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	<title>Mario Draghi Archive - Euregio Aktuell</title>
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	<description>Aktuelle Nachrichten aus der Euregio Aachen</description>
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	<title>Mario Draghi Archive - Euregio Aktuell</title>
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		<title>Mut zur Chancenergreifung</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2026 08:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D. Professor Mario Draghi wurde am heutigen Himmelfahrtstag, 14. Mai, nicht nur ein verdienter Politiker und waschechter Ökonom ausgezeichnet, sondern ein Visionär und Vordenker. Die wirtschaftliche Lage der Europäischen Union, die Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Sicherheit auf dem europäischen Kontinent – und die von Draghi [&#8230;]</p>
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<h6 class="wp-block-heading">Mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D. Professor Mario Draghi wurde am heutigen Himmelfahrtstag, 14. Mai, nicht nur ein verdienter Politiker und waschechter Ökonom ausgezeichnet, sondern ein Visionär und Vordenker. Die wirtschaftliche Lage der Europäischen Union, die Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Sicherheit auf dem europäischen Kontinent – und die von Draghi in seinem vielzitierten Draghi-Report geforderten Strategien – waren deshalb die entscheidenden Themen der Verleihung. Einig waren sich alle Redner in der Tatsache, dass es in dieser Zeit den Mut braucht, diese Situation als Chance für Europa zu sehen. Eine Chance, die nur in gemeinsamer Anstrengung über alle europäischen Länder hinweg zum Erfolg führen kann.</h6>



<p><strong>Mario Draghi: Der Europäische Binnenmarkt muss vervollständigt werden<br></strong>Zu Beginn seiner Rede zeigte sich der Karlspreisträger Professor Mario Draghi sehr bewegt. Er sei sehr geehrt von der Wärme und Gastfreundschaft der Aachenerinnen und Aachener und erfreut über die Gelegenheit, sich für das Lob und die Wertschätzung ihm gegenüber zu bedanken.</p>



<p>Dann zeigte Draghi in seinen weiteren Ausführungen, dass er der klare Analyst und schonungslose Mahner ist, den das Karlspreisdirektorium in diesem Jahr als Preisträger erwählt hat. Das, was Europa bevorstehe, sei sicher nicht einfach, der Druck von außen steige von Monat zu Monat. „Aber es ist auch ein Moment der Offenbarung. Die Kräfte, die uns prüfen, erreichen, was Jahrzehnte des Friedens nicht erreicht haben: Sie zwingen die Europäer anzuerkennen, was ihnen gemein ist und was sie bereit sind, gemeinsam aufzubauen“, sagte Draghi.</p>



<p>„Zum ersten Mal in unserer Erinnerung stehen wir wirklich alleine da. Europa reagiert auf diese neue Realität. Aber es reagiert in einem System, das nicht für Herausforderungen dieser Größenordnung erdacht wurde.“ Die Probleme der Vergangenheit würden Europa jetzt einholen: „Intern haben wir die Offenheit, die wir predigen, ignoriert. Wir haben den Binnenmarkt unvollendet gelassen, die Kapitalmärkte fragmentiert, Energiesystem unzureichend verbunden und große Teile der Volkswirtschaft sind eingezwängt zwischen Schichten um Schichten von Regulierung. Wir haben unseren Märkten die kontinentale Dimension verweigert, die sie zum Erfolg brauchten.“</p>



<p>Grenzüberschreitende Investitionen seien zu lange aufgeschoben worden, die Abhängigkeiten von amerikanischer und chinesischer Politik sei immens und es klaffe eine deutliche Lücke im Technologiesektor, die immer größer werde. Gerade die durch Künstliche Intelligenz vorangetriebene Transformation sei entscheidend. „Europa verfügt über die finanziellen Mittel, die Talente und das latente Energiepotenzial um bei dieser Transformation mithalten zu können. Aber Grenzen und Zwänge hindern uns daran, diese Güter in einem Umfang zu mobilisieren, den diese Zeit erfordert.“ Europa müsse einen Markt bieten, der groß und stark genug sei, um hier zu investieren. Ohne eigene Nachfrage könne Europa im Ausland keine glaubwürdige Haltung einnehmen. Innerhalb der derzeitigen Struktur des Binnenmarktes sei eine großangelegte Industriepolitik zum Scheitern verurteilt.</p>



<p><strong>Wegfall der USA als verlässlicher Partner als Chance für eigene Stärke<br></strong>Europa muss also verstärkt auf sich selbst sehen und vertrauen aber auch verlässliche Partnerschaften eingehen – auch mit den USA. „Doch der Partner, auf den wir uns verlassen, ist konfrontativer und unberechenbarer geworden“, sagte Draghi. Europa brauche zuallererst die Fähigkeit, entschlossener auf diese neue Situation zu reagieren, um die Partnerschaft wieder auf ein gleichberechtigteres Level zu heben. „Was uns wirklich zurückhält ist die Sicherheit. Ein Bündnis, bei dem Europa bei seiner Verteidigung von den Vereinigten Staaten abhängig ist, ist eines bei dem die Sicherheit auf allen Verhandlungen übergreifen kann: Auf Handel, Technologie, Industrie.“</p>



