Nach neun Monaten Bauzeit ist die Sanierung der Stützmauer am Ufer des Abteigartens in Kornelimünster nahezu abgeschlossen. Zuletzt waren noch Steinwalzen am Mauerfuß im Bachbett als Kolkschutz eingebaut worden. Sie schützen das Mauerwerk zusätzlich im Anprallbereichs des Wassers. Nun muss nur noch das Geländer an der östlichen Ufermauer montiert werden.
Bei der Bauwerkshauptprüfung in den Jahren 2019 und 2022 waren verschiedene Schäden in den Stützwänden festgestellt worden: Risse, rissige und offene Fugen, fehlende Steine, Hohlstellen, Ausbauchungen, Unterspülungen oder fehlender Kolkschutz. Auch die Absturzsicherungen, die auf die Brüstung aufgesetzten Rohrgeländer, wiesen Schäden auf und entsprachen nicht mehr dem Stand der Technik.
Der Bereich Straßenunterhaltung und Brückenbau des Aachener Stadtbetriebs hat die Maßnahme koordiniert und die Sanierung überwacht. Die Sanierung der Inde-Stützwand wurde so ausgeführt, dass das charakteristische Erscheinungsbild und die ursprüngliche Natursteinansicht weitestgehend erhalten bleiben. Die Instandsetzungsarbeiten an den Ufermauern waren im Vorfeld durch die untere Wasserbehörde und den Wasserverband Eifel-Rur genehmigt worden.
„Es sind Brüstungen und Mauerkronen aus Naturstein von den Wandteilen abgebrochen und durch eine Stahlbetonabdeckung ersetzt worden“, erklärt Barbara Siodmok, Sachbearbeiterin im Bereich Brückenbau des Stadtbetriebs. „Alle Ansichtsflächen wurden gereinigt, instandgesetzt und neu verfugt. Nach dem Auskappen der Fugen ist eine Tiefenverfugung des gesamten Mauergefüges im Trockenspritzverfahren durchgeführt worden.“
Zu stark verwitterte oder bereits fehlende Steine mussten ausgetauscht oder ergänzt werden, sodass sich das Mauergefüge wieder als ungestört darstellt. Tiefere Hohllagen wurden mit einem Vergussbeton im Vorfeld vergossen und lokale Ausspülungen im Bereich der Mauergründung wurden unterfangen.
Damit an der Erdseite der Stützwand anfallendes Schichtenwasser nicht in das Mauergefüge eindringen und durch Frost die Mauerwerksfugen schädigen kann, wurden zur Entlastung Drainagebohrungen im Fußpunktbereich vorgenommen.
Alle Arbeiten zur Sanierung und Ertüchtigung der Mauer tragen zum Hochwasserschutz bei und machen die Ufermauer gleichermaßen zukunftsfähig.
Eine ähnliche Baustelle wird derzeit im Ortsteil Hahn umgesetzt; dort werden ebenfalls die Ufermauern instandgesetzt.

