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	<title>Karlspreis Archive - Euregio Aktuell</title>
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	<title>Karlspreis Archive - Euregio Aktuell</title>
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		<title>Mut zur Chancenergreifung</title>
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		<pubDate>Mon, 18 May 2026 08:45:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Karlspreis]]></category>
		<category><![CDATA[Karlspreisverleihung]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D. Professor Mario Draghi wurde am heutigen Himmelfahrtstag, 14. Mai, nicht nur ein verdienter Politiker und waschechter Ökonom ausgezeichnet, sondern ein Visionär und Vordenker. Die wirtschaftliche Lage der Europäischen Union, die Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Sicherheit auf dem europäischen Kontinent – und die von Draghi [&#8230;]</p>
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<h6 class="wp-block-heading">Mit dem ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D. Professor Mario Draghi wurde am heutigen Himmelfahrtstag, 14. Mai, nicht nur ein verdienter Politiker und waschechter Ökonom ausgezeichnet, sondern ein Visionär und Vordenker. Die wirtschaftliche Lage der Europäischen Union, die Wettbewerbsfähigkeit, Stabilität und Sicherheit auf dem europäischen Kontinent – und die von Draghi in seinem vielzitierten Draghi-Report geforderten Strategien – waren deshalb die entscheidenden Themen der Verleihung. Einig waren sich alle Redner in der Tatsache, dass es in dieser Zeit den Mut braucht, diese Situation als Chance für Europa zu sehen. Eine Chance, die nur in gemeinsamer Anstrengung über alle europäischen Länder hinweg zum Erfolg führen kann.</h6>



<p><strong>Mario Draghi: Der Europäische Binnenmarkt muss vervollständigt werden<br></strong>Zu Beginn seiner Rede zeigte sich der Karlspreisträger Professor Mario Draghi sehr bewegt. Er sei sehr geehrt von der Wärme und Gastfreundschaft der Aachenerinnen und Aachener und erfreut über die Gelegenheit, sich für das Lob und die Wertschätzung ihm gegenüber zu bedanken.</p>



<p>Dann zeigte Draghi in seinen weiteren Ausführungen, dass er der klare Analyst und schonungslose Mahner ist, den das Karlspreisdirektorium in diesem Jahr als Preisträger erwählt hat. Das, was Europa bevorstehe, sei sicher nicht einfach, der Druck von außen steige von Monat zu Monat. „Aber es ist auch ein Moment der Offenbarung. Die Kräfte, die uns prüfen, erreichen, was Jahrzehnte des Friedens nicht erreicht haben: Sie zwingen die Europäer anzuerkennen, was ihnen gemein ist und was sie bereit sind, gemeinsam aufzubauen“, sagte Draghi.</p>



<p>„Zum ersten Mal in unserer Erinnerung stehen wir wirklich alleine da. Europa reagiert auf diese neue Realität. Aber es reagiert in einem System, das nicht für Herausforderungen dieser Größenordnung erdacht wurde.“ Die Probleme der Vergangenheit würden Europa jetzt einholen: „Intern haben wir die Offenheit, die wir predigen, ignoriert. Wir haben den Binnenmarkt unvollendet gelassen, die Kapitalmärkte fragmentiert, Energiesystem unzureichend verbunden und große Teile der Volkswirtschaft sind eingezwängt zwischen Schichten um Schichten von Regulierung. Wir haben unseren Märkten die kontinentale Dimension verweigert, die sie zum Erfolg brauchten.“</p>



<p>Grenzüberschreitende Investitionen seien zu lange aufgeschoben worden, die Abhängigkeiten von amerikanischer und chinesischer Politik sei immens und es klaffe eine deutliche Lücke im Technologiesektor, die immer größer werde. Gerade die durch Künstliche Intelligenz vorangetriebene Transformation sei entscheidend. „Europa verfügt über die finanziellen Mittel, die Talente und das latente Energiepotenzial um bei dieser Transformation mithalten zu können. Aber Grenzen und Zwänge hindern uns daran, diese Güter in einem Umfang zu mobilisieren, den diese Zeit erfordert.“ Europa müsse einen Markt bieten, der groß und stark genug sei, um hier zu investieren. Ohne eigene Nachfrage könne Europa im Ausland keine glaubwürdige Haltung einnehmen. Innerhalb der derzeitigen Struktur des Binnenmarktes sei eine großangelegte Industriepolitik zum Scheitern verurteilt.</p>



