Konstante für die Unternehmen in unserer Region. Sie bleibt dabei aber nicht stehen, sondern entwickelt sich kontinuierlich weiter und passt ihre Produkte und sich selbst an die Veränderungen an.“

Selbstverständlich wurden die Vertreterinnen und Vertreter auch über die Geschäftszahlen informiert. Da fügte es sich, dass die Aachener Bank pünktlich zum 125-jährigen Geburtstag mit besonders guten Geschäftszahlen für das Jahr 2023 überzeugen konnte. Das Betriebsergebnis der normalen Geschäftstätigkeit konnte um mehr als sechs Millionen Euro auf 9,8 Millionen Euro gesteigert werden. Diese erfreulichen Zahlen nahmen Jorias und Meyer zum Anlass, um sich zu bedanken: „Wir freuen uns sehr über dieses herausragende Ergebnis. Es ist Resultat einer starken Teamleistung unserer gut 210 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dafür sagen wir ‚Danke‘.“

In diesen Zahlen spiegelt sich vor allem die Rückkehr zur Normalisierung beim Zinsniveau wider. „Unsere Zinserträge konnten wir nach langen Jahren nicht zufriedenstellender Rahmenbedingungen deutlich steigern. Und unsere Kundinnen und Kunden haben in diesem Umfeld auch wieder verstärkt in Fest- und Tagesgelder investiert“, informierte Jens Ulrich Meyer. In Konsequenz stiegen die Einlagen bei der Aachener Bank um mehr als 5,7 Prozent auf nunmehr knapp 1,3 Milliarden Euro.

Zudem erhöhte sich in 2023 auch das bilanzielle Kreditvolumen, und zwar um knapp sechs Prozent auf jetzt mehr als eine Milliarde Euro. Meyer: „Neben dem gewerblichen Kreditgeschäft waren auch Wohnbaufinanzierungen ein starker Wachstumstreiber. Und hier nehmen wir eine verstärkte Investitionsbereitschaft unserer Kundinnen und Kunden in energetische Sanierungsmaßnahmen wahr. Das begleiten wir natürlich gerne!“ 

Nach dem Bericht des Vorstands entschieden die Vertreterinnen und Vertreter über die Verwendung des Jahresüberschusses. Dabei folgten sie dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat, zwei Millionen Euro in die Rücklagen zu stellen und neben einer Dividende in Höhe von drei Prozent zusätzlich eine Jubiläumsdividende von 1,25 Prozent auszuschütten. „Wir freuen uns, dass die Vertreterinnen und Vertreter unserem Vorschlag gefolgt sind. Wir stehen seit 125 Jahren für ein solides Geschäftsmodell. Dazu gehört, die Rücklagen kontinuierlich zu stärken. Wir stehen aber auch für die Förderung unserer Mitglieder. Die Dividende ist neben der verlässlichen Versorgung mit Finanzdienstleistungen und der Förderung der Region ein drittes Element dieser Mitgliederförderung“, so Jorias.

Es standen auch Wahlen zum siebenköpfigen Aufsichtsrat auf der Tagesordnung der diesjährigen Vertreterversammlung. Turnusmäßig stellten sich die Aufsichtsratsvorsitzende Dagmar Wirtz, Geschäftsführerin der 3WIN Maschinenbau GmbH aus Aachen, und Björn Hühne, Rechtsanwalt aus Jülich, der Wiederwahl. Beide wurden erneut in das Aufsichtsgremium gewählt. Norbert Pinell konnte wegen der satzungsmäßigen Altersgrenze nicht erneut kandidieren. An seiner Stelle wurde Monika Tonne, Vorständin der Couplink Group AG aus Aldenhoven, in das Gremium gewählt.

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