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Das ewig junge Duell

Alemannia Aachen fährt zum Lokalduell zur Fortuna in die Kölner Südstadt - Rund 3.000 Fans in Schwarz-Gelb sind dabei

Das erste Auswärtsspiel der Spielzeit 2026/27 steht für die Alemannia an. Eine weite Reise ist es wahrlich nicht, denn der Gegner ist Regionalliga West-Aufsteiger Fortuna Köln. Rund 3.000 Schwarz-Gelbe werden die Mannschaft zum Auswärtsspiel mit der kürzesten Anfahrt der Saison begleiten. Anpfiff der Partie ist am kommenden Samstag um 14:00 Uhr.

Alemannia Aachen geht mit Rückendwind in die aktuelle Trainingswoche. Mit 4:1 feierte die Mannschaft von Trainer Mersad Selimbegovic einen Saisonauftakt nach Maß. Gegen die Ostwestfalen zeigten die Kaiserstädter die Leidenschaft und die Intensität, die ihr Trainer von ihnen fordert. Ganze 125 Kilometer spulte die Mannschaft rund um Kapitän Mika Hanraths am Sonntagabend ab – darunter 9.000 intensive Meter. Dieser Einsatz war der Mannschaft nach dem Spiel auch anzumerken. „Es ist normal, dass man müde ist, dass macht Fußball aus. Es macht aber Spaß, wenn man gewonnen hat und weiß, dass man alles gegeben hat. Es ist bemerkenswert, dass wir im ersten Spiel so lange unsere Intensität halten konnten“, betont Selimbegovic. Während der Cheftrainer mit der Leidenschaft sowie der Intensität der Mannschaft zufrieden war, machte er aber auch klar, dass seine Spieler bei einigen anderen Punkten noch nicht da wären, wo er sie haben möchte. Dies sei aber auch normal beim ersten Spiel der Saison.

Im Spiel gegen den SC Verl mussten mit Matti Wagner, Fabio Torsiello und Mehdi Loune drei Spieler vorzeitig den Platz verlassen. Selimbegovic konnte aber auf der Spieltagspressekonferenz bereits ein wenig Entwarnung geben: Während Mehdi Loune wieder einsatzbereit ist, müssen die Kaiserstädter zumindest kurzfristig auf Matti Wagner sowie Fabio Torsiello verzichten. Während Wagner bereits in einer Woche wieder einsatzbereit sein könnte, hofft man bei Torsiello auf eine Rückkehr am 3. Spieltag gegen den SV Meppen.

Ein Neuzugang ist auf dem Tivoli eingetroffen

Während mit Wagner und Torsiello zwei Spieler für die kommende Partie nicht zur Verfügung stehen, könnte es ein neues Gesicht im Spieltagskader geben. Mit Kacper Koscierski wurde am Mittwochabend nämlich ein neuer Spieler auf dem Tivoli vorgestellt – ganz zur Freude seines Trainers. „Er ist ein sehr talentierter deutscher U-Nationalspieler. Es ist nicht oft möglich, so ein Talent zu holen, der sowohl defensiv als auch offensiv auf der Seite so viel mitbringt. Er kann sehr viel laufen, was für unser Spiel wichtig ist, und kann auch gut mit dem Ball umgehen. Wir erwarten, dass wir mit ihm auf den Seiten – er kann auch links spielen – Spielwitz dazu bekommen und so im letzten Drittel mehr Lösungen erhalten“, sagt Selimbegovic.

Auf diesen Spielwitz wird es im Südstadion auch ankommen. Gegen Fortuna Köln erwartet der Cheftrainer eine andere Partie als beim Auftakt gegen den SC Verl. Die Kölner sind für ihre defensive Stabilität bekannt: In der vergangenen Spielzeit kassierten sie in 34 Ligaspielen lediglich 30 Gegentore – ein Schnitt von 0,88 Gegentoren pro Partie. Nach der Auftaktniederlage gegen Mitaufsteiger Sonnenhof Großaspach dürften die Südstädter zudem besonders darauf bedacht sein, den Aachener Offensivspielern möglichst wenig Raum zu geben. Selimbegovic rechnet daher mit einer Partie, in der seine Mannschaft mehr Ballbesitz haben wird. Gleichzeitig warnt er vor den Umschaltmomenten der Fortuna: „Das, was sie jetzt spielen, darin sind sie sehr gut. Sie sind sehr effektiv und werden keine leichte Beute in der Liga – für niemanden und auch nicht für uns. Es wird ein Spiel, in dem wir wahrscheinlich mehr Ballbesitz haben als im letzten. Gleichzeitig müssen wir aufpassen, dass wir nicht in Konter laufen und bei Umschaltsituationen die zweiten Bälle sichern.“

Auf die Fortuna hat sich die Alemannia entsprechend vorbereitet. Neben dem Pokalspiel aus der vergangenen Saison, das ebenfalls gegen die Kölner stattfand, lag der Fokus insbesondere auf dem Saisonauftakt der Fortuna gegen Sonnenhof Großaspach. „Wir haben einen Plan, haben die Szenen aus dem Pokalspiel natürlich auch angeguckt, aber nicht zu lange. Mehr Fokus haben wir auf das letzte Spiel der Fortuna in der Liga gelegt. Da konnte man sehen, was die Fortuna gut kann und wo man ihnen wehtun kann.“

Die Rahmenbedingungen

Auswärts kann sich die Alemannia wie immer auf ihre Fans verlassen. Rund 3.000 Schwarz-Gelbe werden in der Südstadt erwartet – der Gästeblock ist restlos ausverkauft. Fortuna Köln rechnet insgesamt mit 7.500 Zuschauerinnen und Zuschauern im Südstadion.

Wer das Spiel nicht in der Kölner Südstadt verfolgen kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia-Livestream, bei MagentaSport oder im Livestream des WDR sowie dann auch im Free TV.

Die Bilanz zwischen der Alemannia und Fortuna Köln ist ausgeglichen. Beide Vereine konnten 15 Spiele für sich entscheiden – in den letzten beiden Aufeinandertreffen im Ligabetrieb setzen sich die Schwarz-Gelben jeweils mit 1:0 durch. 21 weitere Begegnungen endeten in einer Punkteteilung. Hinzu kommen zahlreiche weitere Aufeinandertreffen im Pokal.

Schiedsrichterin der Partie ist Davina Lutz. In der letzten Saison leitete sie das 1:1 zwischen dem 1. FC Saarbrücken und der Alemannia. Luca Schultze und Niklas Diehm sind ihre beiden Assistenten an den Linien. Vierter Offizieller ist Jan-Vincent Ritter.

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