Die neue Spielzeit beginnt traditionell mit dem „Teufel in Aachen“. „Das Stück erzählt die Sage vom Aachener Dombau, und ohne den Krippekratz würde sich der Start in eine neue Spielzeit beim Schängche nicht richtig anfühlen. Bei den Kinderstücken soll für jeden und jede etwas dabei sein: Märchen, in denen gezaubert wird, Geschichten zum Lachen, Schängche und seine Freunde mitten im Geschehen und, was bei uns nicht fehlen darf, eine anständige „Klöppelezupp“. Zu Weihnachten spielen wir den ‚Froschkönig‘, eine Puppenoper, in der viel gesungen wird und in der mit Zauberwald, Gespensterschloss, Fee und verzaubertem Prinzen alles vorkommt, was ein Weihnachtsmärchen ausmacht“, erklärt die künstlerische Leiterin Hanna Birmans.
Das Kinderstück ‚Unodoz, der kleine Drache‘ lohnt schon wegen der schönen Drachenköpfe den Besuch. Unodoz hat blaue statt roter Augen und kann kein Feuer speien, und weil seine Eltern den Spott der Verwandtschaft fürchten, zieht er traurig in die Welt hinaus. „Das Stück greift auf, wie es ist, ausgeschlossen zu werden, und führt die Geschichte zu einem guten Ende: In Aachen findet Unodoz bei Schängche, Tant Hazzor und Jretche Freunde und ein neues Zuhause“, verrät Hanna Birmans.
Das Erwachsenenstück vom ‚Freischütz‘ ist viele Jahrzehnte nicht gespielt worden und erlebte im vergangenen Jahr eine gefeierte Neuaufführung im modernen Gewand. „Der Zuspruch war so groß, dass wir ihn als Wiederaufnahme mitnehmen und noch dreimal zeigen. Dazu holen wir mit ‚Schängche als Heiratsvermittler‘ ein altes Stück von Will Hermanns zurück, eine Verwechslungskomödie mit einem verliebten Müller, einem falschen Grafen und all den Aachener Figuren, die man vom Schängche kennt. Ein Abend zum Lachen, typisch Aachen“, betont Birmans.
Die Karnevalszeit beginnt diesmal so früh, dass in dieser Session die fünf Sitzungen bereits vom 15. bis 23. Januar stattfinden. Wer dabei sein will, sollte sich den 28. November vormerken: Um 10 Uhr beginnt im Roten Saal der Vorverkauf, der Restkartenverkauf folgt am 5. Dezember.
Zum ersten Mal seit sehr langer Zeit wurden die Eintrittspreise leicht angehoben. Eintrittsentgelte für die Sonntagsvorstellungen bzw. Kinderstücke betragen für Kinder vier Euro (ermäßigt drei Euro), sowie für Erwachsene sieben Euro (ermäßigt fünf Euro). Erwachsenenstücke kosten zehn Euro Eintritt. „Selbst bei der Umstellung auf den Euro waren sie nicht angepasst worden“, erklärt Birmans, die sich mit ihrem bereits gut eingespielten Ensemble auf eine Spielzeit freut mit einem Publikum, das mitruft, mitfiebert und lacht.
Infos zu den Stücken der Spielzeit 2026/2027
Spielzeiteröffnung – Der Teufel in Aachen, 04.10.2026, 15 Uhr
Unodoz, der kleine Drache.
Ein Puppenspiel in drei Aufzügen von Karin Fiseni, für die Puppenbühne bearbeitet von Paul Drießen.
Im schottischen Hochland kommt Unodoz, der kleine Drache, zur Welt. Seine Eltern freuen sich zunächst, doch als Unodoz die Augen öffnet, stellen sie entsetzt fest, dass er blaue Augen hat, während „richtige“ Drachen rote Augen haben; Feuer speien kann er auch nicht. Sie fürchten den Spott der Verwandtschaft, und Unodoz ist darüber so traurig, dass er beschließt, seine Heimat zu verlassen. Während er ein trauriges Lied singt, trifft er auf Schängche und findet in ihm seinen ersten Freund. Schängche nimmt ihn mit nach Aachen und überredet seine Tant Hazzor, den Drachen bei sich aufzunehmen. Tant Hazzor verliebt sich sogleich in die blauen Augen des kleinen Kerls und übernimmt die Mutterrolle. Als Unodoz schließlich Jretche aus dem Hangeweiher rettet, in den sie gefallen ist, wird er sogar vom Bürgermeister geehrt. Zu dieser Ehrung hat Jretche heimlich die Dracheneltern eingeladen, sodass es zu einem glücklichen Wiedersehen kommt.
