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Do.. 29 Jan.. 2026
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Von „Leutnant Gustl“ bis ins „Nachtland“

Theaterschule Aachen startet mit vier Produktionen ins neue Jahr

Die Theaterschule Aachen startet mit einer Wiederaufnahme von „Der zerbrochne Krug“ ins neue Jahr. Darüber hinaus gibt es die Premiere von „Leutnant Gustl“ von Arthur Schnitzler, die Lesung von „Heimsuchung“ nach Jenny Erpenbeck und die Premiere von „Nachtland“, einer bissige Komödie von Marius von Mayenburg.


„Der zerbrochne Krug“

Von Heinrich von Kleist

Ein Lustspiel und bitterer Ernst

Ein Dorf. Ein zerschlagener Krug.

Ein Richter, der vertuschen will –

und eine junge Frau, die spricht.

Mit scharfem Witz und beklemmender Aktualität zeigt Kleists Klassiker, wie Macht missbraucht, Wahrheit verdreht und Schweigen erzwungen wird. Eine Komödie die vor dem Hintergrund von Kolonialpolitik, Justizwillkür und #MeToo zur scharfen Anklage wird.

Drastisch. Komisch. Hochaktuell. Ein Klassiker, der unter die Haut geht – für alle, die Theater lieben. Und für die, die es entdecken wollen.

Fr. 06.02. 19:30 Uhr

Sa. 07.02. 19:30 Uhr
Sa. 21.02. 19.30 Uhr
Mo. 09.03. 19 Uhr

***

Leutnant Gustl“

Von Arthur Schnitzler

Gustl ist ungebildet, gewalttätig, Antisemit, obrigkeitshörig, frauenfeindlich, und voller Selbstmitleid. In dem komischen wie erschreckenden Gedankenfluss des Leutnants, finden wir zum ersten Mal in der Literaturgeschichte die Form des „Stream of Consciousness.“ Arthur Schnitzler war der Dichter der „Wahrheiten des Unbewussten“, wie sein Zeitgenosse Sigmund Freud es formuliert. Die raffinierte Verlogenheit, mit der seine Figuren sich selbst hinters Licht ihrer Gefühle führen, bleibt bis heute nur allzu aktuell. Ebenso aktuell ist heute noch der Charakter der hier vor 125 Jahren skizziert wurde.

Sa. 14.02. 18 Uhr Premiere

Fr. 20.02. 19.30 Uhr

Sa. 28.02. 18 Uhr

Sa. 14.03. 19.30 Uhr

***

Heimsuchung“

Lesung nach Jenny Erpenbeck

Ein Haus an einem märkischen See, in dem ein ganzes Jahrhundert wütet: Es ist der Schauplatz für fünfzehn Lebensläufe, Geschichten, Schicksale, von den Zwanzigerjahren bis heute. Seine Bewohner erleben die Weimarer Republik, das Dritte Reich, den Krieg und dessen Ende, die DDR, die Wende und die Zeit der Nachwende. Jedem einzelnen Schicksal gibt Jenny Erpenbeck eine eigene literarische Form, jedes entfaltet auf ganz eigene Weise seine Dramatik, seine Tragik, sein Glück. Ein Panorama des letzten Jahrhunderts von beeindruckender Wucht.

Fr. 27.02. 19 Uhr Premiere

Mo. 02.03. 19 Uhr

Fr. 13.03. 19 Uhr

***


„Nachtland“

Eine bissige Komödie von Marius von Mayenburg.

Nach dem Tod ihres Vaters entdecken zwei erwachsene Geschwister auf dem Dachboden ihres Elternhauses ein altes Gemälde – unterzeichnet mit „A. Hitler“. Das Tor zur Hölle ist aufgestoßen. Wie ist dieses Bild in die Familie gelangt? Hatte der Vater davon gewusst? Wie geht man mit einem solchen Bild um? „Wirf den Kitsch einfach weg!“ oder „Wir behalten es zur Erinnerung an Papa“. Doch die Geschwister wittern das ganz große Geschäft. Geschichtsbewusstsein sowie Werte wie Moral und Anstand haben angesichts eines profitablen Verkaufs schnell ausgedient. Die Geschwister und ihre Ehepartner geraten darüber in einen Streit, in dem nach und nach antisemitische Klischees und Vorurteile an die Oberfläche treten.

Marius von Mayenburgs zeitgenössisches Stück ist eine bitterböse Komödie über das schwere Erbe der deutschen Vergangenheit – und über die dazugehörigen „Erbschaftsstreitigkeiten“. 

Fr. 06.03. 20 Uhr

Sa. 07.03. 20 Uhr


Kartenbestellung unter E-Mail post@theaterschule-aachen.de

Spielort:
Barockfabrik Aachen – Roter Saal
Theaterschule Aachen
Löhergraben 22
52062 Aachen


Alle Infos unter www.theaterschule-aachen.de.

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