Aachen. Mit 0:3 (17:25, 11:25, 15:25) endet für die Ladies in Black Aachen das Eröffnungsspiel der neuen Saison gegen den Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin. Auch wenn das Ergebnis deutlich ausfällt, spiegelt es vor allem die beeindruckende Leistung der Gäste wider. Die Aachenerinnen stemmen sich mit viel Einsatz gegen die Schweriner Dominanz, finden an diesem Abend jedoch nur selten die passenden Lösungen. Ein Spiel, aus dem sich trotz der Niederlage wichtige Erkenntnisse für die kommenden Aufgaben mitnehmen lassen.
Große Erwartungen zum Saisonstart
Die Vorfreude auf den Saisonauftakt ist in der Neuköllner Straße spürbar. Beide Teams starten mit großen Ambitionen in die neue Spielzeit, und auch die Erinnerung an das letzte Aufeinandertreffen im März macht Hoffnung: Da behalten die Ladies in Black mit 3:1 die Oberhand.
Doch diesmal präsentiert sich der SSC Palmberg Schwerin von Beginn an bestens vorbereitet und setzt die Gastgeberinnen früh unter Druck.
Schwerin setzt sich konsequent durch
Schon im ersten Satz sorgen die neuen Regeln für einige interessante Szenen. Fünf der ab sofort erlaubten Deckenberührungen kommen zum Einsatz, von denen die Gäste mehrfach profitieren. Auch zwei sogenannte „Power-Tipps“ werden aus dem Spiel genommen – einer auf jeder Seite. Fortan sind präzise gelegte Bälle oder konsequente Angriffe gefragt. Zudem kommt die neu eingeführte Challenge zum Einsatz, die ab dieser Saison in jedem Spiel der Dekra 1. Volleyball Bundesliga Frauen zur Verfügung steht.
Sportlich setzt sich Schwerin allerdings bereits zur Satzmitte zunehmend ab. Bei 10:16 nutzt Aachens Trainerin Mareike Hindriksen bereits beide Auszeiten, um ihrem Team neue Impulse zu geben. Trotz aller Bemühungen geht der erste Durchgang mit 17:25 an die Gäste.
Auch in den folgenden Sätzen zeigt sich, warum Schwerin zu den Topteams der Liga zählt. In nahezu allen Spielelementen agieren die Gäste äußerst druckvoll und konsequent. Besonders der Block erweist sich als entscheidender Faktor: Selbst gut vorbereitete Angriffe der Aachenerinnen finden immer wieder ihren Meister am Netz. Die Schweriner Defensive macht es den Ladies in Black schwer, ihre offensiven Qualitäten wie gewohnt zur Geltung zu bringen.
Die Aachenerinnen halten dagegen und suchen weiter nach Lösungen, doch Schwerin lässt sich an diesem Abend kaum aus dem Konzept bringen. So gehen auch die beiden folgenden Sätze mit 11:25 und 15:25 an den Rekordmeister.
Schweriner Angriffsqualität gibt den Ausschlag
Aufseiten der Gäste ragen insbesondere die beiden Außenangreiferinnen Kapitänin Anne Hölzig und die spätere MVP Helena Kok sowie Diagonalangreiferin Devyn Robinson heraus. Robinson steuert allein 13 Punkte bei und stellt die Aachener Abwehr immer wieder vor große Herausforderungen.
Die Wahl der wertvollsten Spielerin auf Aachener Seite fällt angesichts der klaren Schweriner Überlegenheit nicht leicht. Umso deutlicher wird an diesem Abend, wie geschlossen und auf hohem Niveau der SSC auftritt. Die Auszeichnung auf Schweriner Seite geht an Hanna Freynfeldova.
Blick nach vorn: Die nächsten Aufgaben warten bereits
Viel Zeit zum Grübeln bleibt den Ladies in Black nicht. Trainerin Mareike Hindriksen analysiert die Partie gemeinsam mit ihrem Team, zieht die richtigen Schlüsse und richtet den Blick schnell wieder nach vorn.
Bereits am Mittwoch wartet mit dem Auswärtsspiel in Wiesbaden die nächste Herausforderung. Und auch danach geht es hochkarätig weiter: Am kommenden Samstag um 18:30 Uhr empfangen die Ladies in Black in der heimischen Neuköllner Straße mit dem Dresdner SC direkt den nächsten Vertreter der „großen Vier“.
Die Saison beginnt gerade erst. Jetzt gilt es, die Erkenntnisse aus dem Auftakt mitzunehmen, weiter als Team zusammenzuwachsen und vor heimischem Publikum die nächste Chance zu nutzen.
Text: Ladies in Black Aachen // André Schnitker
Foto: Ladies in Black Aachen // Andreas Steindl