Termine: 11.10., 18.10., 08.11., 15.11.2026, jeweils um 15 Uhr
Weihnachtsstück – Der Froschkönig oder Et Schängche liert et Jrusele
Eine Puppenoper in drei Aufzügen von Will Hermanns.
Schängche zieht in die Welt hinaus, um das Gruseln zu lernen, und das ist schwieriger als gedacht. Im Zauberwald will ihm ein Hexenmeister das Fürchten beibringen und ihn nebenbei in einen Frosch verwandeln, doch Schängche hat darauf eine „schlagfertige“ Antwort. Kurz darauf trifft er den Froschkönig und verspricht ihm, ihn von seinem Zauber zu befreien. Der Froschkönig wiederum hilft einer Prinzessin, deren goldener Ball in den Brunnen gefallen ist, denn Ritter Stüütentüüt denkt gar nicht daran, ihn herauszuholen. Als Lohn muss die Prinzessin versprechen, dass der Frosch von nun an ihr Spielgefährte sein darf. Schängche zieht weiter und landet in einem Gespensterschloss, wo er sich mit dem Gespenst einen „Öcher Boxkampf“ liefert. Auch der Teufel versucht sein Glück, kommt aber gegen Schängches „Schnüffjensdues“ nicht an. Am Ende erklärt eine Fee Schängche zum Sieger, die Prinzessin küsst den Frosch, und aus ihm wird ein junger Prinz. Nur das Gruseln hat Schängche nicht gelernt: Er hat vor niemandem Angst, und vor Gespenstern schon gar nicht.
Termine: 29.11., 06.12., 13.12., 20.12.2026, jeweils um 15 Uhr
Die Wunderäpfel
Ein Puppenspiel in drei Aufzügen von R. Harten, bearbeitet von Will Hermanns.
Schängche sucht Arbeit und will sich bei Hofe vorstellen. Dort erfährt er, dass die Prinzessin schwer krank ist und weder der Oberhofleibarzt noch seine Medizin etwas ausrichten können. Schängche merkt schnell, dass Hexerei im Spiel ist und nur die Wunderäpfel die Prinzessin retten können. Mit den Kindern als Verbündeten macht er sich auf die Suche. Er findet die Äpfel und legt den Zauberer herein, indem er ihn bei seiner Eitelkeit packt: Der Prahlhans verwandelt sich in eine Maus, und Schängche steckt sie kurzerhand zu den Äpfeln in den Sack. Das rächt sich, denn die Maus frisst die Äpfel auf, und Schängche muss neue holen. Zu allem Überfluss folgt ihm ein missgünstiger Minister, stiehlt den Sack und lässt dabei aus Versehen den Zauberer frei, der prompt die Prinzessin auf seine Zauberinsel entführt. Schängche spürt ihn in seiner Höhle auf, überlistet ihn ein zweites Mal und befreit die Prinzessin, und auch das gelingt ihm nur, weil die Kinder ihm helfen.
Termine: 14.02., 21.02., 28.02.2027, jeweils um 15 Uhr
Die Wunschlaterne
Ein Puppenspiel in vier Aufzügen mit Gesang, Tanz und Keilerei von Will Hermanns.
