StartAachenGefühlt zwei Punkte verschenkt

Gefühlt zwei Punkte verschenkt

Alemannia Aachen kann 2:0 Führung am heimischen Tivoli nicht bis zum Abpfiff halten und spielt 2:2 gegen SSV Jahn Regensburg

In einer wilden Partie trennen sich Alemannia Aachen und Jahn Regensburg mit 2:2 voneinander. Mika Schroers und Louis Köster krönten eine starke Aachener Anfangsphase mit zwei Toren. Die Alemannia verpasste es in der Folge aber nachzulegen. Jahn Regensburg kam schließlich durch die Treffer von Lucas Hermes (38.) und Sascha Hingerl (51.) noch zum Ausgleich.

Alemannias Cheftrainer Mersad Selimbegovic schickte exakt die Mannschaft ins Rennen, die schon beim 3:0-Auswärtssieg in Ingolstadt aufblühte. Und das sollte sich bezahlt machen. Die Alemannia lief hoch an, stresste die Regensburger und erwischte den deutlich besseren Start. Der Ball lief in den ersten 30 Minuten durch die Reihen der Kaiserstädter und so kam die Alemannia auch zu ersten guten Chancen. Das 1:0 resultierte aber aus einer Standardsituation. Gideon Jung verpasste nach einem Eckball zwar noch im Zentrum, im Rückraum kam aber Köster an den Ball und zog flach ab. Sein Schuss rutschte durch zu Schroers, der per Hacke die Aachener Führung erzielte (9.).

Auch an der nächsten Situation hatte Köster wieder seine Anteile. Nach einem hohem Ballgewinn, machte der Offensivspieler einige Meter Richtung Regensburger Sechzehner und probierte sich erneut an einem Flachschuss. Dieses Mal war Jahn-Keeper Hannes Hermann aber auf dem Posten und hielt den Schuss fest (13.). Nur eine Minute später hatte Jonas Oehmichen die große Chance, um auf 2:0 zu stellen. Nach einem etwas zu steil geratenen Zuspiel kam er links vorm Tor zum Abschluss, doch erneut blieb Hermann mit einer starken Parade Sieger (14.). Aber auch Regensburg meldete sich nun zum ersten Mal an. Ein hohes Zuspiel rutschte durch zu Hermes, der den weit aufgerückten Stefan Bajic zu umrunden versuchte. Der Keeper reagierte aber mit einem starken Reflex und schnappte sich den Ball (17.).

Die nächste Chance ging aber wieder auf das Konto der Kaiserstädter. Die Alemannia kombinierte sich über mehrere Stationen in den Sechzehner, wo Matti Wagner den Ball scharf vor das Tor zum mitgeeilten Köster brachte, der die Hereingabe sicher verwertete (23.).

Stefan Bajic verhindert mehrfach das Gegentor

Das Momentum war nun auf der Seite der Alemannia, was diese weiter ausnutzen wollte. So wurde Lukas Scepanik freigespielt und drang von der rechten Seite aus in den Sechzehner ein. Auf Höhe der Grundlinie legte er zurück in den Rückraum, wo erneut Köster zum Abschluss kam. Dieses Mal flog der Ball aber rechts am Tor vorbei (25.). Kurz darauf rollte die nächste Welle auf das Tor von Hermann zu. Matti Wagner wurde links im Sechzehner bedient und zielte auf den langen Pfosten, verfehlte das Tor aber denkbar knapp (27.).

Regensburg kämpfte sich in der Folge jedoch immer besser in die Partie und verzeichnete eigene und zum Teil hochkarätige Chancen für sich. Nach einer Flanke von Oscar Schönfelder kam Sascha Hingerl frei vor Stefan Bajic zum Schuss. Der Aachener Schlussmann parierte im 1-gegen-1 stark und behauptete sich auch beim Nachschuss von Benedikt Bauer (31.). Auch im Duell mit Hermes, der von der Sechzehnerkante aus abzog, hielt der Schlussmann seinen Kasten sauber und lenkte den Schuss um den Pfosten herum (35.). Wenig später war Bajic dann aber doch geschlagen. Hermes enteilte Gideon Jung im Laufduell. Bajic konnte den ersten Schuss zwar noch parieren, war beim Nachschuss des Stürmers aber chancenlos (38.). Die Alemannia hätte vor der Pause beinahe den alten Zwei-Tore-Abstand wiederhergestellt. Nach einem Steilpass von Oehmichen versuchte Schroers den Regensburger Keeper zu umrunden, kam aber nicht mehr entscheidend an den Ball, bevor dieser die Torauslinie überquerte (45.+2).

Sascha Hingerl erzielt den Ausgleich

Die Alemannia kam eigentlich gut aus der Pause und war zunächst um eigenen Ballbesitz bemüht. Ein Ballverlust vor dem eigenen Sechzehner führte jedoch zum Ausgleichstreffer. Sascha Hingerl hatte nur noch Bajic vor sich und ließ sich diese Chance nicht nehmen (51.). Der Ausgleich hinterließ seine Spuren. Zwar versuchte die Alemannia, die erneute Führung zu erzielen, konnte sich aber nicht mehr die Chancen des ersten Durchgangs erspielen. Auch Jahn Regensburg wusste sich nicht mehr gefährlich vor das Aachener Tor zu kombinieren.

Stattdessen wurde die Partie immer ruppiger. Insgesamt acht Gelbe Karten und zahlreiche weitere Fouls, die auch eine Verwarnung nach sich hätten ziehen könnten, sorgten immer wieder für Unterbrechungen des Spielflusses. Schlussendlich konnten sich die Kaiserstädter keine entscheidende Chance mehr herausspielen und müssen sich nach einer 2:0-Führung mit der Punkteteilung begnügen.

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