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Klassik trifft Moderne

Enthüllung des Portraits des ehemaligen Oberbürgermeisters Marcel Philipp 

Kürzlich präsentierten Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons und der Künstler Tim Berresheim im Beisein von Dr. Frank Pohle, Leiter der Route Charlemagne, das Portrait des ehemaligen Oberbürgermeisters Marcel Philipp im Haus Löwenstein. Der anwesende Marcel Philipp war von 2009 bis 2020 Oberbürgermeister von Aachen. Sein Portrait komplettiert jetzt die Galerie der ehemaligen Oberbürgermeister im Sitzungssaal.

Während seiner elfjährigen Amtszeit gab der aus dem Handwerk stammende CDU-Politiker wichtige Impulse für die Entwicklung des Wissenschafts- und Mobilitätsstandorts Aachen, begleitete Großprojekte wie das Aquis Plaza und engagierte sich für die europäische Vernetzung der Euregio. Für ihn ist dieses Portrait nicht nur ein Portrait: „Es ist eine Tradition, dass die Oberbürgermeister hier in einer Reihe weitergeführt werden. Nicht weil es in erster Linie um die Personen geht, sondern weil es auch ein Stück dokumentierter Demokratie ist, die vom Wechsel lebt.“

Der renommierte Aachener Künstler Berresheim hat das Portrait von Philipp geschaffen. Für ihn sei der spannende künstlerische Prozess besonders erfreulich gewesen, da das Portrait eine Schnittstelle von der analogen zur digitalen Welt darstelle. Es sei nicht nur ein Stück Kunst, sondern eine Form von Alltagskultur. Für das Portrait wurden fünf Datensätze von jeweils 250 Fotos aus 360° geschossen. Diese Art von Aufnahme wird Fotogrammetrie genannt und stammt aus der Archäologie. Sie wird genutzt, um kontaktlos Objekte zu digitalisieren.

Auch der amtierende Oberbürgermeister ehrte seinen Vorgänger: „Es ist gut, es ist wichtig und es ist würdig, dass du jetzt in dieser Galerie hier verewigt bist. Das ist sicherlich ein Moment, an das zu erinnern, was wir dir zu verdanken haben: an deine Ideen, Kreativität, politischen Mut und Geschick. Du hast in dieser Stadt Spuren hinterlassen: in der Verwaltung, in der Stadt, im Gelände. Dieses Bild ist hier nur ein äußerer Ausdruck, ein Aufhänger davon.“ Pohle ergänzte: „Es ist schön, dass die klassische Malerei hier mit etwas anderem weiter fortgesetzt wird. Also auch in die Zukunft verweist.“

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