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Fr.. 6 März. 2026
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Stabiler, aber noch ohne die Erfolgserlebnisse

Der FC Erzgebirge Aue im Gegnercheck

Das letzte Spiel von zwei aufeinander folgenden Englischen Wochen führt die Alemannia nach Sachsen. Dort treffen die Kaiserstädter am Samstag, 6.3. um 14 Uhr auf den FC Erzgebirge Aue. Wir haben den kommenden Gegner der Alemannia vorab unter die Lupe genommen.

Am gestrigen 4. März feierte Erzgebirge Aue sein 80. Vereinsjubiläum. Ein großer Tag im Erzgebirge. Das Jubiläum steht beim Kumpelklub unter dem passenden und auch durchaus kreativen Motto „SchachtZig“. Es scheint aber so, dass in dieser Saison die Lichter im Schacht ausgehen könnten. Der FCE steht mit 24 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz und hat bereits acht Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. Anders sah dies noch im letzten Jahr aus. Da hatten sie zu diesem Zeitpunkt 16 Punkte mehr auf dem Konto. Einzig der 1. FC Saarbrücken hat einen noch schlechteren Vergleich zur vorherigen Saison.

Nachdem die Mannschaft des damaligen Trainers Jens Härtel nach einem 4:0-Sieg zum Jahresabschluss gegen Schweinfurt noch über dem Strich überwinterte, sollte dem Team an den Spieltagen 21 bis 23 der endgültige Sprung aus dem Keller gelingen. Gegen den SSV Ulm 1846, den TSV Havelse sowie den 1. FC Saarbrücken sprang jedoch nur ein einziger Punkt heraus.

In dieser Phase entschieden sich die Verantwortlichen in Aue dafür, dass ein neuer Impuls auf der Trainerposition von Nöten sei – sie installierten den früheren Trainer von Hannover 96 und Rot Weiss Essen, Christoph Dabrowski. Unter ihm holten die Lila-Weißen zunächst zwei Unentschieden. Fans und Würdenträger hatten die Hoffnung, dass nun eine kleine Serie gestartet werden könne, doch dem war nicht so. Es folgten drei Niederlagen am Stück gegen Cottbus, Osnabrück und 1860 München. So ist der FC Erzgebirge Aue als einzige Mannschaft in der 3. Liga noch ohne einen Sieg im neuen Jahr.

Problemzone im Erzgebirge – die Offensive

Nichtsdestotrotz muss festgehalten werden, dass der FCE seit der Installation von Dabrowski als neuen Cheftrainer deutlich gefestigter spielt. Sie zogen zwar noch nicht die Erfolgserlebnisse auf ihre Seite, doch sie machten es ihren Gegnern deutlich schwieriger. Vor allem gegen 1860 München hatten sie Chancen auf mehrere Tore und hätten zumindest einen Punkt aus der bayrischen Landeshauptstadt entführen können. Das große Manko in dieser Saison ist allerdings die Offensive der Veilchen.

Die Lila-Weißen haben bislang nämlich nur 30 Tore erzielt. Einzig der 1. FC Schweinfurt ist noch ungefährlicher vor dem gegnerischen Tor. Dies ist auch einer der Hauptgründe hierfür, dass der FC Erzgebirge Aue erst fünf Spiele in dieser Saison für sich entschieden hat. Dennoch ist bei den Veilchen in letzter Zeit ein Prozess zu erkennen. In den letzten vier Spielen trafen sie nämlich jedes Mal – gegen Viktoria Köln sogar doppelt.

Spieler im Fokus: Marcel Bär

Und einen ganz entscheidenden Anteil daran hat Marcel Bär. Der Stürmer steuerte in der Rückrunde bereits vier Treffer bei. Es ist keine Übertreibung, wenn man sagt, dass der FCE auf Bär angewiesen ist wie auf die Luft zum Atmen. Der 33-Jährige kam in der vergangenen Spielzeit für Aue auf ganze 17 Torbeteiligungen. Es hätten noch mehr sein können, doch er verletzte sich mit einem Achillessehnenriss in der Rückrunde schwer. Erst gegen Ende der Hinrunde feierte er sein Comeback auf dem Rasen und fehlte seinem Verein davor schmerzlich.

Der gebürtige Gifhorner hilft der Mannschaft auch mit seiner Erfahrung. Er kennt die 3. Liga mit insgesamt 264 Einsätzen bestens. In diesen kommt er auf 83 Treffer und krönte sich in der Saison 2021/22 sogar beim TSV 1860 München zum Torschützenkönig. Seit 2023 schnürt er seine Fußballschuhe nun für die Veilchen. Und selbst wenn das Licht im Schacht gerade zu verlöschen droht, wird Bär alles daransetzen, den Verein mit seinen Aktionen vor dem gegnerischen Tor doch noch vor dem Abstieg zu bewahren.

Blick in der Historie: Volleytor entscheidet Spiel

Das erste Auswärtsspiel gegen Erzgebirge Aue in der Saison 2003/04 brachte zugleich den bislang letzten Auswärtssieg gegen die Veilchen. Bereits in der ersten Minute setzte Alemannia durch Erik Meijer einen ersten Warnschuss, doch in der Folge übernahm Aue zunehmend die Kontrolle über das Spiel. Klare Torchancen blieben aber aus. Nach 28 Minuten fiel schließlich das Tor des Tages: Eine missglückte Kopfballabwehr von Mike Barten landete bei Cristian Fiel, der den Ball per Volley zur 1:0-Führung einnetzte. Die Veilchen waren geschockt, während Aachen immer mehr Spielkontrolle gewann. Kurz vor der Pause hatte Emmanuel Kontiris noch mehrfach gute Gelegenheiten, die Führung auszubauen, doch er konnte keine für sich ausnutzen.

Nach dem Seitenwechsel drängte Aue immer mehr auf dem Ausgleich und kam durch Skerdilaid Curri zu einer guten Chance. Doch Torwart Stephan Straub verhinderte den Gegentreffer. Die Alemannia beruhigte in der Folge das Spiel und verteidigte die Führung souverän. Am Ende stand ein 1:0-Auswärtssieg auf der Anzeigetafel.

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