<p>Deshalb ist diese Haltung der USA nicht nur als Gefahr sondern als notwendiges Erwachen zu betrachten. Wenn die USA mehr eigenen Einsatz Europas bei der eigenen Verteidigung verlangten, dann müsse Europa auch mehr Autonomie bei Organisation der Verteidigung erlernen. So könne Europa mehr Stärke in seinen Handels- und Energiebeziehungen gewinnen. „Das muss die transatlantischen Beziehungen nicht schwächen. Im Gegenteil, es würde beide Partner auf festen Boden stellen“, erklärt Draghi. „Die Chance für Europa ist beachtlich.“</p>



<p>Die Europäische Union werde gezwungen, Entscheidungen zu treffen, denen sie lange aus dem Weg gegangen ist. Die schwierige Situation wird von Regierungen und Bürgern gleichermaßen verstanden. Ein Plan liege vor, in einigen Bereichen würden bereits Maßnahmen getroffen. Europa werde an Werte erinnert, die lange selbstverständlich schienen: Solidarität, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Schutz von Minderheiten – das Erbe des Nachkriegseuropas. Sie treten in den Vordergrund, weil sie auf die Probe gestellt werden.</p>



<p>Den Bürgern sei bereits klar, welchen Weg Europa einschlagen müsse. Sie wünschen sich größere Einigkeit im Handeln. Der Karlspreisträger spricht eine klare Forderung aus: „Die Regierungschefs wissen wo die Arbeit liegt und sie müssen nun entscheiden, ob sie bereit sind, Substanz vor Verfahren zu stellen. Wir sind an einem Punkt, an denen Entscheidung nicht mehr in institutionellen Rahmen bleiben können. Wir müssen dem Vertrauen unserer Bürger mit Mut begegnen.“</p>



<p><strong>Bundeskanzler Merz: Europa muss sich behaupten<br></strong>In seiner Laudatio hob Bundeskanzler Friedrich Merz noch einmal hervor, dass die Vita eines Mario Draghi für fünf Lebensläufe ausreichen würde. „Ich denke, Sie werden verstehen, dass seine Freunde ihn Super Mario nennen.“ Draghi habe sich um Europa verdient gemacht. „Sie haben sich in bedrohlicher Zeit um den Euro gekümmert, und Sie haben den Euro und die Währungszone stabilisiert– mit Mitteln, die umstritten waren. Das war mutig, Sie haben etwas riskiert, es ist gelungen und es hat sich ausgezahlt. Wofür wir, die Europäer ihnen Mario Draghi dankbar sind, zutiefst dankbar.“</p>



<p>Heute befinde sich Europa erneut und stärker als zuvor in einer bedrohlichen Zeit, etwas das Draghi immer wieder betone. „Wir haben uns in Europa zu sehr darauf verlassen, dass die Kraft der humanistischen, europäisch westlichen Ideen die Welt insgesamt in ein Reich der Freiheit und des Friedens verwandeln würden. Wir haben uns geirrt. Aber den Irrtum des falschen Optimismus einzusehen, heißt nicht, die Zuversicht aufzugeben, dass Menschen in Freiheit und Frieden miteinander leben können. Europa hat die Chance die neue Weltordnung daraufhin mitzugestalten, dass in ihr Normen und Regeln statt Willkür und das Recht des Stärkeren gelten“ sagte Merz. Die Welt sortiere sich gerade neu, mit wöchentlich neuen Krisen. In dieser Situation müsse Europa einen klaren Kurs und einen kühlen Kopf bewahren.</p>



<p>„Europa muss sich heute behaupten. Ich sage, Europa hat das verstanden, Europa ist aufgewacht“, erklärt der Bundeskanzler. Europa stärke sich wirtschaftlich und sicherheitspolitisch – und das zügig. Es würden neue Handelspartnerschaften geknüpft, Abhängigkeiten verringert und außerdem die Ukraine entschlossen in ihrem Abwehrkampf gegen Russland unterstützt.</p>



<p>Europa habe sich aufgemacht, eine Macht zu werden, die mit Freiheit und Recht, Frieden und Wohlstand für sich wirbt – und die Bürgerinnen und Bürger für sich gewinnt. „Wir Europäer entdecken unsere Kraft und Fähigkeiten, vor allem dann, wenn wir entschlossen zusammenstehen.“ Das gelte nicht nur sicherheitspolitisch. Auch wirtschaftlich habe Europa Machtmittel, die eingesetzt werden können. „Andere sind auch von uns abhängig, nicht nur wir von ihnen. Und wenn wir zeigen, dass wir bereit sind, diese Machtmittel einzusetzen, können wir viel erreichen.“ Die Potenziale des europäischen Marktes müssten freigelegt werden. Ein Markt, der größer sei als der US-Amerikanische. Der Binnenmarkt müsse endlich so belebt werden, wie es einst gedacht war.</p>



