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Kunst im Viertel

Schülerinnen und Schüler gestalten ein großes Wandbild für den Stadtbetrieb

Leuchtend orange und grün – passend in den Farben des Aachener Stadtbetriebs – prangen die meterhohen Buchstaben an der Gebäudefassade des Freunder Wegs und machen von Weitem sichtbar, wer hier tätig ist. Der Schriftzug „Stadtbetrieb“, dreidimensional gesprayt, ist ergänzt mit Motiven aus den täglichen Einsatzbereichen der Mitarbeitenden in der Stadt Aachen. Umgesetzt haben ihn 40 Schülerinnen und Schüler aus dem Schulverband Aachen-Ost, im Rahmen des Kunstprojekts „Kunst im Viertel“. 

Begleitet wurde das Angebot der Schulsozialarbeit mit Umfeldarbeit des städtischen Fachbereichs Jugend und Schule, vom städtischen Schulsozialarbeiter Jan Bernhardt. Künstlerisch begleitet wurden die Streetart-Workshops von den Künstlerinnen Silke Franke und Ruth Anny-Malin, in Kooperation mit der Bleiberger Fabrik. 

„Das Projekt gibt allen teilnehmenden Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, Selbstwirksamkeit zu erfahren, sich als Expertinnen und Experten des eigenen Viertels sehen und sich stolz mit ihm identifizieren können“, erklärt der Sozialarbeiter. „Durch die Mitgestaltung des eigenen Sozialraums lernen die Jugendlichen wichtige Fähigkeiten und Kompetenzen für ihr Leben. Das stärkt die Motivation, sich nachhaltig für den eigenen Sozialraum zu engagieren.“ Und es stärkt das Miteinander – in der Gruppe und mit dem Mitmenschen. „Wir standen später hier, mal im Regen, mal in voller Sonne, häufig mit Pavillons und Leitern und wurden immer von den Mitarbeitenden des Stadtbetriebs liebevoll gegrüßt und versorgt“, erinnert sich Jan Bernhardt. 

Über Wochen haben die Schülerinnen und Schüler das Bild vorbereitet, Kompromisse für einzelne Bildteile geschlossen und Skizzen entworfen. Lana Hunds erinnert sich noch gut daran, wie lange sie im Vorfeld über die Umsetzung der Ideen aller Beteiligten diskutiert haben. „Jede und jeder von uns konnte eigene Ideen einbringen. Wir haben alles auf einem großen Blatt gesammelt und sortiert, bevor wir die ersten Skizzen gezeichnet haben“, erzählt die 14-Jährige. Bei der Spray-Aktion konnte sie nicht teilnehmen, und freut sich bei der offiziellen Übergabe an den Stadtbetrieb umso mehr über das Ergebnis. „Es ist wirklich sehr schick geworden.“

„Die Erfahrung mit den Jugendlichen ist wirklich einmalig“, sagt Jan Bernhardt. „Es gibt immer einen sehr großen Zuspruch. In der Form hatten wir bisher allerdings noch kein Projekt, denn die Fläche ist sehr groß. Wir hatten viele Gestaltungsmöglichkeiten und haben die auch voll genutzt.“ 

Das Ergebnis lässt auch die Betriebsleiterin des Stadtbetriebs, Indra Balsam, jeden Morgen lächeln. „Es ist beeindruckend, was die Jugendlichen hier geschaffen haben. Ich freue mich jeden Tag darüber, es bringt künstlerisch auf den Punkt, wofür der Aachener Stadtbetrieb steht.“ Dieses Gefühl transportierten auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Stadtbetriebs. „Ich höre häufig, wie schön das Bild geworden ist und ob wir ein solches Projekt nicht auch an anderer Stelle umsetzen können.“ Die Schülerinnen und Schüler zumindest wären dann wieder dabei. Denn, das wird ganz deutlich, es hat allen großen Spaß gemacht.

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