StartAachen1:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf

1:0-Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf

Lukas Scepanik schießt das "Goldene Tor" für die Tivoli-Elf

In einer packenden Partie setzte sich eine leidenschaftlich kämpfende Alemannia mit 1:0 gegen Fortuna Düsseldorf durch. Für das Tor des Tages sorgte Lucas Scepanik nach schöner Vorarbeit von Matti Wagner (10.). Elias Egouli sah im Laufe der zweiten Halbzeit die Gelb-Rote Karte (61.). Am Ende durfte der ausverkaufte Aachener Tivoli einen verdienten Heimsieg feiern.

Es gab einige Wechsel in der Aachener Startaufstellung: Für den gesperrten Stefan Bajic rückte Manuel Riemann zurück ins Tor und gab sein Saisondebüt in der 3. Liga. Auch Danilo Wiebe stand nach seiner verletzungsbedingten Pause gegen die Würzburger Kickers wieder in der ersten Elf – ebenso wie Lukas Scepanik und Gideon Jung. Jonas Oehmichen musste dagegen kurzfristig aufgrund einer Knieverletzung passen.

Die Alemannia begann mutig: Immer wieder wurden die Aufbauspieler der Fortuna intensiv angelaufen und somit Fehlpässe provoziert. Einen dieser Ballverluste versuchte Louis Köster mit einem frechen Weitschuss von der Mittelfeldlinie auszunutzen, doch sein Schuss verfehlte das Tor (5.). Dieses sollte aber nur wenig später fallen: Andreas Müller ließ sich vor dem eigenen Sechzehner zu viel Zeit, sodass Schroers den Ball eroberte. Die Alemannia spielte es in der Folge geduldig aus: Matti Wagner brachte schließlich eine Hereingabe scharf und flach vor das Tor, wo Scepanik zur Aachener Führung verwertete (10.).

Manuel Riemann verhindert den direkten Ausgleich

Düsseldorf sorgte aber beinahe für die direkte Antwort. Lukas Eixler setzte sich auf der linken Düsseldorfer Seite durch und bediente im Rückraum Philipp Förster. Der Schuss von Förster wurde zwar geblockt, dennoch konnte sich der Düsseldorfer erneut den Ball sicher und Erik Wekesser bedienen, der mit seinem Schuss aber am stark parierenden Riemann scheiterte (12.). In der Folge war die Allemannia dem zweiten Tor aber näher als die Düsseldorfer dem Ausgleich. Zunächst sauste ein Distanzschuss von Scepanik knapp am rechten Pfosten vorbei (20.), ehe Köster mit einem Drehschuss an Louis Lord im Tor der Fortuna scheiterte (22.). Zehn Minuten später hatte Mehdi Loune das mögliche 2:0 auf dem Fuß liegen. Eine Flanke von der rechten Seite rutschte zu ihm durch. Er nahm en Ball mit vollem Risiko, schoss aber über das Tor (31.).

Auf der anderen Seite verhinderte Joel da Silva Kiala den möglichen Ausgleich. Nach einem Schuss von Jorrit Hendrix aus guter Position innerhalb des Sechzehners blockte der Verteidiger den Abschluss noch entscheidend ab und lenkte ihn um den Pfosten (39.). Die Alemannia erspielte sich ebenfalls noch eine Chance vor dem Pausenpfiff: Nach einem Freistoß kam der Ball zu Mika Schroers, doch auch sein Schuss wurde noch entscheidend geblockt (44.) – so ging es mit der knappen Führung in die Kabine.

Elias Egouli verhindert den Konter von Mika Schroers

Fortuna-Trainer Alexander Ende nutzte den Seitenwechsel und wechselte drei Mal. Steven Ako van der Sloot, Jomaine Consbruch sowie Anas Slimani. Die Fortuna drückte nun auf den Ausgleich und verzeichnete in den ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff mehr Ballbesitzanteile für sich. So war es auch einer der eingewechselten Spieler, der die größte Chance auf den Ausgleich einleitete. Van der Sloot brach auf der rechten Seite durch und bediente den ins Zentrum eilenden Fabian Schleusener. Aber auch Manuel Riemann stürmte aus seinem Tor und konnte den Schussversuch noch verlangsamen. Joel da Silva Kiala klärte schließlich noch vor der Linie per Grätsche (54.). Die Alemannia stand insgesamt aber sicher und versuchte Umschaltsituationen für sich zu nutzen – was auch gelang. Nachdem Schroers seinem Bewacher zu enteilen drohte, zerrte der bereits verwarnte Elias Egouli am Trikot des Aachener. Es folgte die verdiente Gelb-Rote Karte (61.).

Das Spiel veränderte nun sein Gesicht. Die Kaiserstädter hatten den Ball eher in den eigenen Reihen und suchte die Lücke, um mit einem zweiten Tor das Spiel zu entscheiden. Beinahe hätte Scepanik den Doppelpack geschnürt, als er nach einem Konter frei auf Lord zumarschierte. Der Düsseldorfer Keeper blieb lange stehen, Scepanik versuchte ihn zu umrunden, doch der Keeper parierte den Schuss schließlich per Kopf (69.). Allerdings verpasste es die Alemannia auch in der Folge, die sich nun bietenden Räume final zu nutzen. Köster scheiterte nach einem Konter zunächst an der Parade von Lord (79), ehe er wenige Minuten später seinen Gegenspieler im Strafraum aussteigen lassen wollte, jedoch nicht an van der Sloot vorbei kam (84.).

Die Fortuna war somit noch im Spiel und warf in Unterzahl alles nach Vorne. Die Aachener Defensive stand aber solide und kam kaum im Bedrängnis. Dennoch war aufgrund des knappen Spielstandes bis zum Schluss Zittern angesagt. Und tatsächlich bekam die Fortuna noch einen Eckball kurz vor Ende der Nachspielzeit zugesprochen. Fabian Schleusener wäre am langen Pfosten beinahe noch zum Abschluss gekommen, wurde aber noch entscheidend abgedrängt (90.+6). Im Anschluss erlöste Schiedsrichter Konrad Oldhafer die Aachener Nerven und pfiff die Partie ab. Damit beendete Alemannia Aachen die erste Englische Woche der Saison mit einem knappen, aber verdienten Heimsieg gegen Fortuna Düsseldorf.

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