<p>Mario Draghi habe in seinem Bericht 2024 genaue Vorschläge gemacht, schonungslos die europäische Wettbewerbsfähigkeit analysiert und ein grundlegendes Umsteuern angemahnt. „Er bleibt nicht bei der Problemanalyse stehen, seine Antworten sind klar und ambitioniert. Das alles spiegelt seine Persönlichkeit wider. Ein besonnener, nachdenklicher Mensch, dem das europäische Gemeinwohl am Herzen liegt, wie kaum etwas anderes.“</p>



<p>Draghis Vorschläge kämen genau zur rechten Zeit, jetzt sei es – wie vom Karlspreisdirektorium in seiner Begründung gefordert – an den Verantwortlichen, diese in verbindliche Beschlüsse zu gießen und zur Stärkung Europas zu nutzen. „Die Aufforderung ist angekommen, wir sind in der Umsetzung“, schließt Merz.</p>



<p><strong>Kyriakos Mitsotakis:</strong> <strong>Draghi hat Europa geholfen, sich selbst zu helfen<br></strong>Auch der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis beginnt mit der Verortung in Aachen, einer Stadt „die so stark die Erinnerung an Europa in sich trägt. Europa war nie ein geografisches Konstrukt, sondern eine Idee, eine Vorstellung und eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die immer wieder neu getroffen wurde. Dieser Preis ist deshalb so wichtig. Er ehrt nicht nur diejenigen, die immer an Europa geglaubt haben, sondern Europa gestärkt haben in Momenten, in denen Stärke am meisten erforderlich war.“</p>



<p>Das Karlspreisdirektorium würde heute genau einen solchen Europäer ehren. Mario Draghis Leben sei geprägt von der Loyalität zu seinem Beruf, von seinem Mut zu führen und seiner Bereitschaft, Risiken zu tragen. Draghi sei eine wichtige Stimme zu dem, was Europa tun muss, er sei eine Inspiration: „Eine Ihrer größten Herausforderungen und Leistungen Ihrer Karriere war es, dass Sie Europa geholfen haben, sich selbst zu helfen,“ sagte Mitsotakis. Draghi werde anerkannt, weil er in den letzten Jahren Europa gesagt habe, was gesagt werden muss, direkt und erfrischend undiplomatisch.</p>



<p>Die Bedrohungen für Europa seien heute nicht der Kollaps des Südens, sondern eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit. Es fehle Europa an Innovation und Investition. Die technologische Abhängigkeit, die fehlenden strategischen Lieferketten würden Europa daran hindern, zum Gestalter seiner eigenenZukunft zu werden. „Wir dürfen den Draghi-Report deshalb nicht als ein weiteres Dokument ansehen. Er ist ein Weckruf, eine detaillierte Blaupause dessen, was getan werden muss.“</p>



<p>„Wir brauchen souveräne Entscheidungsfreiheit, wir brauchen eine strategische Autonomie, Selbstvertrauen. Ein starkes Europa ist ein besserer Verbündeter, ein fähigeres Europa ist ein glaubwürdiger Partner“, sagte Mitsotakis. Gemeinsame Herausforderungen erforderten gemeinsamen Mut. „Mario, Ihnen schuldet Europa Dankbarkeit, für Ihren Mut, Ihr Verantwortungsbewusstsein.“ Wenn Europa sich entscheide, das zu tun was erforderlich ist – „whatever it takes“ – dann könne Europa auch weiterhin die Zukunft mitzugestalten. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Oberbürgermeister Ziemons: Draghi Report als sozialpolitischer Weckruf<br></strong>Das Lob für Mario Draghis entschlossenes Handeln griff auch der Aachener Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons in seiner Begrüßungsrede auf und bezeichnete den Karlspreisträger als eine Legende, „weil er in Momenten, in denen andere zögerten, gehandelt hat.“ Draghis Mut sei heute wieder gefragt, „in anderem Gewand, mit anderen Mitteln — aber mit derselben inneren Haltung: die Bereitschaft, das Notwendige zu tun, auch wenn es unbequem ist.“ Die aktuellen politischen Krisen und der Wegfall der Vereinigten Staaten von Amerika als verlässlicher Partner sei auch eine Chance für Europa, „endlich das zu werden, was seine Gründer immer im Sinn hatten: Europa muss ein Akteur sein, der die Welt mitgestaltet.“</p>