Nur alle hundert Jahre kommt der Mondmann auf die Erde, um einen guten Menschen zu belohnen, und diesmal trifft es Schängche. Er bekommt eine Wunschlaterne, die ihm drei Wünsche erfüllt, und dazu ein Zaubersprüchlein. Lange überlegen, was er sich wünschen soll, kann er allerdings nicht, denn Jretche bringt schlechte Nachrichten: Nieres steckt in der Klemme. Er wollte der Tochter des Bürgermeisters helfen, die von einem Räuberhauptmann entführt worden ist. Schängche macht sich mit der Laterne auf die Suche, und ohne die Hilfe der Kinder hätte er keine Chance. Denn außer dem Räuberhauptmann stellen sich ihm auch noch eine Hexe und ihr Hund Bumbo in den Weg. Zum Glück reicht die Zauberkraft der Laterne am Ende aus, und Schängche kann ein fröhliches Lied anstimmen.
Termine: 07.03., 14.03., 21.03.2027, jeweils um 15 Uhr
Erwachsenenstücke
Der Freischütz von Hein Janssen 2026
Oper nach Carl Maria von Weber
Wegen des großen Zuspruchs in der vergangenen Spielzeit wird der „Freischütz“ in die Spielzeit 26/27 übernommen.
Der Freischütz nach Hein Janssen erzählt in dieser Fassung für die Puppenbühne wie im Original die Geschichte des jungen Jägers Max, der seine Geliebte Agathe nur heiraten darf, wenn er ein entscheidendes Probeschießen besteht. Aus Angst zu versagen, lässt er sich von Kaspar überreden, magische Freikugeln zu gießen, die ihr Ziel nicht verfehlen sollen. Doch diese Kugeln stehen unter dem Einfluss des finsteren Samiel, des höllischen Jägers. Während die meisten Kugeln Max helfen, wird die letzte von Samiel gelenkt – und droht Agathes Leben zu treffen. Am Ende siegt jedoch das Gute über das Böse, nicht zuletzt durch Schängchens und Jretchens Hilfe: Agathe wird gerettet, Kaspar stürzt ins Verderben, und Max erhält nach einer Zeit der Bewährung die Hand seiner Geliebten. Dass Janssen ausgerechnet Nieres mit um die Wette schießen lässt, sorgt dafür, dass die sonst düstere Sage eine humorvolle und komische Wendung bekommt.
Termine: 01.10., 05.11., 03.12.2026, jeweils 19.30 Uhr
„Schängchen als Heiratsvermittler“ oder „Zweij Hong a enge Knouch“.
Ein Puppenspiel in fünf Aufzügen von Will Hermanns.
Müller Mehlwurm ist in sein Mündel Lenchen verliebt und will sie heiraten, Lenchen aber liebt den Jäger Heinrich, und damit sind die Probleme vorprogrammiert. Schängche will den beiden zu ihrem Glück verhelfen, verdingt sich dafür unter falschem Namen als Knecht bei Mehlwurm und schließt obendrein eine Wette mit dem Grafen von Kalkofen ab. Damit nicht genug: Gegenüber Mehlwurms Schwester Eulalia gibt er sich als „Graf Schängche“ aus, und die entbrennt prompt in heißer Liebe zu ihm.
All das verspricht ein turbulentes Durcheinander!
Termine: 13.05., 03.06., 01.07.2027, jeweils 19.30 Uhr
Tickets:
Kinderstücke jeweils am Spielsonntag von 10 bis 12.30 Uhr
Erwachsenenstücke montags bis donnerstags von 10 bis 12.30 Uhr nur in der Woche der Vorstellung unter Telefon 0241 172016 oder jederzeit per Mail: puppenbuehne@mail.aachen.de
Eintrittspreise Kinderstücke: Kinder: 4 EUR, erm. 3 EUR Erwachsene: 7 EUR, erm. 5 EUR
Eintrittspreise Erwachsenenstücke: Erwachsene: 10 EUR
Karneval Öcher fiere met et Schängche Fastelovvend*
15.01., 16.01.2027 um 19 Uhr 17.01.2027 um 15 Uhr 22.01., 23.01.2027 um 19 Uhr
Eintrittspreis: 11 Euro
Kartenvorverkauf für Mitglieder des Förderkreises am 28.11.2026, 10 Uhr Restkarten am 05.12.2026, 10 Uhr Barockfabrik, Löhergraben 22, 52064 Aachen
*Veranstaltungen des Förderkreises Öcher Schängche e.V.