<p><strong>Wegfall der USA als verlässlicher Partner als Chance für eigene Stärke<br></strong>Europa muss also verstärkt auf sich selbst sehen und vertrauen aber auch verlässliche Partnerschaften eingehen – auch mit den USA. „Doch der Partner, auf den wir uns verlassen, ist konfrontativer und unberechenbarer geworden“, sagte Draghi. Europa brauche zuallererst die Fähigkeit, entschlossener auf diese neue Situation zu reagieren, um die Partnerschaft wieder auf ein gleichberechtigteres Level zu heben. „Was uns wirklich zurückhält ist die Sicherheit. Ein Bündnis, bei dem Europa bei seiner Verteidigung von den Vereinigten Staaten abhängig ist, ist eines bei dem die Sicherheit auf allen Verhandlungen übergreifen kann: Auf Handel, Technologie, Industrie.“</p>



<p>Deshalb ist diese Haltung der USA nicht nur als Gefahr sondern als notwendiges Erwachen zu betrachten. Wenn die USA mehr eigenen Einsatz Europas bei der eigenen Verteidigung verlangten, dann müsse Europa auch mehr Autonomie bei Organisation der Verteidigung erlernen. So könne Europa mehr Stärke in seinen Handels- und Energiebeziehungen gewinnen. „Das muss die transatlantischen Beziehungen nicht schwächen. Im Gegenteil, es würde beide Partner auf festen Boden stellen“, erklärt Draghi. „Die Chance für Europa ist beachtlich.“</p>



<p>Die Europäische Union werde gezwungen, Entscheidungen zu treffen, denen sie lange aus dem Weg gegangen ist. Die schwierige Situation wird von Regierungen und Bürgern gleichermaßen verstanden. Ein Plan liege vor, in einigen Bereichen würden bereits Maßnahmen getroffen. Europa werde an Werte erinnert, die lange selbstverständlich schienen: Solidarität, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Schutz von Minderheiten – das Erbe des Nachkriegseuropas. Sie treten in den Vordergrund, weil sie auf die Probe gestellt werden.</p>



<p>Den Bürgern sei bereits klar, welchen Weg Europa einschlagen müsse. Sie wünschen sich größere Einigkeit im Handeln. Der Karlspreisträger spricht eine klare Forderung aus: „Die Regierungschefs wissen wo die Arbeit liegt und sie müssen nun entscheiden, ob sie bereit sind, Substanz vor Verfahren zu stellen. Wir sind an einem Punkt, an denen Entscheidung nicht mehr in institutionellen Rahmen bleiben können. Wir müssen dem Vertrauen unserer Bürger mit Mut begegnen.“</p>



<p><strong>Bundeskanzler Merz: Europa muss sich behaupten<br></strong>In seiner Laudatio hob Bundeskanzler Friedrich Merz noch einmal hervor, dass die Vita eines Mario Draghi für fünf Lebensläufe ausreichen würde. „Ich denke, Sie werden verstehen, dass seine Freunde ihn Super Mario nennen.“ Draghi habe sich um Europa verdient gemacht. „Sie haben sich in bedrohlicher Zeit um den Euro gekümmert, und Sie haben den Euro und die Währungszone stabilisiert– mit Mitteln, die umstritten waren. Das war mutig, Sie haben etwas riskiert, es ist gelungen und es hat sich ausgezahlt. Wofür wir, die Europäer ihnen Mario Draghi dankbar sind, zutiefst dankbar.“</p>



<p>Heute befinde sich Europa erneut und stärker als zuvor in einer bedrohlichen Zeit, etwas das Draghi immer wieder betone. „Wir haben uns in Europa zu sehr darauf verlassen, dass die Kraft der humanistischen, europäisch westlichen Ideen die Welt insgesamt in ein Reich der Freiheit und des Friedens verwandeln würden. Wir haben uns geirrt. Aber den Irrtum des falschen Optimismus einzusehen, heißt nicht, die Zuversicht aufzugeben, dass Menschen in Freiheit und Frieden miteinander leben können. Europa hat die Chance die neue Weltordnung daraufhin mitzugestalten, dass in ihr Normen und Regeln statt Willkür und das Recht des Stärkeren gelten“ sagte Merz. Die Welt sortiere sich gerade neu, mit wöchentlich neuen Krisen. In dieser Situation müsse Europa einen klaren Kurs und einen kühlen Kopf bewahren.</p>



<p>„Europa muss sich heute behaupten. Ich sage, Europa hat das verstanden, Europa ist aufgewacht“, erklärt der Bundeskanzler. Europa stärke sich wirtschaftlich und sicherheitspolitisch – und das zügig. Es würden neue Handelspartnerschaften geknüpft, Abhängigkeiten verringert und außerdem die Ukraine entschlossen in ihrem Abwehrkampf gegen Russland unterstützt.</p>



