In einem packenden und phasenweise wilden Spiel trennt sich Alemannia Aachen mit 2:2 vom TSV 1860 München. Lars Gindorf brachte die Schwarz-Gelben vom Elfmeterpunkt souverän in Führung (18.). Philipp Maier (22.) und Thore Jacobsen (54.) drehten die Partie zwischenzeitlich für die Gastgeber, ehe Mika Schroers mit einem Traumtor den 2:2-Endstand markierte (61.).
Im Vergleich zur Vorwoche kehrte Danilo Wiebe nach abgesessener Sperre zurück in die Startelf und ersetzte den gesperrten Joel da Silva Kiala. Ansonsten vertraute Cheftrainer Mersad Selimbegovic derselben Mannschaft, die zuletzt beim 3:2-Erfolg in Hoffenheim überzeugt hatte.
Die Kaiserstädter fanden gut in die Partie und machten früh deutlich, dass sie den zweiten Sieg in Folge anpeilten. Zunächst mussten sie jedoch einen Schreckmoment überstehen: Nach einem Zweikampf zwischen David Philipp und Marius Wegmann ging der Münchner Angreifer im Aachener Strafraum zu Boden, doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen (8.).
Lars Gindorf verwertet Strafstoß sicher
Auf der Gegenseite zeigte der Unparteiische wenig später auf den Punkt. Nach einem Ballverlust der Löwen schaltete die Alemannia schnell um. Mika Schroers wurde im Strafraum von Maier am Trikot zu Boden gezogen. Den fälligen Strafstoß verwandelte Gindorf gewohnt sicher zur Führung (18.). Beinahe hätte Schwarz-Gelb direkt nachgelegt, doch Gindorf wurde im letzten Moment noch am Abschluss gehindert (20.).
Nach einem Eckball kamen die Münchner jedoch zum Ausgleich. Maier, zuvor noch Verursacher des Elfmeters, kam im Strafraum frei zum Schuss. Gianluca Gaudino fälschte den Ball unhaltbar ab (22.). Trotz des Gegentreffers blieb die Alemannia die aktivere und spielbestimmende Mannschaft, klare Chancen ergaben sich zunächst jedoch nicht.
Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit wurde es wieder gefährlich. Eine Flanke köpfte Siemen Voet zu Schroers, der aus kurzer Distanz etwas überrascht zum Abschluss kam, das Tor jedoch verfehlte (38.). Kurz vor der Pause verhinderte Fotios Pseftis mit einer beherzten Aktion den Rückstand, als er sich dem heranstürmenden Philipp entgegenwarf und den Ball per Faust aus der Gefahrenzone klärte (45.). Tief in der Nachspielzeit stand dann Mehdi Loune im Mittelpunkt: Faton Ademi legte ihm den Ball perfekt auf, doch sein Schuss im Sechzehner wurde ausgerechnet von Gindorf abgeblockt, der unglücklich in der Schussbahn stand (45.+3).
Schroers egalisiert die Münchner Führung
Auch nach dem Seitenwechsel erwischte die Alemannia den besseren Start. Doch erneut schlugen die Gastgeber zu: Nach einem Foul von Pseftis an Patrick Hobsch entschied der Schiedsrichter auf Elfmeter. Thore Jacobsen verwandelte sicher zur Münchner Führung (54.).
Die Antwort der Schwarz-Gelben ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Mika Schroers fasste sich ein Herz und jagte den Ball aus rund 25 Metern unhaltbar in den linken Winkel – ein absolutes Traumtor zum 2:2 (61.). Nur eine Minute später bot sich der Alemannia die nächste große Gelegenheit. Ademi wurde im Strafraum freigespielt, setzte seinen Abschluss jedoch ans Außennetz (62.). In der Folge entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Die letzte dieser Chancen gehörte dem eingewechselten Sigurd Haugen, der sich stark gegen Wegmann durchsetzte. Doch der heraneilende Wiebe verhinderte mit einer wichtigen Rettungsaktion den möglichen Einschlag (78.).
Am Ende stand ein leistungsgerechtes Unentschieden auf der Anzeigetafel. Weiter geht es im Kampf um den Klassenerhalt in der kommenden Woche: Dann gastiert am Sonntag Rot-Weiss Essen zum Westschlager auf dem Tivoli.

