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Sa.. 11 Apr.. 2026
StartAachenGrandioser und wichtiger Heimerfolg

Grandioser und wichtiger Heimerfolg

Alemannia verschafft sich weiter Luft und Abstand auf die Abstiegsränge - 8 Punkte auf Platz 17

Da ist der dritte Heimsieg der Saison! Dank einer geschlossenen Mannschaftsleistung schlägt Alemannia Aachen den Tabellenzweiten SC Verl mit 3:1. In der Anfangsphase überrumpeln die Schwarz-Gelben die Gäste und gehen durch die Treffer von Lars Gindorf (13.) und Mehdi Loune (18.) in Führung. Der SC Verl kam kurz vor dem Pausenpfiff durch Alessio Besio allerdings noch zum Anschlusstreffer (40.). In einem wilden zweiten Durchgang sorgte Loune mit seinem zweiten Treffer für die Entscheidung (65.). Fynn Otto sah auf Seiten des Sportclubs noch die Rote Karte nach einer Notbremse (73.).

Alemannia-Trainer Mersad Selimbegovic veränderte seine Elf im Vergleich zum erfolgreichen Spiel in Ulm nur auf einer Position. Für den verletzten Lukas Scepanik rückte Matti Wagner in die Startformation. Und diese Elf begann stürmisch: Lars Gindorf hätte die Alemannia bereits früh in Führung bringen können, verpasste ein scharfes Zuspiel von Mika Schroers jedoch um Zentimeter (2.).

Die Gäste aus Verl fanden in den folgenden Minuten zwar zunehmend in ihr gewohntes Ballbesitzspiel, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Gindorf ließ vor dem Strafraum seine Bewacher stehen, umkurvte im Sechzehner einen weiteren Gegenspieler und verwandelte sicher ins linke untere Eck (13.). Die Aachener setzten weiter auf hohes Pressing und zwangen die Gäste immer wieder zu Ballverlusten – mit Erfolg: Fynn Otto vertändelte als letzter Mann den Ball gegen Mehdi Loune und Gindorf. Der Torschütze des ersten Treffers behielt die Übersicht und legte frei vor Verls Keeper Philipp Schulze quer auf Loune, der zum 2:0 einschob (18.).

Der SC Verl kommt vor der Pause noch zum Anschluss

Im direkten Gegenzug hätte Verl beinahe ausgeglichen. Nach einem hohen Zuspiel lief Julian Stark allein auf Fotios Pseftis zu, nahm jedoch Tempo aus der Aktion, sodass Marius Wegmann entscheidend stören konnte. Pseftis war zur Stelle und sicherte den Ball (20.).

Nach der Halbstundenmarke drückten die Gäste dann vehement auf den Anschlusstreffer. Alessio Besios Distanzhammer klatschte zunächst ans Lattenkreuz (38.), doch wenig später war es dann soweit: Nach einer Ecke bekam die Alemannia den Ball nicht entscheidend geklärt, Besio drückte ihn im Gewühl über die Linie (40.).

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Wieder war es Stark, der im Eins-gegen-Eins an Pseftis scheiterte. Der Ball gelangte erneut zu ihm in den Strafraum, doch sein wuchtiger Kopfball prallte gegen die Latte und sprang auf die Linie (54.).

Auf der Gegenseite erspielte sich die Alemannia ebenfalls eine Doppelchance: Schroers scheiterte aus spitzem Winkel an Schulze (58.), im Anschluss verzog Gindorf mit einem Volleyschuss nur knapp. Kurz darauf musste erneut Pseftis einen Schlenzer um den Pfosten lenken (60.).

Überragender Mehdi Loune lässt Alemannia jubeln

Nach diesem Chancenfestival auf beiden Seiten war es nur eine Frage der Zeit, wann das nächste Tor fallen sollte. Es war die Alemannia, die es erzielte und den Tivoli damit zum Beben brachte. Pierre Nadjombe hatte auf der rechten Seite Platz, marschierte tief in die Hälfte des Sportclubs und bediente vor dem Strafraum Loune. Der tanzte sich auf engstem Raum durch die Verler Abwehrreihe durch und vollendete kompromisslos (65.). Die Kaiserstädter hatten nun Oberwasser. Nach einer Balleroberung wurde Gindorf im Strafraum zu Fall gebracht. Einzig die vorherige Abseitsposition des Goalgetters rettete die Gäste vor dem Pfiff (69.).

Kurz darauf pfiff Schiedsrichter Deniz Aytekin aber eine andere Situation ab. Der Verler Innenverteidiger Fynn Otto hatte sich gegen Schroers verschätzt und wusste sich nur noch mit einem Foul zu helfen. Als letzter Mann sah er die Rote Karte (73.). Die Kaiserstädter wollten die Überzahl nutzen und drückten auf den vierten Treffer. Ein Treffer von Nadjombe wurde aufgrund einer Abseitsentscheidung jedoch zurückgenommen (79.). Direkt im Anschluss scheiterte Gindorf aus spitzem Winkel an der Parade von Schulze (80.).

Als hätte es nicht schon genug Handlungen in diesem Spiel gegeben, kam noch Manuel Riemann zu seinem ersten Einsatz auf dem Tivoli. Nach einem Foulspiel von Jonas Arweiler an Pseftis spielte der Torhüter noch für wenige Minuten weiter, musste dann aber ausgewechselt werden. Riemann selbst bekam in den letzten Minuten nicht mehr viel zu tun. Die Alemannia hielt den Sportclub in Überzahl nämlich vom eigenen Tor fern und feierte so einen insgesamt verdienten Heimsieg. Es ist das insgesamt fünfte Spiel in Serie für die Alemannia ohne Niederlage sowie der zweite Sieg in Folge.

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