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Sa. 5 Apr. 2025
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Alemannia empfängt DFB-Pokalfinalist

Pokalschreck kommt: „Sind heiß wie Frittenfett“ - Tivoli richtig voll

Die Alemannia kann zum Doublesieger-Besieger-Besieger werden, denn am Samstag um 16:30 Uhr gastiert der vom Freudentaumel durchgeschüttelte DFB-Pokalfinalist Arminia Bielefeld auf dem Tivoli. Im schwarz-gelben Wohnzimmer werden über 30.000 Fans erwartet.

Die handfeste Sensation der Woche ist natürlich auch dem Alemannia-Coach nicht entgangen. „Ich denke, jeder Trainer und jeder Spieler der 3. Liga freut sich enorm für die Arminia“, hält Heiner Backhaus angesichts des sensationellen und vollends verdienten DFB-Pokalfinaleinzuges der Bielefelder fest. Halbfinalgegner Bayer Leverkusen, Doublesieger des Vorjahres und Bundesliga-Schwergewicht, fand auf der Alm über 90 Minuten keine Mittel gegen den lauf- und zweikampffreudigen Underdog, der der Werkself „komplett den Zahn gezogen hat“, wie Backhaus sagt. „Ich freue mich für Mitch Kniat (Trainer Bielefeld, d. Red.) von ganzem Herzen. Diese Energie, die seine Mannschaft auf den Platz gebracht hat, war unglaublich“, nutzte der 43-Jährige die Pressekonferenz vor dem Samstagsheimspiel gegen den DSC noch einmal, um seine Glückwünsche zur Alm zu schicken.

Wer den 2:1-Erfolg der Arminia gegen den haushohen Favoriten im Fernsehen oder im Stadion verfolgt hat und die 3. Liga kennt, der dürfte neben der Bewunderung für die Spielweise der Ostwestfalen auch Parallelen zu deren nächstem Gegner im Liga-Alltag erkannt haben – der Tivoli-Elf. „Auch wir sind bekannt für ein laufintensives und intensitätsreiches Spiel gegen den Ball“, bekräftigt Backhaus. Dementsprechend erwartet der Coach am Samstagnachmittag im 48. Westschlager zwischen Alemannia und Arminia ein Spiel zweier energiegeladener Teams. „Wir brauchen nicht zu denken, dass der Gegner aufgrund des Spiels am Dienstag müde ist. Sie mussten nicht einmal leiden, um Leverkusen in Schach zu halten. Die Akkus werden vollgeladen sein“, ist sich Backhaus sicher.

Auch mit Blick auf die Rahmenbedingungen muss sich der Tabellenvierte der 3. Liga, der die wenigsten Auswärtsgegentore kassierte und acht der letzten zehn Pflichtspiele gewann, nicht sonderlich umstellen. „Die Stimmung auf dem Tivoli wird genau so gut sein wie auf der Alm. Ich bin froh, dass wir nach den letzten Auftritten ein gutes Feedback erhalten“, zeigt sich Backhaus angesichts der 30.000 erwarteten Fans an der Krefelder Straße stolz. 3300 sicherlich noch partyfreudige Gäste haben sich angekündigt, sodass der Pro-Lizenz-Inhaber mit einem „echten Fußballfest“ rechnet. In Sachen Selbstvertrauen hat die Alemannia gegenüber dem Doublesieger-Besieger von der Alm keinerlei Nachteil, schließlich konnte Schwarz-Gelb durch den 2:0-Erfolg am letzten Samstag in Unterhaching auch das dritte Spiel in Folge gewinnen.

Einsätze von Heister, Gaudino und Bakhat ungewiss

„In der ersten Halbzeit waren wir mental nicht bereit für dieses Spiel, für diese Rahmenbedingungen“, bilanziert Lukas Scepanik, der das wichtige 1:0 im uhlsport PARK markierte. Nach der Pause konnten sich die Tivoli-Kicker jedoch stabilisieren und wieder in den Rhythmus finden. „Der Sieg war dann eine große Erleichterung. Jetzt wollen wir auch gegen Bielefeld mit breiter Brust zu Werke gehen. Gegen den Pokalfinalisten will natürlich jeder zeigen, dass wir auf Augenhöhe sind“, führt der variabel einsetzbare 30-Jährige weiter aus. Sein Coach ergänzt: „Wir sind heiß wie Frittenfett, werden gegen so eine laufstarke Mannschaft aber nur Spieler einsetzen, die zu 100 Prozent fit sind.“

Da Florian Heister (Achillessehne), und Gianluca Gaudino (Sehnenbeschwerden im Gesäßmuskel) im Training kürzer treten mussten, sei es daher möglich, dass die zuletzt dreimal identische Startelf verändert wird. Auch Anas Bakhat (Adduktorenprobleme) musste die Elf-gegen-Elf-Spielform im Training abbrechen. Während die Einsätze der drei auf der Kippe stehen, fällt Nils Winter (Knorpelschaden) weiterhin definitiv aus. „Er ist nach seiner Operation in der Reha, die sehr gut verläuft. Er wird wahrscheinlich früher zurück sein als gedacht“, ist Backhaus allerdings zuversichtlich.

Zuversicht kommt aus schwarz-gelber Sicht auch beim Blick auf die Zahlen auf: 21 von bisher 47 Duellen beider Traditionsklubs konnte die Alemannia gewinnen. Neben elf Remis stehen 15 Siege für die Arminen zu Buche, die zuletzt im Oktober 1994 in Aachen gewinnen konnten. Wer am Samstag nicht im Stadion ist, kann das Spiel wie immer über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia Livestream oder den Video-Stream von MagentaSport verfolgen. Schiedsrichter der Partie des 31. Spieltags ist Timo Gansloweit aus Dortmund. Er wird von Eric Müller und Hannes Ventzke an den Seitenlinien sowie Tobias Ewerhardy als Vierten Offiziellen unterstützt.

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