<p>Ziemons schlug die Brücke von der geopolitischen und wirtschaftlichen Lage der Europäischen Union zu den lokalpolitischen und sozialen Herausforderungen vor Ort: „Wettbewerbsfähigkeit klingt nach Börsenkursen und Investitionsquoten. Aber hinter diesen Zahlen stehen Lebensrealitäten. Der Draghi-Report ist deshalb kein Selbstzweck für Ökonomen — er ist ein sozialpolitischer Weckruf, wenn man ihn richtig liest. Wer den Draghi-Report umsetzt, kämpft nicht für Konzernbilanzen. Wer ihn umsetzt, kämpft für die Rentnerin in Aachen, die sich fragt, ob ihre Rente sicher ist. Für den Facharbeiter in einem deutschen Automobilwerk, der spürt, dass die Transformation seiner Branche ihn einholt. Für die Studentin, die in Europa eine Zukunft finden will — und darauf vertraut, dass Europa ihr eine gibt.“</p>



<p>Der Oberbürgermeister brachte damit einen Umstand auf, der tiefer greift als ökonomische Zielmarken: das Vertrauen der Menschen vor Ort in die europäische Idee. „Ob die Menschen auf Europa vertrauen, ob sie den europäischen Werten zutrauen, die besseren zu sein, das entscheidet sich ganz sicher nicht in Brüssel, Straßburg oder den Gipfelstädten dieser Welt, sondern ganz alltäglich in der Lebensrealität der derjenigen, die am Ende die Konsequenzen aller Entscheidungen tragen müssen. Keiner erwartet Unfehlbarkeit, aber sehr wohl eine Politik, die mit Mut und Kraft die richtigen Entscheidungen trifft und sie zu erklären und zu leben versteht“, sagte Ziemons.</p>



<p>Das alte Europa gehe unwiderruflich zu Ende. Mit Mario Draghi werde ein Europäer geehrt, der die richtigen Impulse für das neue Europa geliefert habe. „Mit ihm hoffen wir auf einen mutigen Aufbruch in eine Zukunft, die den Menschen auch des zukünftigen Europas Frieden, Freiheit und soziale Sicherheit ermöglicht.“</p>



<p><strong>Begründung des Karlspreisdirektoriums<br></strong>In der Begründung des Direktoriums heißt es unter anderem: „Mit Prof. Mario Draghi ehrt das Karlspreisdirektorium eine Persönlichkeit, die zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa geleistet hat: die Rettung des Euro, die Stabilisierung seines Heimatlandes in schwerster Krise und nun die Formulierung einer Zukunftsagenda für den ganzen Kontinent. Die Auszeichnung seiner herausragenden Lebensleistung ist daher weit mehr als eine Würdigung der Vergangenheit. Sie ist eine Bekräftigung der existenziellen Bedeutung seines jüngsten Weckrufs und zugleich eine Aufforderung für alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte in Europa, seine Analyse ernst zu nehmen und jetzt selbst mutig zu entscheiden und zu handeln. Die Verleihung des Karlspreises 2026 an Mario Draghi ist somit ein bewusst gesetztes Zeichen für die dringend notwendige Prioritätensetzung: Europa muss seine wirtschaftliche Stärke erneuern, um seine Zukunft selbstbestimmt gestalten zu können. Wir fordern die Europäische Kommission und europäischen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt den Draghi- Report umzusetzen.“</p>



<p><strong>Zitate und Fakten in Kürze:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Der Preisträger:</strong> Professor Mario Draghi ist am heutigen Christi Himmelfahrtstag, 14. Mai, mit dem „Internationalen Karlspreis zu Aachen“ ausgezeichnet worden. „Wie kein anderer steht Mario Draghi für die wirtschaftliche Stärkung Europas und sein nach ihm benannter Draghi-Report von 2024 für die notwendige Strategie, um Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Stabilität auf dem Kontinent zu gewährleisten“, schreibt das Karlspreisdirektorium mit seinem Vorsitzenden Armin Laschet in seiner Begründung.</li>



<li><strong>Draghi: </strong>„Wenn die Bürger mehr Europa fordern, verlangen sie nicht einfach mehr von dem Europa, das wir haben. Sie verlangen keinen abstrakten institutionellen Entwurf, sie verlangen Besserungen darin, wie Europa sich schützt und stärkt.“</li>



<li><strong>Bundeskanzler Friedrich Merz zum Krieg in der Ukraine:</strong> „„Wir treffen uns hier im fünften Jahr in Folge im Schatten dieses Krieges. Und wir sagen es erneut: Wir unterstützen die Ukraine im Kampf um die Freiheit, weil es auch ein Kampf um unsere Freiheit ist. Wir wollen helfen, diesen Krieg zu beenden. Und wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht.“</li>



<li><strong>Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident Griechenlands: </strong>„Der Karlspreis soll uns erinnern, dass Europa nie fertig ist. Wir sollten Aachen nicht nur mit einem Gefühl der Dankbarkeit verlassen, sondern mit einem Gefühl der Entschlossenheit.“</li>



