StartAachenIn Unterzahl Punkt erkämpft

In Unterzahl Punkt erkämpft

Alemannia mit Remis bei Fortuna Köln

Alemannia Aachen und Fortuna Köln trennen sich am 2. Spieltag mit 1:1. Bei der Partie mit hochsommerlichen und drückenden Temperaturen erwischten die Schwarz-Gelben den besseren Start und gingen nach einem Strafstoß durch Mehdi Loune in Führung (11.). Wenig später flog der Torschütze nach zwei Foulspielen innerhalb von zwei Minuten mit Gelb-Rot vom Platz (23.). Die Alemannia stemmte sich lange Zeit gegen den möglichen Ausgleich, musste diesen dann aber doch im Laufe der 2. Halbzeit durch Romeo Aigbekaen (60.) hinnehmen.

Mersad Selimbegovic veränderte seine Startelf im Vergleich zum 4:1 gegen den SC Verl auf zwei Positionen. Für Matti Wagner und Danilo Wiebe starten Georg Ermolaev sowie Louis Köster. Es entwickelte sich zu Beginn das zu erwartende Spiel. Während die Kölner defensiv standen, ließ die Alemannia den Ball durch die eigenen Reihen laufen und wurde früh belohnt. Nach einem Eckball wurde Mika Schroers von Aigbekaen zu Fall gebracht. Schiedsrichter Davina Lutz entschied in der Folge auf Strafstoß, den Loune sicher verwandelte (11.). Die Hausherren endeten daraufhin ihre Spielweise und attackierten die Alemannia früher in ihrem Aufbauspiel.

Leider dezimierten sich die Kaiserstädter in der Folge selbst. Nach zwei Foulspielen innerhalb kurzer Zeit wurde Loune mit Gelb-Rot vom Platz geschickt (23.). Das Spiel veränderte nun endgültig sein Gesicht. Während die Alemannia bei hochsommerlichen Temperaturen mit einem Mann weniger verteidigen musste, verzeichneten die Fortunen nun mehr Ballbesitz für sich und drückten auf den Ausgleich. Die Alemannia nahm den Kampf sofort an und warf sich leidenschaftlich in jeden Zweikampf. Vor allem Joel da Silva Kiala verzeichnete ein gewonnenes Duell nach dem anderen. Dennoch kamen die Hausherren zu ihren Chancen – vor allem nach Flanken. So kam nach einer Halbfeldflanke Enzo Wirtz per Kopf zum Abschluss, doch der Versuch ging rechts am Aachener Tor vorbei (33.). Wenig später stand wieder Schiedsrichterin Lutz im Mittelpunkt. Sowohl nach einem Stempler gegen Faton Ademi sowie nach einem taktischen Foul an Ademi ließ sie die Karte stecken. Die Alemannia zeigte zu weiten Teilen des Spiels aber, dass sie auch in Unterzahl ballsicher agieren. Nachdem die erste Pressinglinie der Fortuna überspielt worden war, hatte der aufgerückte Joel da Silva Kiala viel Platz im Mittelfeld. Er nutzte diesen um bis zum Strafraum zu kommen und zog dort trocken ab. Sein Flachschuss verpasste das Tor allerdings um einen Meter (40.). Es war die letzte nennenswerte Aktion der ersten Halbzeit – so ging es mit der knappen aber hart erkämpften Führung in die Kabine.

Fortuna Köln kommt zum Ausgleich

Für die Alemannia galt es in der zweiten Halbzeit erneut, an die Leistungsgrenze zu gehen, was die Spieler konsequent durchführten. Nichtdestotrotz war die Überzahl der Kölner bei den drückenden Temperaturen immer mehr spürbar. Wenige gespielte Minuten in der 2. Halbzeit waren absolviert, als Wirtz zu einer der größten Chancen des Spiels kam. Eine Flanke rutschte zum Offensivspieler durch. Frei vor Stefan Bajic traf er den Ball aber nicht, weswegen die Kugel links am Kasten vorbei ging (51.). Die Fortuna erspielte sich nun mehr Chancen als im ersten Durchgang. Zunächst musste Mika Hanraths zwei Mal im Strafraum klären (54.), ehe ein Kopfball von Aigbekaen am Tor vorbei flog (58.).

Den nächsten Angriff der Kölner konnten die Kaiserstädter aber nicht mehr verteidigen. Daniel Starodid versuchte einen Durchbruchsversuch auf der linken Seite noch zu klären, doch er rutschte bei seinem Befreiungsschlag weg. So kam der Ball schlussendlich zu Aigbekaen, der von der Strafraumgrenze aus platziert unten rechts verwandelte – Bajic im Tor der Alemannia hatte keine Abwehrchance (60.).

Die Alemannia stemmt sich gegen die Kölner Angriffsbemühungen

Die Fortuna versuchte, das Spiel nun endgültig auf ihre Seite zu ziehen. Die Alemannia agierte aber weiter leidenschaftlich in der Defensive. Drei größere Chancen mussten die Kaiserstädter aber dennoch überstehen. Zunächst blockte Hanraths einen gefährlichen Schuss von Bennit Bröger, ehe Jonas Michelbrink den Abpraller festmachte, aber über das Tor schoss (77.). Wenige Minuten später schlenzte der ehemalige Alemanne Rafael Garcia das Leder knapp am linken Pfosten vorbei (84.). Der eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui hatte kurz vor Ende der regulären Spielzeit die größte Chance des Spiels für die Hausherren. Nach einem Freistoß kam er wenige Meter vor Bajic zum Kopfball, doch der Aachener Torhüter reagierte stark und parierte den Kopfball (86.).

In der Nachspielzeit sicherten sich die Aachener links neben dem Kölner Sechzehner nach einem Foulspiel an Lukas Scepanik einen Freistoß. Es hätte der Lucky Punch werden können, doch Ademi setzte seinen Kopfball knapp am rechten Pfosten vorbei (90.+1). So blieb es am Ende beim 1:1, das sich die Alemannia mit einem leidenschaftlichen Kampf in Unterzahl verdiente.

Bereits in der kommenden Woche gastieren die Kaiserstädter erneut in der Kölner Südstadt. Dann treffen sie in der ersten Runde des Bitburger Pokals auf den Bezirksligisten FC Rheinsüd.

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