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So. 26 Mai. 2024
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Derby in Wegberg-Beek

Alemannia richtet sich auf heimstarken Gegner ein

Erreicht ist noch nichts – aber im Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten FC Wegberg-Beeck kann am Samstag um 14 Uhr der nächste Schritt in Richtung Aufstieg gemacht werden. Die Gastgeber sind unterdessen Sechster in der Heimtabelle.

Erreicht ist noch nichts – aber im Auswärtsspiel beim abstiegsbedrohten FC Wegberg-Beeck kann am Samstag um 14 Uhr der nächste Schritt in Richtung Aufstieg gemacht werden. Die Gastgeber sind unterdessen Sechster in der Heimtabelle.

Auch nach so einem Prestigesieg wie gegen das ambitionierte Fortuna Köln am vergangenen Wochenende bleiben Alemannia-Coach Heiner Backhaus und seine Schützlinge „mit beiden Füßen auf dem Boden“, wie ersterer klarstellt. „Wer hier denkt, er müsse wegfliegen und schon überlegt, was er bei der Aufstiegsfeier anzieht, kriegt Stadionverbot. Bisher ist nichts hieb- und stichfest“, setzt der Trainer hinzu. Eine unmissverständliche Botschaft, die jedoch auch mit Blick auf die anstehende Reise in den benachbarten Kreis Heinsberg wie immer völlig angebracht ist.

So befindet sich der gastgebende FC Wegberg-Beeck zwar sieben Spieltage vor Schluss mit 25 Zählern auf dem Konto auf Rang 16 und damit in akuter Abstiegsnot, jedoch „geht es auch für den Gegner um alles, das wird ihn zusätzlich motivieren“, weiß Backhaus. Neben der Tatsache, dass natürlich jedes Team bereit ist, einem Tabellenführer Steine in den Weg zu legen, bestechen die Beecker allen voran in einer Kategorie: der Heimbilanz. Im Waldstadion holte die Mannschaft der Interimstrainer Mike Schmalenberg und Stephan Houben nämlich fast 90 Prozent ihrer Zähler, 22 sind es an der Zahl. Damit belegen die Heinsberger Platz sechs im Heimtableau, während auswärts erst erschreckende drei Punkte geholt wurden – die Negativbilanz der Liga.

Personell verstärkt hat sich Wegberg-Beeck, das ganze zwölf seiner letzten 14 Pflichtspiele verlor, kürzlich aber daheim den Wuppertaler SV mit 3:1 schlug, zur Winterpause mit Timo Bornemann. Der Stürmer war von Aufstiegsanwärter Energie Cottbus aus der Regionalliga Nordost in den tiefen Westen gewechselt und konnte sich in bisher neun Einsätzen mit vier Toren und vier Vorlagen bestens empfehlen. Aber auch vor den beiden flinken Ex-Alemannen Shpend Hasani – mit zwölf Buden Beecker Top-Torjäger – und Marc Kleefisch sei nach wie vor gewarnt.

Zwei Duelle hat die Alemannia bekanntlich schon gegen den Aufsteiger absolviert in dieser Spielzeit, beide Spiele konnten recht klar gewonnen werden. „Eher ein Nachteil für uns, weil man eher dazu neigt, den Gegner dadurch auf die leichte Schulter zu nehmen“, mahnt Backhaus. Genau das Gegenteil wird der Coach seinen Spielern jedoch einimpfen, ist er doch immer noch ein Experte, wenn es um das Thema Demut geht. „Wir haben uns viele Siege auf der letzten Rille erkämpft, wobei die Betonung auf „erkämpft“ liegt. Den Kampf wird Beeck uns bieten und das müssen wir erst einmal stemmen“, erklärt Backhaus, der eher mit einem Gegner rechnet, der der Alemannia im Vergleich zu den letzten Kontrahenten viel den Ball überlassen wird.

Vom Ball hat sich Leistungsträger Anas Bakhat Stand Donnerstagnachmittag erst einmal wieder ein Stück mehr entfernt, da seine Knieprobleme nach dem Fortuna-Spiel wieder etwas stärker geworden sind. „Eine entscheidende Untersuchung zum weiteren Vorgehen steht am Freitag an“, informiert Backhaus, der voraussichtlich auch auf den erkrankten Uli Bapoh verzichten muss. Ansonsten steht dem Trainer der gleiche Kader wie am letzten Spieltag zur Verfügung. „Es ist schön, wieder mehr Optionen zu haben, auch junge Spieler wie Vleron Statovci scharren im Hintergrund mit den Hufen“, beobachtet er.

Angesprochener Statovci, ein echtes Aachener Eigengewächs, beschreibt die letzten Wochen als „das, was man sich als kleiner Junge immer erträumt hat: Ein ausverkaufter Tivoli und viel Zuspruch von den Fans.“ Der einstige Jugendspieler der Alemannia wurde zuletzt immer öfter ins Spiel hineingeworfen und zahlte das Vertrauen stets mit aufopfernden Leistungen zurück. „Ich gebe immer mein Bestes – wie viel ich dann spiele, entscheidet der Trainer“, sagt Statovci.

Wie bei den letzten Spielen in fremden Stadien wird auch in Beeck eine Alemannia-Heimspielatmosphäre vorherrschen: Alle 2000 verfügbaren Tickets für Auswärtsfans sind bereits über die Ladentheke gegangen. Wer keine Karte mehr bekommen hat, kann wie immer auf den Alemannia-Liveticker, den Audiostream von 100,5 – DAS HITRADIO oder den SPORTTOTAL-Livestream zurückgreifen. Die Bilanz gegen den FC Wegberg-Beeck ist derweil durchweg positiv: Von neun Meisterschaftsspielen wurden sieben gewonnen, zweimal gab es eine Punkteteilung.

Schiedsrichter der Partie des 28. Spieltags ist Leonidas Exuzidis aus Castrop-Rauxel. Ihm assistieren Fabian Maibaum und Yannick Rupert.

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