StartAachenVier Architekturbüros entwickeln Ideen für den Wehmeyerblock

Vier Architekturbüros entwickeln Ideen für den Wehmeyerblock

Für einen der bedeutendsten Entwicklungsstandorte in der Aachener Innenstadt beginnt die nächste Phase: Mit dem Start der Mehrfachbeauftragung im kooperativen Verfahren sucht Midstad gemeinsam mit der Stadt Aachen nach dem besten Konzept für die Zukunft des ehemaligen Wehmeyer-Areals an der Adalbertstraße. Das heute leerstehende Gebäudeensemble soll zu einem lebendigen, gemischt genutzten Innenstadtquartier entwickelt werden. Geplant sind studentisches Wohnen, Einzelhandel, Gastronomie sowie weitere publikumsorientierte Nutzungen. Ziel ist es, die Adalbertstraße nachhaltig zu stärken und neue Impulse für die östliche Innenstadt zu setzen. 

Im Rahmen eines Pressetermins stellten Midstad und die Stadt Aachen heute, 21. Juli, den aktuellen Sachstand, den Zeitplan für die kommenden Monate und eine besondere Mitmach-Aktion für alle interessierten Menschen vor. Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons ist froh, dass an diesem so wichtigen Standort in Aachens größter Fußgängerzone eine neue Perspektive entsteht: „Ich freue mich heute den Startschuss setzen zu können, dass aus diesem Schandfleck wieder ein Juwel wird. Heute werden vier Architekturbüros aus drei Ländern beauftragt, die besten Ideen für ein lebendiges und attraktives Viertel zu entwickeln.“ 

Die Büros

Vier renommierte Architekturbüros wurden von Midstad eingeladen, Entwürfe für die Zukunft des Wehmeyerblocks zu entwickeln:

  • Bovenbouw Architectuur aus Antwerpen
  • Cross Architecture aus Aachen
  • Kresings aus Münster/Düsseldorf
  • UNS aus Amsterdam


„Mit den vier ausgewählten Architekturbüros konnten wir renommierte Planer aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden für das Verfahren gewinnen. Wir freuen uns auf unterschiedliche Perspektiven und innovative Ideen für die Zukunft des Wehmeyer Blocks. Ziel ist es, gemeinsam mit der Stadt Aachen und der Öffentlichkeit die beste Lösung für diesen wichtigen Innenstadtstandort zu entwickeln“, erläutert Christoph Irmisch, Senior Project Developer Midstad Development GmbH. 

Die Eckpfeiler des Nutzungskonzepts

Im Mittelpunkt der Aufgabenstellung stehen eine hohe architektonische Qualität, nachhaltige Baukonzepte und eine vielfältige Nutzungsmischung. Gesucht werden Lösungen, die den Standort langfristig beleben und einen positiven Beitrag zur Entwicklung der östlichen Innenstadt leisten. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der Vernetzung mit dem Umfeld zu. Bestandteil der Aufgabenstellung ist daher die Schaffung einer öffentlichen Wegeverbindung zwischen Adalbertstraße und Reihstraße. Darüber hinaus sollen neue Aufenthaltsqualitäten, begrünte Freiräume und identitätsstiftende Architektur entstehen. Grundsätzlich soll im Erdgeschoss attraktiver Einzelhandel für Frequenz sorgen. Im ersten Obergeschoss finden Besucherinnen und Besucher künftig Gastronomie-Angebote. Zudem sollen zusätzlich weitere wohnungsbezogene Nutzungen entstehen wie beispielsweise Fitness- und Aufenthaltsbereiche. In den darüberliegenden Geschossen wird Wohnraum geschaffen. Insgesamt sind rund 325 Einheiten vorgesehen. Auf den Dachflächen werden Terrassen, Gärten und PV- Anlagen vorgeschlagen.

„Innenstadtentwicklung gelingt dann, wenn aus einem reinen Einkaufsstandort wieder ein echter Erlebnisraum wird. Am Wehmeyerblock sollen deshalb neue Wohnungen – insbesondere für Studierende – mit Handel, Gastronomie, begrünten Freiräumen und einer neuen Verbindung zwischen Adalbertstraße und Reihstraße zusammenkommen. So kann aus einem langjährigen Leerstand ein Schlüsselprojekt werden, das dauerhaft für Belebung sorgt und der gesamten östlichen Innenstadt neue Impulse gibt“, erklärt Thomas Hissel, Beigeordneter für Wohnen, Soziales und Wirtschaft der Stadt Aachen. 

Das Verfahren und Beteiligungsmöglichkeiten

Der Wettbewerb knüpft an die von der Stadt Aachen angestoßenen Transformationsprozesse in der östlichen Innenstadt an. Das Wehmeyer-Areal wurde dabei als Schlüsselprojekt identifiziert, um die Innenstadt langfristig zu stärken, Monostrukturen aufzubrechen und neue urbane Qualitäten zu schaffen.

Die eingereichten Entwürfe werden im Herbst von einer Jury mit Vertreterinnen und Vertretern aus Architektur, Stadtentwicklung, Politik und der Eigentümerseite bewertet. Anschließend sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden. 

Aber schon auf dem Weg der Ideenfindung hat die Aachener Stadtgesellschaft die Möglichkeit, sich mit ihren Ideen einzubringen. Unter dem Link https://midstad.com/de/projekte/midstad-aachen/ besteht die Möglichkeit, Anregungen und Vorschläge zur Gestaltung des Areals zu hinterlassen. Vor Ort weisen Plakate entlang der Gebäudefassade darauf hin, dass sich bald sichtbar etwas tun soll, wo nun schon viele Jahre lang Leerstand die Adalbertstraße prägt. Über einen QR-Code, der auf den Plakaten zu finden ist, landen Passantinnen und Passanten direkt auf der Internetseite. Dort können Sie sich zu zwei konkreten Fragen zu äußern.

  • Was ist Ihnen an dieser Stelle der Innenstadt besonders wichtig?
  • Gibt es etwas, dass Sie uns zum Plangebiet mitteilen wollen?
     

Der Vorhabenträger

Der Vorhabenträger, der Immobiliendienstleister Midstad, ist in vier Ländern und 47 Städten – in Deutschland und Europa – aktiv und managt knapp 700.000 Quadratmeter. Aktuell entwickelt das Unternehmen 20 Projekte in Belgien, Deutschland, den Niederlanden und Österreich.

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