Nach fünf Spielen ohne Niederlage in der Liga musste sich die Alemannia Waldhof Mannheim mit 1:2 geschlagen geben. Zwar brachte Mika Schroers die Aachener früh in Front (10.), doch drehte der eingewechselte Terrence Boyd die Partie zu Gunsten des Waldhofs (51. & 56.).
Nach dem Pokalspiel am vorherigen Donnerstag veränderte Trainer Mersad Selimbegovic seine Startformation fast vollständig. Einzig Joel da Silva Kiala sowie Manuel Riemann waren in der ersten Elf noch zu finden.
Die Alemannia fand gut in die Partie und hatte auch die erste Chance des Spiels. Nach einem Eckball kam Marius Wegmann zum Kopfball, setzte diesen aber zu hoch an (3.). Die Schwarz-Gelben blieben dran und erkämpften sich eine weitere Ecke. Nach dieser klärten die Mannheimer unzulänglich. So machte Mehdi Loune den Ball wieder scharf. Danilo Wiebe verlängerte ihn anschließend in den Lauf von Schroers, der aus spitzem Winkel den Mannheimer Keeper Thijmen Nijhuis überwindete (10.).
In der Folge entwickelte sich ein intensives Spiel auf beide Tore. Die nächste beiden größeren Chancen des Spiels gingen aber ebenfalls an die Kaiserstädter. Joel da Silva Kiala zog nach einem Zuspiel von Pierre Nadjombe in den Strafraum, scheiterte aber aus spitzem Winkel an Nijhuis (20.). Als nächstes versuchte sich Danilo Wiebe, doch sein Schuss von der Strafraumgrenze verfehlte das Tor knapp (33.). Direkt im Gegenzug kam Adama Diakhaby aus ähnlicher Position zum Abschluss, verzog aber ebenso (33.).
Terrence Boyd dreht das Spiel nach der Pause
In der Schlussphase der ersten Halbzeit hätten sowohl die Alemannia als auch der Waldhof treffen können, doch auf der einen Seite vergab Ogbemudia aus wenigen Metern (39.) und auf der anderen war das Zuspiel von Nadjombe auf den einschussbereiten Lars Gindorf nicht präzise genug (40.). In dieser intensiven Phase verbuchte der Waldhof durch Felix Lohkemper die letzte Gelegenheit der ersten 45 Minuten. Der Stürmer wurde durch einen Steilpass in Szene gesetzt, fand aber seinen Meister in Manuel Riemann (41.). Direkt danach war für den Stürmer jedoch Schluss. Er musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden – für ihn kam Terrence Boyd.
Der eingewechselte bullige Stürmer drückte dem Spiel zu Beginn der zweiten seinen Stempel auf. Nach Zuspiel von Samuel Abifade kam Boyd im Strafraum zum Schuss und vollendete in die kurze Ecke (51.). Die Mannheimer waren nun am Drücker und wollten das Spiel in ihre Richtung drehen. Dies gelang ihnen auch – erneut durch Boyd. Der Stürmer nickte nach einer Flanke unten rechts ein (59.).
Chancen auf den Ausgleich bleiben ungenutzt
Die Kaiserstädter wären nach einem Freistoß beinahe direkt zum Anschluss gekommen, doch der Schuss von Gindorf landete nur an der Latte (63.). In der Folge drückten die Aachener auf den Ausgleich, öffneten damit aber auch den Raum für Konter. Sowohl Abifade (71.) als auch Ogbemudia (78.) wussten ihre Chancen aber nicht zu nutzen.
So ging es mit einer knappen Führung für den Waldhof in die Schlussphase und diese beinhaltete gleich mehrere Chancen auf den Ausgleich. Zunächst kam Niklas Castelle nach einer Flanke von Gianluca Gaudino zum Kopfball, köpfte aber über das Tor (82.). Wenig später klärte Lukas Klünter in höchster Not im Strafraum gegen Omar Sillah (85.). Anschließend hätte Valmir Sulejmani den Ausgleich erzielen können, Abifade klärte auf der Linie für seinen bereits geschlagenen Torhüter (88.).
Nach einem Konter hätte der Waldhof dann den Deckel drauf machen können. Abifade überspielte auf Höhe der Mittelfeldlinie Riemann. Die Mannheimer brachten den Ball im Anschluss aber nicht im Tor unter, sondern trafen nur den Pfosten. Beim Nachschuss ging die Fahne des Linienrichters hoch (90.+2). So kam die Alemannia noch zu einer letzten großen Gelegenheit. Nadjombe kam aus knapp sieben Metern zum Schuss, traf den Ball aber nicht richtig – Nijhuis konnte ihn ohne Probleme parieren (90.+5). Am Ende musste sich die Alemannia unglücklich geschlagen geben. Bereits am Sonntag können die Aachener es aber wieder besser machen. Gegner ist dann der 1. FC Schweinfurt.