<li><strong>Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons: </strong>„Wenn Europa wirtschaftlich am Boden liegt, dann trifft das zuerst die Regionen. Wenn die Demokratie unter Druck gerät, beginnt das in unseren Kommunen. Wenn der Zusammenhalt schwindet, sieht man es zuerst auf den Plätzen und in den Stadtteilen. Genau deswegen brauchen wir ganz bestimmt keine ängstlichen und vorsichtigen, sondern mutige Antworten! Die Menschen, die wie wir an Europa glauben, erwarten genau das und haben das verdient.“</li>



<li><strong>Die Verleihung:</strong> Rund 700 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, haben an den Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses teilgenommen. Auf dem Ehrenpodium saßen, neben dem Karlspreisträger Professor Mario Draghi, Bundeskanzler Friedrich Merz, der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der Oberbürgermeister der Stadt Aachen Dr. Michael Ziemons, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Armin Laschet, die diesjährigen Jugendkarlspreisgewinnerinnen und -gewinner sowie die früheren Karlspreisträgerinnen und Karlspreisträger, Seine Königliche Hoheit Großherzog Guillaume V. (für das Luxemburgische Volk 1986) die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde (in Vertretung für den Euro 2002), Jean-Claude Juncker (2006), Jean-Claude Trichet (2011), Martin Schulz (2015), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024) und Dr. Ursula von der Leyen (2025) sowie die Preisträgerinnen des Jahres 2022 Veronica Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und Maria Kalesnikava.</li>



<li><strong>Weitere Gäste:</strong> Unter den Gästen der Karlspreisverleihung waren unter anderem Edi Rama (Premierminister von Albanien), Dr. Gordan Grlić Radman (Außenminister Kroatiens), Gunther Krichbaum (Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt), Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Teresa Ribera, Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Sabine Verheyen, Hendrik Wüst (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen), Nathanael Liminski  (NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien), Mona Neubaur (NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie) sowie Herbert Reul (NRW-Minister des Innern) sind Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Zahlreiche andere Mandatstragende, Botschafterinnen und Botschafter, Vertretungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Partnerstädte Aachens.</li>



<li><strong>Das Programm:</strong> Die Karlspreisverleihung wurde musikalisch vom Sinfonieorchester Aachen begleitet, das unter Leitung des Generalmusikdirektors Christopher Ward Werke von Ludwig van Beethoven und Antonio Vivaldi darbot. Das italienische Gitarrenquartett 40 Fingers spielte „Caruso“ des italienischen Komponisten Lucio Dalla.</li>



<li><strong>Das mediale Interesse:</strong> Über 80 Medienvertreterinnen und -vertreter haben sich für die Karlspreisverleihung 2026 akkreditiert – darunter Teams von ARD, ZDF und WDR, El Periódico, Reuters, Süddeutsche Zeitung, DPA, Deutsche Welle, Neue Züricher Zeitung, Börsen-Zeitung, AFP, sowie zahlreiche regionale Medien aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.</li>
</ul>



<p><strong>Informationen zum internationalen Karlspreis zu Aachen:<br></strong>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa sind die 65. Träger des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Sie folgen auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und das ukrainische Volk, die 2023 mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden sind. Zu den früheren Preisträgerinnen und Preisträgern in Aachen gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018), António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (2019), die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo (2022), der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk (2023), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024) und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen (2025).</p>



<p>Im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses wird neben einer Urkunde auch eine Medaille verliehen, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für die jeweiligen Preisträgerinnen und Preisträger zeigt.</p>
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		<title>Mario Draghi ist designierter Karlspreisträger 2026</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 07:30:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[designierter Karlspreisträger]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Karlspreis]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem offiziellen Antragungsbesuch in Rom wurde die Entscheidung zur Verleihung des Karlspreises 2026 an Professor Mario Draghi nun offiziell angetragen. Eine Aachener Delegation, geleitet von Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, traf in der Residenz des deutschen Botschafters in Italien, Dr. Thomas Bagger, auf den designierten [&#8230;]</p>
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<h6 class="wp-block-heading">Mit einem offiziellen Antragungsbesuch in Rom wurde die Entscheidung zur Verleihung des Karlspreises 2026 an Professor Mario Draghi nun offiziell angetragen. Eine Aachener Delegation, geleitet von Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, traf in der Residenz des deutschen Botschafters in Italien, Dr. Thomas Bagger, auf den designierten Preisträger und sprach über die jüngsten strategischen Entwicklungen in der europäischen Wirtschafts- und Industriepolitik.</h6>



<p>Draghi zeigte sich angesichts der Antragung des Preises geehrt und unterstrich den Wert gemeinsamer europäischer Anstrengungen: „Ich blicke optimistischer als noch vor ein paar Jahren in die Zukunft, weil wir jetzt alle verstehen, dass wir hart für die Zukunft Europas arbeiten müssen. Es ist wenig realistisch anzunehmen, dass stets alle 27 Mitgliedstaaten in allen Fragen – insbesondere in der Außen- und Sicherheitspolitik – im Gleichschritt vorangehen. Das bedeutet jedoch keineswegs eine Verzögerung des europäischen Projekts. Im Gegenteil: Europa entwickelt sich weiter. Wenn eine kleinere Gruppe vorangeht und überzeugende Lösungen schafft, entsteht Anziehungskraft – andere schließen sich an. Der Euro ist ein solches Beispiel. Gerade in dieser Phase europäischer Entwicklung erfüllt es mich daher mit besonderem Stolz, diese Auszeichnung entgegenzunehmen.“</p>



