Die Alemannia muss sich beim SV Wehen Wiesbaden mit 0:3 geschlagen geben. Dabei erspielten sich die Kaiserstädter in der ersten Halbzeit aussichtsreiche Chancen, konnten diese jedoch nicht nutzen. Stattdessen traf Lukas Schleimer kurz vor der Pause (45.). Nach dem Seitenwechsel erhöhten Gino Fechner (51.) und Roberto Massimo (77.) für die Gastgeber.
Im Flutlichtspiel unter der Woche entschied sich Alemannia-Cheftrainer Mersad Selimbegovic für die Rückkehr zur Dreierkette und nahm zudem mehrere Änderungen in der Startelf vor. So kam Ken Izekor zu seinem Startelfdebüt in der 3. Liga. Auch Daniel Starodid, Dylan Leonard und Kacper Koscierski rückten in die Anfangsformation.
Die Hausherren begannen beim Heimdebüt ihres neuen Trainers Jochen Seitz druckvoll. Die neu formierte Aachener Mannschaft hielt jedoch gut dagegen und kam zu eigenen Chancen. Nach einem Eckball stieg Leonard am höchsten und köpfte aufs Tor. Florian Stritzel war bereits geschlagen, doch ein Verteidiger der Hessen klärte den Ball noch auf der Linie (11.).
In der Folge kamen die Kaiserstädter besser ins Spiel und verbuchten mehr Ballbesitz. In dieser Phase bot sich den Hessen die bis dahin größte Chance des ersten Durchgangs. Nach einem Ballverlust von Danilo Wiebe zog Schleimer aus fast 50 Metern ab, um den weit aufgerückten Manuel Riemann zu überwinden. Sein Schuss ging jedoch knapp am linken Pfosten vorbei (24.).
Der Nackenschlag vor der Pause
Auch die Alemannia kam zu weiteren guten Möglichkeiten. Nach einer erfolgreichen Pressingsituation schickte Joel da Silva Kiala Izekor in den Sechzehner. Dieser behielt die Übersicht und legte im Zentrum für Starodid auf. Dessen Schuss wurde jedoch noch vom eigenen Mitspieler geblockt (28.). Kurz vor der Pause bot sich die nächste Gelegenheit: Izekor verpasste im Zentrum eine Hereingabe von der linken Seite, machte den Ball aber für Lukas Scepanik im Rückraum scharf. Dessen Schuss verfehlte das Tor nur knapp (43.).
Eine Aachener Führung wäre in dieser Phase nicht unverdient gewesen. Stattdessen schlugen die Hausherren quasi mit dem Pausenpfiff zu. Eine Ecke von Massimo rutschte am kurzen Pfosten zu Schleimer durch, der mit seinem Abschluss Riemann keine Abwehrchance ließ (45.).
Die Alemannia findet keine Antwort
Während sich die Kaiserstädter in der ersten Halbzeit noch aussichtsreiche Chancen erspielen konnten, fehlte ihren Angriffen nach dem Seitenwechsel zunehmend die Durchschlagskraft. Viele Vorstöße endeten spätestens an der letzten Verteidigungslinie der Hessen. Auf der anderen Seite profitierte der SVWW von einem Fehler im Aachener Spielaufbau. Nach einem Fehlpass machte sich Marcus Müller auf den Weg in den Sechzehner, wo er von Mehdi Loune zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gino Fechner zum 2:0 (51.).
Im letzten Drittel der Partie nahm Selimbegovic mehrere Wechsel vor. Meiko Wäschenbach, Fabio Torsiello und Louis Köster kamen neu in die Partie. Die einzige nennenswerte Chance auf den Anschlusstreffer hatte allerdings da Silva Kiala. Der Innenverteidiger prüfte Stritzel mit einem wuchtigen Distanzschuss aus rund 20 Metern, doch der Wiesbadener Schlussmann verhinderte mit einer starken Parade den Treffer (74.).
Der SV Wehen Wiesbaden stand weitgehend sicher und lauerte auf Umschaltsituationen. Nach einer Kopfballverlängerung von Moritz Flotho steckte Robin Kalem den Ball zu Massimo durch, der nur noch Riemann vor sich hatte. Im Duell mit dem Aachener Schlussmann behielt der Mittelfeldspieler die Oberhand und stellte mit dem 3:0 den Endstand her (77.).

