Die Stadt Aachen gehört zu den zehn digitalsten Großstädten Deutschlands. Im am Dienstag (8. September) veröffentlichten Smart City Index 2026 des Digitalverbands Bitkom erreicht Aachen mit 85,5 von 100 Punkten den 10. Platz. Deutschlandweit sind 83 Großstädte untersucht worden. Damit verbessert sich die Stadt gegenüber dem Vorjahr um sechs Plätze und schafft den Sprung in die Top 10 des bundesweiten Digitalrankings.
Das tolle Abschneiden freut Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons: „Aachen zeigt, dass Digitalisierung dann besonders erfolgreich ist, wenn sie nicht als einzelnes Projekt, sondern als Querschnittsaufgabe verstanden wird. Der Sprung in die Top 10 ist eine Anerkennung für die vielen Digitalisierungsprojekte, die in der Stadtverwaltung, bei der Infrastruktur und in der Mobilität gemeinsam mit Wissenschaft, Wirtschaft und Stadtgesellschaft umgesetzt werden.“
Besonders stark: Energie und Umwelt sowie Mobilität
Aachens herausragendes Ergebnis erzielt die Stadt in der Kategorie Energie und Umwelt. Mit 84,7 Punkten erreicht Aachen den 2. Platz bundesweit und verbessert sich damit gegenüber dem Vorjahr um 22 Plätze. Besonders stark bewertet werden unter anderem die intelligente Straßenbeleuchtung, die digitale Wärmeplanung und das Umweltmonitoring. Auf diesen Feldern erreicht Aachen jeweils 100 Punkte. Auch die Ladeinfrastruktur und der Anteil emissionsarmer Busse werden überdurchschnittlich bewertet. Das Ergebnis verdeutlicht, welche Bedeutung digitale Technologien inzwischen für eine nachhaltige Stadtentwicklung haben: Daten und digitale Infrastrukturen schaffen die Grundlage dafür, Energieverbräuche zu erfassen, Umweltentwicklungen zu beobachten und die kommunale Wärme- und Mobilitätswende datenbasiert voranzutreiben.
Auch bei der Mobilität gehört Aachen zur Spitzengruppe. Mit 94,0 Punkten belegt die Stadt Platz 7. Besonders gut bewertet wird neben dem digitalen Parken ebenfalls das smarte Verkehrsmanagement. In der Kategorie Verwaltung erreicht Aachen 89,9 Punkte und Platz 19. Besonders stark schneidet Aachen bei Payment, Online-Terminvergabe, Bevölkerungsanliegen und dem Serviceportal ab – in allen vier Bereichen erreicht die Stadt die volle Punktzahl. Entwicklungspotenzial gibt es noch im Bereich IT und Kommunikation. Hier erreicht Aachen 76,2 Punkte und Platz 49. Das Bild ist dabei differenziert: Aachen verfügt über eine sehr gute 5G-Versorgung mit 99,8 Punkten, erreicht beim Geoportal 100 Punkte und beim Open-Data-Portal 95 Punkte. Auch der Breitbandausbau wird mit 88,9 Punkten vergleichsweise gut bewertet. In anderen Bereichen wie z.B. dem Ausbau des Glasfasernetzes, gibt der Index gute Hinweise für zukünftige Aufgabenschwerpunkte der Digitalisierung.
Platz 10 ist Etappenziel – nicht Endpunkt
Mit dem Sprung in die Top 10 bestätigt Aachen seinen Anspruch als eine der führenden Digitalstädte Deutschlands. „Der zehnte Platz ist für uns ein großer Erfolg – aber kein Grund, uns zurückzulehnen. Der Smart City Index zeigt sehr konkret, wo Aachen bereits stark ist und wo wir weiterarbeiten müssen. Unser Ziel bleibt eine Digitalisierung, die im Alltag der Menschen einen konkreten Mehrwert schafft: in der Verwaltung, in der Mobilität, beim Klimaschutz, in der Bildung und bei der Teilhabe“, sagt Dr. Frank Dillmann, Leiter des Fachbereichs IT-Steuerung und digitale Verwaltung.
Der Smart City Index wird 2026 bereits zum achten Mal erhoben. Bitkom untersucht dabei die Digitalisierung deutscher Großstädte in den fünf Bereichen Verwaltung, IT und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität sowie Gesellschaft und Bildung. Grundlage sind in diesem Jahr 14.442 Datenpunkte, 39 Indikatoren und 174 Parameter. Gegenüber dem Vorjahr verbessert sich die Stadt um sechs Plätze auf Platz 10. Vor Aachen liegen Stuttgart, München, Hamburg, Nürnberg, Düsseldorf, Köln, Hannover, Bochum und Leipzig.
Weitere Informationen: Smart City Index 2026 – Bitkom

