Am Mittwochabend geht es für die Alemannia darum, sich weiter von den Abstiegsplätzen zu distanzieren. Dies soll durch einen Sieg gegen den 1. FC Schweinfurt 05 gelingen. Allerdings dann ohne Cheftrainer Mersad Selimbegovic an der Seitenlinie.
Grund hierfür ist die Rote Karte, die der Aachener Trainer in der Halbzeitpause des vergangenen Spiels bei Waldhof Mannheim gesehen hat. Ab 30 Minuten vor Anpfiff und bis 30 Minuten nach Abpfiff darf er nun im kommenden Spiel keinen Kontakt zur Mannschaft haben. Diesen wird dagegen Co-Trainer Ilyas Trenz haben. Er wird Mersad Selimbegovic im kommenden Spiel ersetzen. „Ich vertraue der Mannschaft und dem Trainerteam komplett, dass sie das Spiel ziehen werden. Es wird ein kompliziertes Spiel – ein Spiel, bei dem wir viel Geduld brauchen werden.
Auch im Hinspiel brauchten die Kaiserstädter viel Geduld, ehe sie sich gegen Schweinfurt durchsetzen konnten. Ein lupenreiner Hattrick von Mika Schroers brachte die Alemannia damals nach dem Pausentee auf die Siegerstraße.
Selimbegovic warnt davor, den Gegner zu unterschätzen
Mit Blick auf die letzten Ergebnisse in der 3. Liga, bei denen sich der TSV Havelse einen Punkt in Duisburg erkämpft hat oder Schweinfurt 2:2 gegen Saarbrücken gespielt hat, warnt Selimbegovic zurecht: „Es gibt keine leichten Gegner. Man kann nicht erwarten, dass man in der 3. Liga auf Gegner trifft, bei denen nach 20 Minuten schon klar ist, dass man das Spiel gewinnen werde.“
Schweinfurt sei eine intakte Mannschaft, die nichts zu verlieren habe. Mit Jermaine Jones haben sie einen neuen Trainer installiert, der für frische Impulse sorge. Nicht unterschätzen dürfe man auch die Wirkung des Tivolis auf fremde Mannschaften. Viele Spieler freuen sich darauf, wenn sie unter Flutlicht in einem so großen Stadion auflaufen dürfen. Selimbegovic warnt daher erneut: „Wir müssen geduldig und hochkonzentriert sein.“ Der Alemannia-Trainer geht aus diesen Gründen nicht davon aus, dass sich Schweinfurt nur hinten reinstellen werde.
Wichtig sei deswegen, dass die Mannschaft leidenschaftlich verteidige. Dies gelte für jede einzelne Situation während des Spiels und nicht nur für die letzte Reihe der Aachener. Jeder auf dem Platz müsse sich reinwerfen.
Personalsituation und Rahmenbedingungen
Das Trainerteam der Schwarz-Gelben wird ein wenig improvisieren müssen. Mit Gianluca Gaudino und Mehdi Loune fehlen zwei Spieler aufgrund einer Gelbsperre. Lukas Scepanik wird aufgrund eines Muskelfaserrisses noch die nächsten Wochen ausfallen. Gideon Jung und Fotios Pseftis sind aufgrund ihrer Blessuren noch fraglich für das kommende Spiel. Jeremias Lorch hat seine Erkältung wiederum überstanden und nimmt wieder am Mannschaftstraining teil. Mika Hanraths sollte in dieses ebenfalls bald einsteigen können. Ein Rückkehrer in die Mannschaft ist Faton Ademi. Das Eigengewächs steht nach dem Absitzen seiner Sperre wieder zur Verfügung.
Am Spieltag selbst wird mit knapp 20.000 Fans auf dem Tivoli gerechnet – darunter 150 aus Schweinfurt. Wer nicht im Stadion sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia Livestream oder bei MagentaSport.
Bislang gab es noch nicht viele Aufeinandertreffen zwischen der Alemannia und Schweinfurt. In zwei Spielen setzten sich bislang die Kaiserstädter durch – in einem die „Schnüdel“. Die letzte Begegnung in Unterfanken hielt mit einem 5:1-Sieg den bislang höchsten Sieg der Schwarz-Gelben in dieser Drittligasaison parat.
Schiedsrichter Felix Grund leitet die Partie. Unterstützt wird er hierbei durch seine beiden Assistenten an der Linie – Lennart Wolff und Jonas Krzyzanowski. Vierter Offizieller ist Jonah Besong.

