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Di.. 21 Apr.. 2026
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Erneut starkes Auswärtsspiel

Alemannia feiert einen 3:1-Auswärtssieg in Regensburg

Bei der Rückkehr von Mersad Selimbegovic an seine alte Wirkungsstätte beschenkte ihn seine Mannschaft mit einem 3:1-Asuwärtssieg. Zwar ließen die Kaiserstädter in der ersten Halbzeit viele Chancen liegen und gingen aufgrund eines Treffers von Eric Hottmann in Rückstand, doch nach der Pause drehte die Alemannia auf. Zwei Tore von Lars Gindorf (49. & 52.) binnen weniger Minuten sowie ein Weitschusstreffer von Mika Schroers (87.) sorgten für den nächsten schwarz-gelben Triumpf.

Für die Mission „Auswärtssieg in Regensburg“ schickte Selimbegovic fast die identische Mannschaft ins Rennen, die einige Tage zuvor die zweite Mannschaft des VfB Stuttgart bezwungen hatte. Lediglich Pierre Nadjombe rückte nach abgesessener Gelbsperre für Matti Wagner in die Anfangsformation. 

Und die Alemannia erwischte einen starken Beginn und setzte die Gastgeber früh unter Druck. So kam Nadjombe nach einigen Minuten zur ersten Chance des Spiels. Sein Schuss aus zentraler Position innerhalb des Strafraums verfehlte jedoch knapp das Tor (4.). Wenig später versuchte es Gindorf aus der Distanz, doch seinem Schuss fehlte die nötige Wucht (12.). Die große Chance zur Führung lag dann bei Schroers. Nach einem starken Zuspiel von Joel da Silva Kiala lief er frei auf Keeper Felix Gebhardt zu, setzte den Ball aber über das Tor (18.). Auch in der Folge dominierte Schwarz-Gelb das Spielgeschehen und wusste sich in den meisten Zweikämpfen erfolgreich zu behaupten. Nach vielen dieser Duelle kamen die Aachener schnell und geradlinig vor das Tor der Regensburger, wo sie aber nicht genau genug agierten. So auch in der nächsten Szene: Nach Vorarbeit von Nikas Castelle schloss Schroers aus aussichtsreicher Position innerhalb des Strafraums ab, scheiterte aber an der Fußabwehr von Jahn-Keeper Gebhardt (30.)

Eric Hottmann trifft aus dem Nichts zur Führung für Jahn Regensburg

Vom Jahn kam bis hierhin offensiv wenig, umso überraschender fiel die Führung für die Hausherren. Einen Freistoß von Adrian Fein konnte Fotios Pseftis noch parieren, doch Eric Hottmann stand in der Folge richtig und köpfte den Abpraller zur Führung ein (34.). Die Alemannia reagierte prompt, doch Gebhardt entschärfte einen platzierten Flachschuss von Gindorf mit einer starken Parade (40.).

Kurz darauf wurde es noch einmal auf der Gegenseite gefährlich. Hottmann setzte sich vor dem Sechzehner gegen seine Bewacher durch, zog vor das Tor und hämmerte den Ball an den Pfosten. Zum Glück aus Aachener Sicht wusste Noel Eichinger den Abpraller nicht zu verwerten und schoss ihn statt in das Tor deutlich drüber (41.). So ging es mit einem vermeidbaren Rückstand für die Kaiserstädter in die Kabine.

Gindorf-Doppelschlag nach der Pause

Aus dieser kam die Alemannia mit Wut im Bauch zurück auf den Platz. Einen Freistoß aus aussichtsreicher Position jagte Gindorf zunächst noch in die Mauer, Schwarz-Gelb blieb aber im Ballbesitz. So kam der Ball wieder zu Gindorf, der sich die Kugel etwas zu weit auf dem Weg in den Sechzehner vorlegte. Dennoch war er mit der Fußspitze noch vor Gebhardt am Ball und spitzelte ihn so zum Ausgleich am Regensburger Torhüter vorbei (49.). Nur wenige Minuten später drehte Gindorf die Partie komplett. Nach starker Vorarbeit von Nadjombe setzte er sich im Strafraum gegen seinen Gegenspieler durch und legte den Ball gefühlvoll neben den linken Pfosten – das 2:1 und die verdiente Führung für die Alemannia (52.).

Der Jahn wachte nach dem Rückstand auf und drückte auf den Ausgleich. Pseftis musste gleich mehrfach eingreifen und gegen Noel Eichinger (55.) und Christian Kühlwetter (62.) parieren. In der Schlussviertelstunde kamen die Regensburger nach einem Ballverlust direkt neben dem Strafraum zu ihrer größten Chance auf den Ausgleich. Oscar Schönfelder machte den Ball fest und marschierte kurz vor der Grundlinie in den Strafraum hinein. Seine scharfe Hereingabe verpasste aber mehrere seiner Mitspieler und landete stattdessen am Bein von Wagner, von wo aus die Kugel nur knapp neben dem Tor ins Aus trudelte (76.).

Mika Schroers entscheidet das Spiel

Der Druck der Hausherren wurde zwar immer größer, aber ein genialer Moment von Schroers brachte die Entscheidung. Er lief im Vollsprint Nicolas Oliveira auf Höhe der Mittelfeldlinie an und erzwang ein zu kurzes Zuspiel des Regensburgers auf dessen Keeper Gebhardt. Schroers spitze dazwischen, sah, dass der Torhüter weit vor seinem Tor stand und überlistete ihn mit einem Schuss aus guten 35 bis 40 Metern (87.).

Regensburg konnte in den Schlussminuten das Ergebnis nicht mehr verkürzen und so stand der nächste Sieg für die Alemannia auf der Anzeigetafel – der siebte aus den letzten acht Spielen. Ein Sieg, der durch die drei Treffer von Gindorf und Schroers ermöglicht wurde. Das Duo braucht nun nur noch ein Tor, um den Rekord für die meisten Tore in einer Saison einzustellen – 41 Treffer aus der Saison 2015/16 durch Pascal Testroet und Justin Eilers. Gelingen kann ihnen das bereits am kommenden Freitag. Dann trifft die Alemannia auf dem Tivoli auf den MSV Duisburg.

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