<p>Mit Blick auf die historische Dimension des Karlspreises verwiesen die Anwesenden auf Alcide De Gasperi, Karlspreisträger des Jahres 1952. „Jetzt ist die Zeit, alle Unterschiede zu überwinden. Als Alcide De Gasperi 1952 den Karlspreis erhielt, war die Asche des Krieges noch nicht erkaltet – und dennoch hatte er den Mut, über den Augenblick hinaus eine gemeinsame Zukunft zu denken. Wir sind heute aufgerufen, dasselbe zu tun,” so Draghi.</p>



<p>Laschet hob Draghis europapolitische Rolle hervor: „Mario Draghi ist jemand, der Europa jetzt in diesem Wettbewerb mit den USA, Russland und China starkmachen kann. Die Souveränität Europas ist und war ihm immer ein Herzensanliegen.“</p>



<p><strong>Begründung für die Auszeichnung</strong></p>



<p>Das Karlspreisdirektorium und die Stadt Aachen sehen in der Auszeichnung von Mario Draghi ein starkes Signal für ein handlungsfähiges, souveränes und zukunftsorientiertes Europa. Draghis Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas wird als Weckruf und konkreter Fahrplan für Reformen gewürdigt, der Innovation, Investitionen, die industrielle Basis und die strategische Souveränität Europas stärkt. Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen setzt er neue Maßstäbe für die politische und wirtschaftliche Debatte in der EU.</p>



<p>„Uns ist es wichtig, aus Aachen heraus Impulse für die Zukunft von Europa zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Michael Ziemons. „Das Gespräch in Rom mit Mario Draghi hat noch einmal gezeigt, dass er nicht nur in der Vergangenheit große Verdienste erworben hat. Er ist jemand, der eine klare Vision für die Zukunft von Europa hat. Wir sind uns sicher, dass diese Ideen jetzt umgesetzt werden müssen. Das ist der Appell, den wir aus Aachen an die Entscheiderinnen und Entscheider in Europa senden: Setzt euch mit dem Draghi-Report auseinander und sorgt für eine Zukunft, für ein souveränes, für ein wirtschaftlich starkes, für einen unabhängiges Europa.“</p>



<p><strong>Feierliche Verleihung an Christi Himmelfahrt in Aachen</strong></p>



<p>Die feierliche Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen 2026 an Mario Draghi findet traditionell am Christi Himmelfahrtstag, am 14. Mai 2026, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Erwartet werden zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter europäischer Institutionen.</p>



<p><strong>Über den Internationalen Karlspreis zu Aachen</strong></p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Im letzten Jahr erhielt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Karlspreis. Mario Draghi ist in der 76-jährigen Geschichte des Karlspreises der sechste italienische Preisträger.</p>



<p>Seit 2025 vergibt der Internationale Karlspreis zu Aachen jährlich ein Projektpreisgeld von einer Million Euro an gemeinnützige pro-europäische Initiativen. Die Förderung – ermöglicht durch die gemeinnützige Stiftung der Aachener Bürger und Unternehmer Dr. Ing. Eckhard Schulz und Dr. rer. nat. Stefanie Schäfer-Schulz – erfolgt auf Vorschlag der jeweiligen Karlspreisträgerinnen und -träger. Ziel ist es, proeuropäisches Engagement zu stärken, gemeinsame Werte zu betonen und die europäische Idee über Aachen hinaus sichtbar zu machen, indem neue wie bereits laufende Projekte europaweit wirksam unterstützt werden.</p>



<p>Mehr Informationen finden Sie unter:&nbsp;<a href="http://www.karlspreis.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.karlspreis.de</a> und&nbsp;<a href="https://www.aachen.de/karlspreis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.aachen.de/karlspreis</a></p>
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		<title>Internationaler Karlspreis für Mario Draghi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 07:15:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[designierter Karlspreisträger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Samstag, 17. Januar, haben Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, den Karlspreisträger 2026 bekanntgegeben. In einer für Europa entscheidenden Phase ehrt der Internationale Karlspreis zu Aachen 2026 den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D., Professor Mario Draghi. Das Karlspreisdirektorium würdigt damit nicht [&#8230;]</p>
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<p>Am Samstag, 17. Januar, haben Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, den Karlspreisträger 2026 bekanntgegeben. In einer für Europa entscheidenden Phase ehrt der Internationale Karlspreis zu Aachen 2026 den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D., Professor Mario Draghi. Das Karlspreisdirektorium würdigt damit nicht nur sein historisches Lebenswerk zur Stabilisierung der Währungsunion, sondern sendet vor allem ein dringendes politisches Signal: Europas Zukunft und Souveränität hängen von seiner wirtschaftlichen Kraft ab. Draghi wird für seine wegweisenden Impulse zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit geehrt, die er zuletzt in seinem vielbeachteten „Draghi-Report“ formuliert hat.</p>



