Eine gemeinsame Aktionswoche von Verwaltung und Polizei für mehr Verkehrssicherheit: Die findet derzeit seit Montag, 9. März, bis heute, 13. März, am Fußgängertunnel in der Nähe des Bezirksamts Aachen-Richterich an der Roermonder Straße statt. Ziel ist es, die Verkehrssicherheit in der Unterführung zu verbessern und auf geltende Regeln aufmerksam zu machen.
Umleitungen durch Brückensanierung
Der Fußgängertunnel verbindet Alt-Richterich mit der Roermonder Straße und wird täglich von vielen Menschen genutzt. Seit der Sanierung der Brücke an der Horbacher Straße ist der Fußverkehr zusätzlich gestiegen, weil der Weg über die Brücke derzeit entfällt. Für Radfahrende führt die ausgeschilderte Umleitung über den Tunnel an der Amstelbachstraße/Roder Weg. Trotzdem nutzen viele Radfahrende die Fußgängerunterführung. Das führt immer wieder zu gefährlichen Situationen. Ein Faktor dafür ist das Gefälle im Tunnel: Der Abhang mit rund sechs Prozent Senkung sorgt dafür, dass Radfahrende schnell an Tempo gewinnen. Eine Zählung an einem Tag im August 2025 zeigt das Ausmaß: Von rund 500 Radfahrenden schoben lediglich 140 ihr Fahrrad regelkonform durch den Tunnel.
Aktionswoche auf Wunsch aus dem Stadtbezirk
Nach mehreren Beschwerden aus der Bevölkerung und auf Wunsch der Bezirksvertretung haben das Bezirksamt Aachen-Richterich, der Fachbereich Mobilität und Verkehr der Stadt Aachen und die Polizei die Aktionswoche organisiert. Bezirksbürgermeister Hans Peter Kehr erklärte bei einem Pressetermin: „Wir wollen keine Verkehrsteilnehmenden gegeneinander ausspielen. Wir sitzen in Richterich mit der Sperrung der Horbacher Brücke und den daraus resultierenden Umleitungen alle im selben Boot. Deshalb müssen wir gegenseitig aufeinander achten und Rücksicht nehmen.“
Information, Ansprache und Kontrollen
Die Aktionswoche folgt dabei einem klaren Prinzip: Zunächst informieren und sensibilisieren, anschließend persönlich ansprechen – und erst als letzter Schritt Verstöße konsequent ahnden.
Zu Beginn der Aktionswoche am Montag, 9. März, und Dienstag, 10. März, informierten daher Mitarbeitende der Stadtverwaltung direkt vor Ort. Sie verteilten Flyer, erklärten die Situation und brachten zusätzlich temporäre Markierungen auf dem Weg an, um auf die Regeln hinzuweisen. Am Mittwoch, 11. März, und Donnerstag, 12. März, unterstütze Bezirkspolizist Thomas Pestner die Aktion. Er sprach Radfahrende an, die durch den Tunnel fuhren, und wies darauf hin, abzusteigen und ihr Fahrrad zu schieben. Ab Freitag, 13. März, kontrolliert auch der Verkehrsdienst der Polizei und verhängt bei Verstößen Bußgelder.
Tunnel ist Teil von Schul- und Kitawegen
Der Fußgängertunnel wird rege genutzt und liegt auf einem wichtigen Schul- und Kitaweg. Bezirksamtsleiterin Yvonne Moritz, die selbst vor Ort Flyer verteilte, berichtet von einer überwiegend positiven Resonanz: „Besonders Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Eltern von Schul- und KiTa-Kindern sind froh, dass wir mit dieser Aktionswoche auf die geltenden Verkehrsregeln aufmerksam machen.“ Wer den Fußgängertunnel mit dem Fahrrad, Pedelec oder E-Scooter nutzt, muss absteigen und das Fahrzeug schieben.

