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Platt lebt, Eifeler Mundartfestival auch

„Mir kalle Platt“ startet in die dritte Runde: Auftaktveranstaltung im Pingsdorfer Tanzsaal im Kommerner Freilichtmuseum

Mechernich – Von August bis November wird es in der Nordeifel wieder „heimatlich“, aber ohne angestaubte Folklore: Das Mundartfestival „Mir kalle Platt“ zeigt zum dritten Mal, wie vielfältig und lebendig die Regionalsprache sein kann – mit Musik, Literatur, Kabarett, Workshops und Familienprogrammen.

Das Eröffnungsprogramm am Donnerstag, 28. August, im Pingsdorfer Tanzsaal des LVR-Freilichtmuseums Kommern verspricht einen kraftvollen Auftakt: Bei „MundART im Rampenlicht“ treffen Kölschrocker Stephan Brings, „Wibbelstetz“-Frontmann Günter Hochgürtel, der wortgewandte „Eifel-Gängster“ Manni Lang und Slam-Poet Julius Esser aufeinander. Es wird gesungen, gelesen, erzählt – und vermutlich viel gelacht.

Neu ist in diesem Jahr ein Talente-Workshop mit Esser: „Loss me Platt maache!“ richtet sich an junge Leute, die eigene Texte, Lieder oder kleine Geschichten auf Platt entwickeln wollen. Ihr Auftritt in der Shedhalle der Tuchfabrik Müller wird nach absolviertem Workshop sicher ein Highlight.

Das weitere Programm reicht vom Kinderkonzert bis zur Hörspiel-Premiere, vom Kabarettabend „Et Lövve öss e Kabarett“ bis zum musikalischen Finale „Verzäll un Musick mött drei Jonge“ am 6. November in Schwerfen. Und wer die Eifeler Mundart erst lernen möchte, kann das bei einem fünfteiligen Crashkurs mit Manni Lang in Bad Münstereifel tun.

Alle Termine, Orte und Ticketinfos gibt es unter www.nordeifel-tourismus.de Einige Veranstaltungen sind kostenlos. Tickets unter www.ticket-regional.de/mirkalleplatt Das Mundartfestival wird gefördert vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Hauptsponsor ist die VR-Bank Nordeifel eG, weitere Unterstützung kommt vom Kreis Euskirchen.

Kein Auftritt wie der andere

„Kein Auftritt gleicht dem anderen – das Programm ist so vielfältig wie die Region selbst“, schreibt Gabi Schumacher, die Sachbearbeiterin im Bereich Kultur und Tourismus bei der Stadtverwaltung Mechernich: „Nach dem großen Paukenschlag zum Festivalstart geht es im Freilichtmuseum…..ie Programmverantwortliche bei der Stadtverwaltung Mechernich: „Nach dem großen Paukenschlag zum Festivalstart geht es im Freilichtmuseum weiter mit »Höck witt jekauch«. Um die Jugend anzusprechen lädt die Gemeinde Nettersheim zum »Klosterkonzert für de janz Famelisch« ein und die Gemeinde Blankheim bringt die »Pänz« ins Rampenlicht. Der Karneval darf bei Mundart natürlich nicht fehlen, freuen sie sich in Herhahn auf »Jeck op Platt«“.

Bei „Nöss knacke mött Köppche“ mit Eifelkenner Ronald Larmann und Troubadour Günter Hochgürtel in der urigen Kneipe Gier in Kall werden die Köpfe rauchen, aber auch beim Workshop und bei der Hörspielaufführung „Ne Hoof Jedöhns em Köhstall“ wird der eine oder andere im Kulturhof Vellbrück in Metternich zum Schwitzen kommen. Im Herzen der kerneuropäischen Zentralprovinz, in Hellenthal, heißt es „Et Lövve öss e Kabarett“.

„Keine Scheu –“, ergänzt Nordeifel-Tourismus-Chefin Iris Poth, „alle Veranstaltungen sind so konzipiert, dass auch Nicht-Platt-Sprecher auf ihre Kosten kommen. Unser besonderer Dank gilt den Kommunen, Vereinen und Akteuren vor Ort, die das Festival mit großen Engagement liebevoll mitgestalten.“ Die Initiative zur Förderung und Erhaltung der Eifeler Mundart ging von Günter Hochgürtel und Landrat Markus Ramers aus, Mundartexperte Manni Lang und Slam-Poet Julius Esser schlossen sich an.

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