<p>„Mario Draghi gehört zu denen, die für ein handlungsfähiges Europa kämpfen. Er ist Visionär und Pragmatiker. Draghi steht für ein handlungsfähiges Europa. Die Welt wartet nicht darauf, ob sich Europa sortiert hat. Jetzt müssen die EU-Kommission und die Regierungschefs den Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit umsetzen. Unverzüglich“, so begründet Laschet die Wahl des Karlspreisdirektoriums.</p>



<p>Gewürdigt wird Draghis herausragendes Lebenswerk, sein entscheidender Beitrag zur Stabilisierung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sowie seine Impulse für die Wettbewerbsfähigkeit Europas.</p>



<p>Warum Draghi gerade jetzt ausgezeichnet wird, beantwortet Ziemons: „Draghi ruft zu einer visionären Agenda auf, die in einer entscheidenden Situation für Europa zentrale aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen adressiert, wie zum Beispiel Digitalisierung, Energie, Innovation. Diese langfristige Perspektive ist jetzt wertvoll, da sie darauf abzielt, drängende globale Herausforderungen gemeinsam besser zu bewältigen und dadurch nachhaltig gute Lebensbedingungen auch für kommende Generationen zu sichern.&#8220;</p>



<p>Die Verleihung des Karlspreises findet am Himmelfahrtstag, 14. Mai 2026, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.</p>



<p><strong>Einordnung und Begründung</strong></p>



<p>Mit der Wahl von Mario Draghi reagiert das Karlspreisdirektorium auf die dramatische geopolitische Lage. In einer Zeit, in der Europa Gefahr läuft, seine strategische Autonomie zu verlieren und zum Spielball globaler Mächte zu werden, ist wirtschaftliche Stärke die unerlässliche Grundlage für Sicherheit, Souveränität und eine selbstbestimmte Zukunft.</p>



<p>Professor Mario Draghi verkörpert wie kein anderer den Willen, diese wirtschaftliche Stärke zu sichern und Europa handlungsfähig zu machen. Das Direktorium ehrt ihn als Visionär und Macher, der in historischen Krisen Verantwortung übernommen hat. Seine Führungsstärke zeigte sich bei der Rettung des Euro mit seinem berühmten Versprechen „Whatever it takes“, bei der Stabilisierung Italiens während der Pandemie und nun mit der Formulierung einer Zukunftsagenda für den gesamten Kontinent. Er hat bewiesen, dass er bereit ist, auch gegen Widerstände mutige Entscheidungen für das Gemeinwohl zu treffen.</p>



<p>Die Auszeichnung ist daher weit mehr als eine Würdigung vergangener Verdienste. Sie ist ein unmissverständlicher Weckruf an die politischen Entscheidungsträger des Kontinents. Die Verleihung an Mario Draghi unterstreicht die existenzielle Notwendigkeit, Europas wirtschaftliche Basis dringend zu erneuern. Das Direktorium verbindet die Ehrung mit der klaren Forderung an die Europäische Kommission und die Staats- und Regierungschefs, die im Draghi-Report skizzierte Zukunftsagenda jetzt entschlossen umzusetzen, um Europas Platz in der Welt für kommende Generationen zu sichern.</p>



<p><strong>Zitate</strong></p>



<p>Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Mario Draghi gehört zu denen, die für ein handlungsfähiges Europa kämpfen. Er ist Visionär und Pragmatiker. Draghi steht für ein handlungsfähiges Europa. Die Welt wartet nicht darauf, ob sich Europa sortiert hat. Jetzt müssen die EU-Kommission und die Regierungschefs den Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit umsetzen. Unverzüglich.&#8220;</li>



<li>&#8222;Europa will und Europa muss in dieser Welt handlungsfähig sein, stark und souverän. Dazu braucht es Verteidigungsfähigkeit. Aber es braucht auch wirtschaftliche Stärke und deshalb ist die Frage der Wettbewerbsfähigkeit Europas, die entscheidende Frage in diesem Jahr 2026. Ohne wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit fehlt Europa auf Dauer, die finanzielle Basis, die technologische Basis, die industrielle Basis um seine Sicherheit zu garantieren, seinen Wohlstand zu erhalten und politisch eigenständig zu handeln.“</li>



<li> &#8222;Er hat Italien in einer Krisensituation stabilisiert und reformiert und sein Wort &#8218;whatever it takes&#8216; gilt heute mehr denn je und deshalb ist das unser Appell an die Regierungschefs Europas, an die Präsidentin der europäischen Kommission und an alle Kommissare: überwindet das klein klein &#8218;whatever it takes&#8216; gilt jetzt für Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit Europas, setzt das um, was Mario Draghi in seinem Bericht fordert.&#8220;<br><br>Professor Mario Draghi, Karlspreisträger 2026:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Ich fühle mich sehr geehrt, den Karlspreis zu erhalten. Er prägt die Geschichte Europas in den letzten 75 Jahren.&#8220;</li>



