StartAachenChancenlos und ernüchternd

Chancenlos und ernüchternd

Ein Nachmittag zum Vergessen - Alemannia unterliegt Viktoria Köln mit 2:5

Alemannia Aachen muss sich nach der Länderspielpause mit 2:5 gegen Viktoria Köln geschlagen geben. Für eine spielfreudige Kölner Mannschaft erzielten Yannick Tonye (11.), Lucas Wolf (20.), Tim Kloss (38.), David Otto (40.) sowie Niklas Castelle (58.) die Tore. Auf Seiten der Alemannia traf Lukas Scepanik zweimal (22. und 90.+5).

Die Länderspielpause brachte nur teilweise Entspannung im Aachener Lazarett. Zwar saß Kapitän Mika Hanraths wieder auf der Bank und auch Fabio Torsiello konnte wieder mitwirken. Dafür musste Cheftrainer Mersad Selimbegovic auf Gideon Jung und Jonas Oehmichen verzichten.

Es entwickelte sich ein schnelles Spiel, in dem die Kaiserstädter die erste große Chance für sich verbuchten. Nach einem Fehlpass der Kölner im Aufbauspiel eroberte Mehdi Loune den Ball. Sein Schuss im Sechzehner wurde zwar noch abgeblockt, doch der Abpraller landete bei Mika Schroers. Der Aachener Offensivspieler bekam den Ball allerdings nicht mehr im Tor unter, sondern schoss über die Latte (2.). In der Folge kamen die Gäste besser ins Spiel. Vor allem über die Seite von Yannick Tonye sorgten die Kölner immer wieder für Gefahr. Der Mittelfeldspieler war es schließlich auch, der für das erste Tor des Tages sorgte. Nach einer Flanke von Pascal Fallmann kam Tonye frei im Sechzehner zum Schuss und traf zur Kölner Führung (11.).

Die Kaiserstädter waren in der Folge um die direkte Antwort bemüht und hätten den Ausgleich erzielen können. Nach einer Flanke von Matti Wagner kam Mika Schroers zum Kopfball, doch Arne Schulz im Tor der Kölner packte sicher zu (13.). Kurz darauf war es erneut Schroers, der es diesmal aus der Distanz versuchte. Sein Schuss sauste allerdings knapp am rechten Pfosten vorbei (16.).

Vier weitere Tore in der ersten Halbzeit

Statt des Ausgleichs für die Alemannia fiel das zweite Tor für die Viktoria. Erneut konnte Fallmann in den Sechzehner flanken. Manuel Riemann kam aus seinem Tor, erreichte die Flanke aber nicht mehr. Taylan Duman war Nutznießer und legte den Ball per Kopf für Lucas Wolf auf, der nur noch einschieben musste (20.).

Dieses Mal gelang der Alemannia jedoch die direkte Antwort. Quasi mit Wiederanpfiff spielten die Kaiserstädter nach vorne und bekamen eine Ecke zugesprochen. Nach dieser erzielte Lukas Scepanik mit einer sehenswerten Direktabnahme vom Sechzehnereck den Anschlusstreffer (22.). Nun ging es hin und her. Die Alemannia wollte den Ausgleich erzielen, während auch die Kölner auf ihr drittes Tor drängten. Am Ende war es die Viktoria, die den nächsten Schlag setzte. Tim Kloss traf per Freistoß zum 1:3 (38.). Noch vor der Pause fiel ein weiteres Tor. Nach einer Flanke von Tobias Eisenhuth rutschte der Ball zu David Otto durch, der Riemann aus kurzer Distanz keine Abwehrchance ließ (40.).

Lukas Scepanik sorgt für den Schlusspunkt

Der zweite Durchgang konnte mit dem Tempo der ersten 45 Minuten nicht mehr mithalten. Die Alemannia hatte nun deutlich mehr Ballbesitz, doch Viktoria Köln erspielte sich weiterhin gute Chancen und traf ein weiteres Mal. Niklas Castelle eroberte vor dem Strafraum den Ball von Petros Bagkalianis und erhöhte auf 5:1 für die Gäste (58.).

Im Laufe der zweiten Halbzeit brachte Selimbegovic noch Ken Izekor sowie Daniel Starodid in die Partie. Vor allem Izekor kam zu guten Chancen. Zunächst scheiterte er nach einem schönen Solo an der starken Parade von Schulz (63.). Wenig später versuchte er es erneut, traf allerdings nur das Außennetz (66.). Auf beiden Seiten gab es weitere Gelegenheiten. Die größte Chance hatte in dieser Phase Daniel Starodid. Nach einem abgefälschten Schuss von Scepanik kam der Ball zum Offensivspieler, doch Schulz verhinderte per Fußabwehr den Einschlag (77.).

Den Schlusspunkt setzte Scepanik. Nach einem Fehlpass von Keeper Schulz kam er an den Ball und konnte – wie zuvor Castelle auf der anderen Seite – ins verwaiste Tor treffen (90.+5). Es war die letzte Aktion eines ernüchternden Nachmittags. Bereits am kommenden Mittwoch können es die Kaiserstädter im Auswärtsspiel beim SV Wehen Wiesbaden besser machen.

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