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Fr.. 20 Feb.. 2026
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„Wir haben noch nichts erreicht“

Alemannia Aachen vor dem Heimspiel gegen den SC Verl

Englische Wochen, Topgegner, Heimspiel: Am Samstag um 14:00 Uhr empfängt die Alemannia den Tabellenzweiten – den SC Verl – auf dem Tivoli. Für die Schwarz-Gelben ist es der Auftakt in intensive Wochen mit gleich sechs Spielen binnen 14 Tagen.

Nach dem Auswärtsspiel in Ulm kehrte die Mannschaft mit einem guten Gefühl, aber klarem Fokus zurück. Die Serie von vier Spielen ohne Niederlage unterstreicht die positive Entwicklung der vergangenen Wochen. „Wir haben noch nichts erreicht“, ordnet Alemannia-Trainer Mersad Selimbegovic dennoch ein – nicht als Mahnung, sondern als Ansporn. Gerade mit Blick auf das anstehende Programm gehe es nun darum, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen und die sichtbaren Fortschritte weiter zu festigen.

Aus der Partie in Ulm zog das Trainerteam wichtige Erkenntnisse. Mit der Anfangsphase war man nicht einverstanden, erst nach rund 20 Minuten kam die Alemannia in die Begegnung hinein. „Dann war es unser Spiel“, resultierte Selimbegovic. Genau hier setzt er an: Von Beginn an mutig auftreten, an die eigenen Stärken glauben und Kleinigkeiten verbessern.

Auch in der Defensive sieht der Aachener Übungsleiter Fortschritte: Das Anlaufverhalten sei abgestimmter, die Abstände stimmen besser. Selbst wenn der Gegner Linien überspielt, gelingt es häufiger, Situationen noch zu klären. „Diese Kleinigkeiten sieht man nicht immer, aber sie sind extrem wichtig.“ Gleichzeitig müsse man die Gegentore nach Standards konsequent abstellen – „dann wird es richtig Spaß machen“.

Der SC Verl – ein harter Gegner

Mit dem SC Verl wartet jetzt eine Mannschaft, die seit Jahren einer klaren Idee folgt. Von außen wirke ihr Spiel oft simpel, doch genau darin liege die Qualität. Scouting, Kaderstruktur und Spielweise greifen ineinander. „Was sich Verl erarbeitet hat, ist grandios“, lobt Selimbegovic. Das ruhige Umfeld helfe dem Verein, seinen Weg konsequent zu gehen. In ihrer Entwicklung vergleicht der Alemannia-Coach die Ostwestfalen mit dem Bundesligisten 1. FC Heidenheim. Harte Arbeit, Kontinuität und viel Herzblut prägen den Sportclub.

Für die Alemannia wird es daher entscheidend sein, kompakt zu verteidigen und geduldig zu bleiben. Verl lässt den Ball laufen und bestraft Nachlässigkeiten eiskalt. „Wir dürfen nicht die Geduld verlieren“, mahnt der Trainer.

Denn trotz der positiven Tendenz sieht Selimbegovic seine Mannschaft noch nicht am Ziel. „Zum Klassenerhalt fehlt aus meiner Sicht noch einiges.“ Entscheidend sei, die Entwicklung über Monate zu bestätigen und die „billigen Gegentore“ abzustellen. Ziel bleibe es, den Abstand auf die Abstiegsplätze so schnell wie möglich weiter zu vergrößern.

Auch die Neuzugänge rücken zunehmend in den Fokus. „Sie sind sehr nah dran“, betont Selimbegovic. Gerade in Englischen Wochen seien Impulse von außen enorm wichtig – nicht zuletzt, weil einige Spieler bei vier Gelben Karten stehen. Auch Selimbegovic steht mit bereits drei Gelben karten kurz vor einer Sperre.

 Personalsituation und Rahmenbedingungen

Danilo Wiebe ist nach seiner Verletzung am Schienbein aller Voraussicht nach wieder eine Option für das kommende Spiel. Nils Winter und Felix Meyer mussten aufgrund von Rückenproblemen ein wenig kürzertreten, werden aber auch gegen Verl eine Option sein. Lamar Yarbrough war zwar erkältet, hat diese aber mittlerweile überwunden – im Gegensatz zu Mersad Selimbegovic. Lukas Scepanik wird dagegen nicht zum Einsatz kommen können. Die Alemannia muss noch die medizinischen Untersuchungen abwarten, in denen herausgefunden werden soll, ob es sich um eine Zerrung oder einen Faserriss handele. So oder so muss der Schienenspieler zunächst pausieren.  

Am Spieltag selbst wird mit knapp 20.00 Fans auf dem Tivoli gerechnet – darunter 150 aus Verl. Wer nicht im Stadion sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia Livestream oder bei MagentaSport.

Die Alemannia ist in 26 Partien auf den SC Verl getroffen. Die Bilanz ist dabei fast ausgeglichen: Die Schwarz-Gelben waren neun Mal erfolgreich. Weitere neun Spiele endeten in einer Punkteteilung. Der Sportclub setzte sich in acht Begegnungen durch.

Mit Deniz Aytekin schickt der DFB einen seiner erfahrensten Schiedsrichter, um das Spiel zu leiten. Unterstützt wird der 47-Jährige an den Seiten von den beiden Linienrichtern Christian Leicher und Markus Schüller. Vierter Offizieller ist Kristijan Rajkovski.

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