StartAachenGen-Z-Proteste: Aachen begrüßt das politische Engagement junger Menschen

Gen-Z-Proteste: Aachen begrüßt das politische Engagement junger Menschen

Appell an alle Beteiligten, friedlich zu demonstrieren

Für Samstag, 31. Oktober, werden in Aachen eine Vielzahl von Teilnehmerinnen und Teilnehmern zu einer Demonstration der Initiative „Gen Z steht auf“ erwartet. Die jungen Menschen wollen unter anderem für bessere Bildung, mehr soziale Gerechtigkeit, wirksamen Klimaschutz und gegen eine Wehrpflicht demonstrieren.

Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons hat großes Verständnis für die Anliegen der jungen Generation. Zugleich nimmt er die Sorgen ernst, die ihn in den vergangenen Tagen aus der Stadtgesellschaft erreicht haben.

„Ich habe großes Verständnis dafür, dass junge Menschen für ihre Zukunft auf die Straße gehen und ihre Anliegen laut und sichtbar vertreten wollen. Eine lebendige Demokratie lebt davon, dass Menschen sich einmischen, Missstände benennen und Veränderungen einfordern. Dieses Engagement verdient Aufmerksamkeit und Schutz“, betont Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons.

Gleichzeitig unterstreicht der Oberbürgermeister, dass die Versammlungsfreiheit mit Verantwortung verbunden ist. „Friedlicher Protest gehört zur Demokratie – Gewalt darf keinen Platz haben“, lautet seine zentrale Botschaft.

Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhaber, Gastronominnen und Gastronomen, Gewerbetreibende sowie zahlreiche Bürgerinnen und Bürger haben ihre Sorgen und  Bedenken mit Blick auf die angekündigte Demonstration zum Ausdruck gebracht. „Ich möchte alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer eindringlich bitten, friedlich zu demonstrieren und sich nicht provozieren zu lassen. Lassen Sie sich nicht von Menschen vereinnahmen, denen es nicht um die Anliegen der jungen Generation, sondern um Konfrontation, Zerstörung oder Gewalt geht. Wer ernst genommen werden will, sollte seine Forderungen klar, demokratisch und friedlich vertreten.“

Die angekündigte Demonstration bewegt viele Menschen in Aachen. Gerade Gewerbetreibende blicken mit Sorge auf mögliche Einschränkungen des Geschäftsbetriebs, Behinderungen im Lieferverkehr oder Beeinträchtigungen für ihre Kundschaft. Auch Anwohnerinnen und Anwohner sowie Besucherinnen und Besucher der Stadt wünschen sich, dass der Samstag ohne größere Störungen verläuft. Der Oberbürgermeister nimmt diese Anliegen ernst: „Unsere Innenstadt ist Arbeitsort, Einkaufsort, Treffpunkt und Lebensraum für viele Menschen. Wer hier ein Geschäft führt, ein Restaurant betreibt oder wohnt, muss darauf vertrauen können, dass Eigentum respektiert wird und sich alle sicher fühlen können. Ich verstehe deshalb die Sorgen derjenigen, die mich auf die Demonstration angesprochen haben.“

Mit Blick auf Berichte über Ausschreitungen bei Protesten in anderen europäischen Städten macht Ziemons deutlich, dass Aachen Gewalt entschieden ablehnt: „Gewalt schadet den Anliegen, für die Menschen auf die Straße gehen. Wer friedlich demonstriert, muss geschützt werden.“ Er steht mit Ordnungskräften und der Einsatzleitung der Polizei im engen Austausch und Ziemons ist davon überzeugt: „Die Polizei wird die Streckenführung auf Grundlage ihrer Erfahrung so gestalten, dass örtliche Besonderheiten und sensible Bereiche angemessen berücksichtigt und geschützt werden.“

Abschließend betont Ziemons: „Aachen ist eine Stadt, in der unterschiedliche Meinungen ihren Platz haben müssen. Gerade deshalb kommt es darauf an, wie wir miteinander umgehen. Ich freue mich über junge Menschen, die sich für ihre Zukunft engagieren. Ich erwarte aber auch, dass alle Beteiligten Rücksicht nehmen und die Grenzen des friedlichen Protests respektieren. Halten Sie Abstand zu Provokationen und lassen Sie nicht zu, dass andere Ihre Demonstration für Gewalt oder politische Extrempositionen missbrauchen. Mein Wunsch ist es, dass wir am Ende des Tages auf eine engagierte, sichtbare und friedliche Demonstration zurückblicken können.“

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