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Punkten gegen die Preußen

Alemannia Aachen ist gut beraten, bodenständig und fleißig weiterzuarbeiten

Alemannia Aachen beschließt am Sonntag um 19:30 Uhr den 12. Spieltag mit dem West-Duell gegen Preußen Münster. Gegen die Westfalen soll der 3. Sieg in Serie in einer engen 3. Liga gelingen.

Wie eng es in der 3. Liga zugeht, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Zwischen dem viertplatzierten 1. FC Saarbrücken und dem VfB Stuttgart II auf Rang 14 liegen gerade einmal drei Punkte. Ein Sieg oder eine Niederlage kann für zahlreiche Mannschaften also bereits eine deutliche Veränderung in der Tabelle bedeuten. Die Alemannia befindet sich in dieser engen Konstellation aktuell auf dem fünften Platz. „Wenn man sich in Europa umschaut, findet man das nicht so oft. Das ist aber genau das, was wir von Anfang an predigen, dass zwei Siege oder auch zwei Niederlagen am Ende nicht so viel bedeuten, da sich die Tabelle schnell drehen kann. Die zwei Siege tun uns aber natürlich gut und die brauchen wir auch bei unserer jungen Mannschaft, damit sie weiter wachsen kann. Das müssen wir jetzt mitnehmen und versuchen nachzulegen. Dann können wir uns etwas absetzen. Wir sind gut beraten, bodenständig und fleißig weiterzuarbeiten“, ordnet Alemannias Cheftrainer Mersad Selimbegovic die aktuelle Tabellensituation ein.

Zuletzt stark nach ruhenden Bällen

In den beiden zuletzt erfolgreichen Spielen präsentierte sich die Alemannia vor allem bei Standardsituationen gefährlich. Während Lukas Scepanik gegen Hansa Rostock einen Freistoß aus rund 30 Metern direkt verwandelte, zeigten sich die Kaiserstädter im Duell mit dem VfB Stuttgart II nach Eckbällen eiskalt und trafen gleich doppelt.

Die aktuelle Stärke bei ruhenden Bällen kommt nicht von ungefähr. Bereits seit Saisonbeginn investiert die Alemannia viel Arbeit in Standardsituationen. Laut Selimbegovic zeichnet sich die Mannschaft dabei durch Kreativität und Entschlossenheit in den Zweikämpfen aus.

Die Standardstärke geht zudem auch auf Matti Wagner zurück. Er führte die beiden Eckbälle aus, die gegen den VfB II jeweils zum Torerfolg führten und kommt auf bereits auf vier Torvorlagen – so viele wie nie zuvor in der 3. Liga. Für Selimbegovic sind Wagners aktuelle Leistungen keine Überraschung. Vielmehr sieht der Trainer noch weiteres Potenzial: „Ich weiß, dass in ihm noch mehr drinnen steckt. Ich hoffe, dass er sich noch mehr traut und den nächsten Schritt macht. Wenn er das macht, sind wir nochmal um einiges besser.“

Preußen Münster und die typische Saison eines Zweitligaabsteigers

Mit zwei Punkten weniger als die Alemannia liegt Münster auf dem 11. Tabellenplatz – wo wir wieder bei der engen Liga wären. Nach einem starken Start blieben die Westfalen aber zuletzt fünf Spiele in Folge ohne Sieg, ehe gegen Fortuna Köln am letzten Spieltag mit einem glücklichen 1:0-Sieg der Befreiungsschlag gelang.

Es ist somit die klassische Saison eines Vereins, der den Weg aus der 2. Bundesliga in die 3. Liga angetreten ist. Die meisten Vereine tun sich mit dem Neuanfang in der 3. Liga schwer – manche treten sogar den direkten Weg in die Regionalliga an. Ein solches Horrorszenario ist bei den Preußen aber unwahrscheinlich. Die Münsteraner verfügen schließlich über einen starken Kader. „Sie haben viele gute Spieler mit Zweitliga-, teilweise sogar Erstligaerfahrung, die Spiele entscheiden können“, betont auch Selimbegovic. Viele von eben diesen Spielern sind aber verletzt und werden im Spiel gegen die Alemannia nicht mitwirken können.

Die Rahmenbedingungen und das Personal

Auch bei der Alemannia werden drei Spieler das kommende Spiel verletzungsbedingt verpassen. Dennoch gibt es bei Gideon Jung, Jonas Oehmichen und Marius Wegmann gute Nachrichten. Jung konnte wieder Teile des Mannschaftstrainings absolvieren. Oehmichen darf ab kommender Woche wieder mit auf den Platz. Bei Marius Wegmann sehen die Untersuchungen ebenfalls gut aus. Er soll in Kürze wieder mit individuellem Training auf dem Platz beginnen. Bei Gideon Jung und Jonas Oehmichen hofft man auf Einsätze nach der Länderspielpause im November.

Alemannia Aachen rechnet am Sonntag mit 22.000 Fans auf dem Tivoli. Darunter sind auch 1.800 Fans aus Münster.

Wer nicht im Stadion dabei sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia-Livestream oder bei MagentaSport. Der WDR bietet ebenfalls einen Audio-Livestream an.  

Alemannia Aachen und Preußen Münster – ein echtes Traditionsduell im Westen. 78 Mal trafen beide Vereine aufeinander, häufiger mit dem besseren Ende für die Alemannia. 31 Mal gingen die Kaiserstädter als Sieger vom Platz, 26 Mal die Münsteraner. 21 weitere Spiele endeten in einer Punkteteilung.

Das Spiel am Sonntagabend wird von Tom Bauer geleitet. Der 30-jährige Schiedsrichter ist zumeist in der 2. Bundeliga im Einsatz. Nun folgt sein zweiter Drittligaeinsatz in dieser Saison. Unterstützt wird er an den Linien durch Luca Schlosser sowie Julian Bergmann. Vierter Offizieller ist Jan Peter Weßels.

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