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Mo. 17 Jun. 2024
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Beratungen sind gefragt

Erziehungsberatungen, Beratungen bei sexueller Gewalt und schulpsychologische Beratungen wurden 2023 wieder stark in Anspruch genommen.

StädteRegion Aachen.Die städteregionseigenen Beratungsangebote und die Beratungsangebote der freien Träger des Vereins zur Förderung der Caritasarbeit e. V. (VfC) wurden im vergangenen Jahr wieder stark von Familien, Kindern, Jugendlichen und Fachleuten angenommen. Die Angebote der Erziehungsberatungsstelle, Fachstelle gegen sexuelle Gewalt und der Schulpsychologischen Beratungsstelle in der StädteRegion Aachen reichen von der einzelfallbezogenen Unterstützung über Angebote der sozialen Gruppenarbeit bis hin zum Fachkräftecoaching.

2.075 Ratsuchende haben im Jahr 2023 Erziehungsberatung in Anspruch genommen. 992 davon durch die Beratungsstellen der StädteRegion (2022: 933), 672 durch die Beratungsstellen des VfC in Alsdorf (2022: 740) und in Monschau 411 (2022: 353). Trotz leicht gestiegener Wartezeiten im Vergleich zum Vorjahr konnte in 65% der Fälle (2022: 84%) ein Erstgespräch innerhalb eines Monats nach Anmeldung angeboten und durchgeführt werden (StädteRegion: 77%; Alsdorf: 54%; Monschau: 92 %).  Nur in Alsdorf gab es eine Warteliste, weil die Zahl der Fälle die Beratungskapazität der Mitarbeitenden überstieg.

In den Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche der StädteRegion Aachen lag die Zahl der Fälle im vergangenen Jahr mit 992 auf dem höchsten Stand der letzten acht Jahre. „Wir beraten in allen Fragen rund um Probleme, die Familien betreffen. Vom Trotzalter über Einschulung, Pubertät bis hin zu suizidalen Tendenzen von Kindern und Jugendlichen oder selbstverletzendem Verhalten“, so Angelika Overhage, Leiterin der Familienberatungsstellen der StädteRegion Aachen. „Das neue Gruppenangebot „Feel good“ richtet sich zum Beispiel an Mädchen zwischen 15 und 17 Jahren, die unter psychischen Belastungen durch Corona leiden und Auffälligkeiten wie Depressionen, Essstörungen und emotionale Störungen zeigen. Sie bekommen die Möglichkeit, sich in einem geschützten Rahmen auszutauschen, ihre Gefühle zu benennen und gestärkt zu werden“.

Um professionell auf die Bedürfnisse von kleinen Kindern, die Situationen wie Trennung und Scheidung erlebt haben, reagieren zu können, gibt es auch ein Angebot für Fachkräfte im Vorschulbereich. Denn Trennung und Scheidung stürzt die Kinder oft in ein Dilemma; sie sind verunsichert und geben sich manchmal selbst die Schuld an der neuen Situation.

Die Beratung zu sexueller Gewalt ist im vergangenen Jahr vermehrt in Anspruch genommen worden. Hier ist die StädteRegion im Unterschied zu anderen Regionen mit vier Anlaufstellen in Aachen, Alsdorf, Kohlscheid und Stolberg sehr gut aufgestellt. 2023 wurden insgesamt 190 junge Menschen und deren Umfeld unterstützt. Davon 110 Kinder und Jugendliche in den städteregionalen Fachstellen (2022: 104) und in der Fachstelle des VfC 80 (2022: 58). Die leicht gestiegenen Zahlen sind u.a. auf die Präventionsmaßnahmen zurückzuführen. „Fachkräfte werden geschult, früher wahrzunehmen und Kinder werden ermutigt, sich schneller anzuvertrauen, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt und sie ein komisches Gefühl im Bauch haben“, so Overhage.

Durch Präventionsmaßnahmen an KiTas und Grundschulen in der Städteregion konnten im vergangenen Jahr insgesamt 1.135 Kinder, 369 Eltern, 216 Lehrer sowie 217 pädagogische Fachkräfte erreicht werden. Davon durch die städteregionalen Beratungsstellen 1550 (2022: 1622) und durch die Beratungsstelle des VfC 387 (2022: 119).

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