Mechernich-Kommern – Ein bedeutender Schritt für die Einsatzfähigkeit des Löschzugs Kommern der Freiwilligen Feuerwehr Mechernich ist getan: Mitte Januar wurde ein neues Tanklöschfahrzeug TLF 3000 am Gerätehaus in Kommern in Empfang genommen. Rund 45 Kameradinnen und Kameraden waren dabei, als das lang erwartete Einsatzfahrzeug eintraf.
Bei Bratwurst und Getränken nutzten die Feuerwehrleute die Gelegenheit, das neue Fahrzeug aus nächster Nähe zu begutachten, sich über die umfangreiche Ausstattung auszutauschen und die moderne Technik kennenzulernen. Die Freude war deutlich spürbar.
Das neue TLF 3000 ist für eine Gruppenbesatzung (Einheitsführung plus acht weitere Einsatzkräfte) ausgelegt und verfügt über einen 2.800-Liter-Wassertank sowie einen 150-Liter-Schaummitteltank. Als Fahrgestell dient ein 16-Tonnen-Fahrzeug mit 320 PS, ausgestattet mit einem Allison-Automatikgetriebe, das insbesondere Maschinisten den Einsatzbetrieb erleichtert.
Zur Grundausstattung gehört eine Feuerlöschkreiselpumpe FPN 10-2000, die bis zu 2.000 Liter Wasser pro Minute bei 10 bar fördern kann. Ein auf dem Fahrzeugdach montierter Wasserwerfer erlaubt ebenfalls eine Abgabe von bis zu 2.000 Litern pro Minute und kann sowohl vom Fahrerstand aus als auch direkt am Dach bedient werden.
Ergänzt wird die Ausstattung unter anderem durch einen formstabilen Schnellangriff, einen 14-kVA-Stromerzeuger, eine leistungsstarke LED-Umfeldbeleuchtung, zwei große Tauchpumpen, mehrere Leitern sowie einen Lichtmast zur großflächigen Ausleuchtung von Einsatzstellen.
Sonderausstattung
Darüber hinaus verfügt das TLF 3000 über eine erweiterte Sonderausstattung, die ein breites Einsatzspektrum abdeckt. Dazu zählen unter anderem ein ZiehFix-Türöffnungssatz, Geräte für einfache technische Hilfeleistungen sowie ein variabel nutzbarer Geräteschlitten. Dieser ist standardmäßig mit zwölf tragbaren Feuerlöschern bestückt, kann bei Bedarf jedoch auch für den Transport des hydraulischen Rettungssatzes genutzt werden.
„Besonders hervorzuheben ist die Pump-&-Roll-Fähigkeit des Fahrzeugs, die ein Löschen während der Fahrt ermöglicht – ein entscheidender Vorteil bei Vegetations- und Flächenbränden“, so Feuerwehrsprecher Alexander Kloster: „Für die Wald- und Vegetationsbrandbekämpfung ist zusätzliche Spezialausrüstung auf dem Dach montiert, darunter Löschrucksäcke, D-Schläuche, Handwerkzeuge und spezielle Löschdüsen.“
Weitere Ausstattungsmerkmale sind ein Sprühbalken mit integrierten Löschdüsen, ein zusätzlicher C-Abgang an der Fahrzeugfront, Messgeräte zur Überprüfung der Spannungsfreiheit sowie Material für Kamin- und Schornsteinbrände. Ein wasserbetriebener, explosionsgeschützter Lüfter kann sowohl zur Ventilation als auch zur Erzeugung von Wassernebel oder Leichtschaum eingesetzt werden.
Nach Angaben von Marco Heimbach, dem stellvertretenden Löschzugführer des Löschzugs Kommern, wird das neue TLF 3000 als zweitausrückendes Fahrzeug eingesetzt, während das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) Erstangriffsfahrzeug bleibt. „Durch die umfangreiche Ausstattung und die große Wassermenge ist das TLF insbesondere bei Brandeinsätzen von hoher Bedeutung und auch autark einsetzbar“, so Heimbach.
Einweisungen folgen
Gegenüber dem bisherigen LF 20 aus dem Baujahr 2001 biete das neue Fahrzeug deutliche Vorteile, insbesondere bei der Vegetations- und Waldbrandbekämpfung, bei der taktischen Flexibilität sowie durch das Automatikgetriebe eine spürbare Entlastung im Einsatzalltag. In den kommenden zwei Wochen sind umfassende Einweisungen vorgesehen, bevor das TLF 3000 in den Regelbetrieb übernommen wird. Das bisherige Löschfahrzeug soll künftig als Reservefahrzeug für das Stadtgebiet am Gerätehaus Mechernich stationiert werden.
Zum Abschluss dankten die Löschzugführung und die Mannschaft des Löschzugs Kommern der Stadt Mechernich, dem Technikverantwortlichen der Feuerwehr, Thomas Wolff, sowie der Firma WISS für die professionelle und reibungslose Zusammenarbeit bei Beschaffung und Umsetzung des neuen Einsatzfahrzeugs.

