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Tauschen statt wegwerfen

Stadtbetrieb eröffnet neue Wunderkiste

Ob Gesellschaftsspiele, Haushaltselektronik, edle Gläser oder Vasen: Auf rustikalen Holzbrettern präsentiert sich eine vielseitige Auswahl an Fundstücken. Die weit geöffneten Türen des Holzhäuschens auf dem Recyclinghof Eilendorf laden Besucherinnen und Besucher dazu ein, nach Herzenslust zu stöbern und das ein oder andere neue Lieblingsstück kostenfrei mitzunehmen. Unter dem Leitspruch „Verschenken statt Wegwerfen“ bietet die „Wunderkiste“ einen Ort für gut erhaltene Gegenstände, die im heimischen Haushalt keine Verwendung mehr finden, anderen jedoch noch eine Freude bereiten können. 

Nach einer dreijährigen, sehr erfolgreichen Phase am Recyclinghof Eilendorf wurde die beliebte Wunderkiste nun erneuert. Ermöglicht wurde dies im Rahmen des Interreg-Projekts „E6“, welches durch das europäische Innovationsförderungsprogramm North West Europe kofinanziert wird. Das neue, nunmehr doppelt so große Holzhaus bietet ausreichend Platz, um die vielfältigen Fundstücke noch übersichtlicher und ansprechender zu präsentieren. „Die Wunderkiste lebt von der Partizipation“, sagt Entsorgungsingenieurin Anja Maul vom Aachener Stadtbetrieb, die das Projekt mitbetreut. „Fast täglich werden neue Gegenstände für die Wunderkiste abgegeben, manche davon sogar noch originalverpackt. Alle Beteiligten leisten damit einen wertvollen Beitrag zur Abfallvermeidung und verlängern den Lebenszyklus der Gegenstände spürbar. Speziell bei Elektrogeräten lässt sich auf diese Weise zudem die Entstehung von Elektroschrott wirksam reduzieren.“ Auch das steht im Zusammenhang mit dem Projekt „E6“, in dem Strukturen geschaffen werden, in denen ausgediente Elektrogeräte repariert und weitergenutzt werden können. Eröffnet wird die Wunderkiste im Rahmen der Circular Week Aachen, die vom Aachener Stadtbetrieb und dem städtischen Gebäudemanagement in Kooperation mit der IHK und dem Center for Circular Economy der RWTH organisiert wurde. 

Klare Spielregeln für ein faires Miteinander
Damit das Prinzip der Wunderkiste reibungslos funktioniert, gelten für die Nutzung der Wunderkiste einige Rahmenbedingungen:

Das darf hinein: Abgegeben werden dürfen ausschließlich gut erhaltene, intakte und saubere Alltagsgegenstände wie Geschirr, Töpfe, Dekorationsartikel, Blumentöpfe, Spielwaren sowie funktionsfähige Kleinelektronik.

Das bleibt draußen: Ausgeschlossen von der Abgabe sind unter anderem Bekleidung, Lebensmittel, Kosmetikprodukte, Großelektrogeräte sowie Bettwaren wie Matratzen, Kissen und Bettdecken.

Die Mitnahmeregeln: Privatpersonen dürfen Gegenstände für den Eigenbedarf aussuchen – und das auch ohne eine eigene Spende. Ein kommerzieller Weiterverkauf der Fundstücke ist streng untersagt. Um die Fairness zu wahren, ist die Mitnahme auf maximal fünf Einzelteile pro Person beschränkt; Ausnahmen gelten hierbei für zusammengehörende Sets wie Geschirr- oder Gläsergarnituren.

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