<li>&#8222;Wir werden Europa bewahren, und wir müssen näher zusammenrücken als je zuvor.  Wir müssen unsere inneren Konflikte und Schwächen überwinden und wirtschaftlich, militärisch und politisch stärker werden. Nur so werden wir unsere Werte bewahren und sie als unser Erbe an unsere zukünftigen Generationen weitergeben können.  Danke, nochmals danke.&#8220;<br><br>Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Draghi ruft zu einer visionären Agenda auf, die in einer entscheidenden Situation für Europa zentrale aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen adressiert (z. B. Digitalisierung, Energie, Innovation). Diese langfristige Perspektive ist jetzt wertvoll, da sie darauf abzielt, drängende globale Herausforderungen gemeinsam besser zu bewältigen und dadurch nachhaltig gute Lebensbedingungen auch für kommende Generationen zu sichern.&#8220;</li>



<li>&#8222;Draghi ermutigt zur intensiveren Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten in Politik und Wirtschaft. Nicht allein die militärische Zusammenarbeit ist wichtig, um autonomer und souveräner zu handeln in der sich verändernden Welt. Europa braucht insgesamt mehr Zusammenhalt und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.&#8220;</li>



<li>&#8222;Draghi hat gezeigt, dass es einerseits Ideen und Strategien braucht und andererseits Mut und Tatkraft, um sie umzusetzen. Dazu appellieren wir mit dem diesjährigen Preis an alle Entscheiderinnen und Entscheider in Europa.&#8220;<br></li>
</ul>



<p><strong>Kurzprofil</strong></p>



<p><strong>Professor Mario Draghi</strong></p>



<p>(geb. 03.09.1947 in Rom), Ökonom und Staatsmann.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wichtigste Ämter: Präsident der Europäischen Zentralbank (2011–2019), Ministerpräsident Italiens (2021–2022).</li>



<li>Karriereweg: Promotion am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Professuren in Italien. Spätere Stationen umfassen: Executive Director der Weltbank, Generaldirektor im ital. Schatzministerium, Vice Chairman Goldman Sachs International und Gouverneur der Banca d’Italia.</li>



<li>Herausragende Verdienste: Maßgebliche Stabilisierung der Eurozone während der Finanzkrise; wegweisender Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU (2024).</li>



<li>Anerkennung: Träger zahlreicher hochrangiger internationaler Auszeichnungen.</li>
</ul>



<p><strong>Über den Internationalen Karlspreis zu Aachen</strong></p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), François Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (2018) und UN-Generalsekretär António Guterres (2019). Im Jahr 2022 wurden die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo mit dem Preis ausgezeichnet, 2023 der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk sowie 2024 Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschafften in Europa. Im letzten Jahr erhielt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Karlspreis.</p>



<p>Verliehen wird neben einer Urkunde auch eine Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger oder die jeweilige Preisträgerin zeigt.</p>



<p>Seit 2025 vergibt der Internationale Karlspreis zu Aachen jährlich ein Projektpreisgeld von einer Million Euro an gemeinnützige pro-europäische Initiativen. Die Förderung – ermöglicht durch die gemeinnützige Stiftung der Aachener Bürger und Unternehmer Dr. Ing. Eckhard Schulz und Dr. rer. nat. Stefanie Schäfer-Schulz – erfolgt auf Vorschlag der jeweiligen Karlspreisträgerinnen und -träger. Ziel ist es, proeuropäisches Engagement zu stärken, gemeinsame Werte zu betonen und die europäische Idee über Aachen hinaus sichtbar zu machen, indem neue wie bereits laufende Projekte europaweit wirksam unterstützt werden.</p>



<p><a rel="noreferrer noopener" href="https://joyeventmedia-my.sharepoint.com/personal/fw_joy-event-media_de/_layouts/15/onedrive.aspx?id=%2Fpersonal%2Ffw%5Fjoy%2Devent%2Dmedia%5Fde%2FDocuments%2F20260117%5FCharlemagine%20Price%20Press%20Conference%2FRecording&amp;ga=1" target="_blank">Hier</a>&nbsp;stellt die Karlspreisstiftung das <strong>Videomaterial der Pressekonferenz zur honorarfreien und lizenzfreien redaktionellen Nutzung</strong> in Beiträgen, Sendungen, Mediatheken und auf Websites zur Verfügung.</p>



<p>Mehr Informationen findet man unter:&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://www.karlspreis.de/" target="_blank">www.karlspreis.de&nbsp;</a>und&nbsp;<a href="https://www.aachen.de/karlspreis/">www.aachen.de/karlspreis</a></p>
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