Auf die Alemannia wartet zum Start der Rückrunde ein besonderes Spiel – das erste Heimspiel seit dem 125-jährigen Geburtstag der Schwarz-Gelben. Wenn am Samstag um 16:30 Uhr der Anpfiff ertönt, wollen die Kaiserstädter ihren Fans einen Heimsieg schenken. Gemeinsam gilt es, alles für den Klassenerhalt zu geben.
Es geht wieder los in der 3. Liga. Nach einer kurzen Winterpause inklusive eines intensiven Trainingslagers im türkischen Belek, steht der Auftakt der Rückrunde bevor – der Gegner ist dann der VfL Osnabrück, welcher derzeit auf dem 6. Tabellenplatz rangiert. Groß motiviert werden müsse niemand für das Spiel, machte Cheftrainer Mersad Selimbegovic klar. “Es gibt 1000 Gründe für dieses Spiel motiviert zu sein. Es ist das erste Spiel nach der Pause, es ist ein Jubiläum und dazu kommt noch die sportliche Lage.” Die Alemannia hatte die Winterpause auf dem ersten Abstiegsplatz verbringen müssen. Im ersten Spiel der Rückrunde soll nun aber dafür gesorgt werden, dass die Kaiserstädter in der Tabelle wieder nach oben klettern.
Die Grundlage für einen erfolgreichen Start in die Rückrunde soll das Trainingslager in Belek gewesen sein. „Wir konnten in der Vorbereitung sehr gut arbeiten und hatten Top-Bedingungen. Deswegen hoffe ich, dass wir die Energie aus dem Trainingslager mitnehmen können, um gut in die Rückrunde zu starten“, erklärt Selimbegovic. Diese Energie sei in jeder bisherigen Trainingseinheit spürbar gewesen. Entscheidend seien nun jedoch die Erfolge auf dem Platz, auf denen dann weiter aufgebaut werden könne. Der Trainer hofft daher, dass seine Mannschaft am Samstag die Kulisse mitnimmt und die drei Punkte in Aachen behält.
Vor allem das Zusammensein als Mannschaft habe während der Vorbereitung eine große Rolle gespielt. „Es war für uns und das Team wichtig, dass wir so viel Zeit miteinander verbracht haben. Wir konnten uns Abläufe genauer anschauen und haben in den Testspielen gemerkt, dass diese immer besser funktionieren und sich Automatismen einstellen“, erklärte der Coach. Nach der Hinrunde gebe es in allen Bereichen Verbesserungspotenzial, das Team müsse sich weiterentwickeln – habe aber insbesondere im Zusammenhalt einen großen Schritt nach vorne gemacht. Als Beispiel nannte Selimbegovic eine Szene aus dem Testspiel gegen Jena, als nach einer kurz ausgeführten Ecke alle Spieler im Vollsprint den Rückweg antraten und gleich mehrere Akteure die Möglichkeit gehabt hätten, das taktische Foul zu ziehen.
„Müssen kratzen, beißen und jeden Punkt mitnehmen“
Gerade in der aktuellen Tabellensituation komme es nun darauf an, gemeinsam mit den Fans aus der schwierigen Lage herauszukommen. Gegen einen Gegner wie den VfL sei es zudem wichtig, von Beginn an präsent zu sein.
Die Gäste aus Osnabrück beschreibt Selimbegovic als sehr körperlich, diszipliniert und gut strukturiert. „Es ist unangenehm, gegen sie zu spielen. Sie haben eine gute Hinrunde gespielt und stehen zurecht dort, wo sie sind. Osnabrück ist in der Lage, jeden Verein in der Liga wehzutun.“ Umso wichtiger sei es für die Alemannia, gut ins Spiel zu kommen und im eigenen Stadion früh Akzente zu setzen. „Wir müssen zuhause auch mal in Führung gehen – dann ist es eine ganz andere Energie im Stadion.“
Für das erste Spiel nach der Winterpause erwartet der Trainer ein intensives Duell, in dem es von Beginn an zur Sache gehen wird. Körperlichkeit und Einsatz seien daher entscheidend. „Wir wissen, dass es eine harte Rückrunde wird. Wir müssen kratzen, beißen und jeden Punkt mitnehmen. Zusammen mit unseren Fans werden wir es schaffen.“
Personalsituation und Rahmenbedingungen
Fabio Torsiello und Mika Hanraths machen große Fortschritte auf ihrem Weg zum Comeback. Das kommende Spiel kommt für die beiden aber noch zu früh. Florian Heister, Lamar Yarbrough und Jeremias Lorch sind angeschlagen und können nicht mitwirken. Felix Meyer fehlt zudem aufgrund einer Gelbsperre. Mit dabei sind die beiden griechischen Neuzugänge Fotios Pseftis und Petros Bagkalianis. Gianluca Gaudino ist nach seiner hartnäckigen Erkältung auch wieder eine Alternative.
Bislang wurden 21.604 Tickets für das Jubiläumsspiel verkauft. Wir rechnen momentan mit knapp 24.000 Fans am Samstag – darunter 2.400 aus Osnabrück. Wer nicht im Stadion sein kann, hat wie gewohnt mehrere Möglichkeiten, die Partie live zu verfolgen: über den Alemannia-Liveticker, den 100,5 Alemannia Livestream oder bei MagentaSport.
Es handelt sich beim Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften um ein echtes Traditionsduell: 45 Mal hieß es bereits “Schwarz-Gelbe gegen Lila-Weiß” – zumeist mit dem besseren Ende für die Alemannia. In 21 Spielen setzten sich die Aachener durch. Elf Spiele endeten in einer Punkteteilung und 13 Mal ging der VfL als Sieger vom Platz. Schiedsrichter der Partie ist Timo Gansolweit. Unterstützt wird er an den Linien durch Mitja Stegemann und Tobias Severin. Vierter Offizieller ist Cengiz Kabalakli.