<p>Europa habe sich aufgemacht, eine Macht zu werden, die mit Freiheit und Recht, Frieden und Wohlstand für sich wirbt – und die Bürgerinnen und Bürger für sich gewinnt. „Wir Europäer entdecken unsere Kraft und Fähigkeiten, vor allem dann, wenn wir entschlossen zusammenstehen.“ Das gelte nicht nur sicherheitspolitisch. Auch wirtschaftlich habe Europa Machtmittel, die eingesetzt werden können. „Andere sind auch von uns abhängig, nicht nur wir von ihnen. Und wenn wir zeigen, dass wir bereit sind, diese Machtmittel einzusetzen, können wir viel erreichen.“ Die Potenziale des europäischen Marktes müssten freigelegt werden. Ein Markt, der größer sei als der US-Amerikanische. Der Binnenmarkt müsse endlich so belebt werden, wie es einst gedacht war.</p>



<p>Mario Draghi habe in seinem Bericht 2024 genaue Vorschläge gemacht, schonungslos die europäische Wettbewerbsfähigkeit analysiert und ein grundlegendes Umsteuern angemahnt. „Er bleibt nicht bei der Problemanalyse stehen, seine Antworten sind klar und ambitioniert. Das alles spiegelt seine Persönlichkeit wider. Ein besonnener, nachdenklicher Mensch, dem das europäische Gemeinwohl am Herzen liegt, wie kaum etwas anderes.“</p>



<p>Draghis Vorschläge kämen genau zur rechten Zeit, jetzt sei es – wie vom Karlspreisdirektorium in seiner Begründung gefordert – an den Verantwortlichen, diese in verbindliche Beschlüsse zu gießen und zur Stärkung Europas zu nutzen. „Die Aufforderung ist angekommen, wir sind in der Umsetzung“, schließt Merz.</p>



<p><strong>Kyriakos Mitsotakis:</strong> <strong>Draghi hat Europa geholfen, sich selbst zu helfen<br></strong>Auch der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis beginnt mit der Verortung in Aachen, einer Stadt „die so stark die Erinnerung an Europa in sich trägt. Europa war nie ein geografisches Konstrukt, sondern eine Idee, eine Vorstellung und eine Entscheidung. Eine Entscheidung, die immer wieder neu getroffen wurde. Dieser Preis ist deshalb so wichtig. Er ehrt nicht nur diejenigen, die immer an Europa geglaubt haben, sondern Europa gestärkt haben in Momenten, in denen Stärke am meisten erforderlich war.“</p>



<p>Das Karlspreisdirektorium würde heute genau einen solchen Europäer ehren. Mario Draghis Leben sei geprägt von der Loyalität zu seinem Beruf, von seinem Mut zu führen und seiner Bereitschaft, Risiken zu tragen. Draghi sei eine wichtige Stimme zu dem, was Europa tun muss, er sei eine Inspiration: „Eine Ihrer größten Herausforderungen und Leistungen Ihrer Karriere war es, dass Sie Europa geholfen haben, sich selbst zu helfen,“ sagte Mitsotakis. Draghi werde anerkannt, weil er in den letzten Jahren Europa gesagt habe, was gesagt werden muss, direkt und erfrischend undiplomatisch.</p>



<p>Die Bedrohungen für Europa seien heute nicht der Kollaps des Südens, sondern eine Erosion der Wettbewerbsfähigkeit. Es fehle Europa an Innovation und Investition. Die technologische Abhängigkeit, die fehlenden strategischen Lieferketten würden Europa daran hindern, zum Gestalter seiner eigenenZukunft zu werden. „Wir dürfen den Draghi-Report deshalb nicht als ein weiteres Dokument ansehen. Er ist ein Weckruf, eine detaillierte Blaupause dessen, was getan werden muss.“</p>



<p>„Wir brauchen souveräne Entscheidungsfreiheit, wir brauchen eine strategische Autonomie, Selbstvertrauen. Ein starkes Europa ist ein besserer Verbündeter, ein fähigeres Europa ist ein glaubwürdiger Partner“, sagte Mitsotakis. Gemeinsame Herausforderungen erforderten gemeinsamen Mut. „Mario, Ihnen schuldet Europa Dankbarkeit, für Ihren Mut, Ihr Verantwortungsbewusstsein.“ Wenn Europa sich entscheide, das zu tun was erforderlich ist – „whatever it takes“ – dann könne Europa auch weiterhin die Zukunft mitzugestalten. &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Oberbürgermeister Ziemons: Draghi Report als sozialpolitischer Weckruf<br></strong>Das Lob für Mario Draghis entschlossenes Handeln griff auch der Aachener Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons in seiner Begrüßungsrede auf und bezeichnete den Karlspreisträger als eine Legende, „weil er in Momenten, in denen andere zögerten, gehandelt hat.“ Draghis Mut sei heute wieder gefragt, „in anderem Gewand, mit anderen Mitteln — aber mit derselben inneren Haltung: die Bereitschaft, das Notwendige zu tun, auch wenn es unbequem ist.“ Die aktuellen politischen Krisen und der Wegfall der Vereinigten Staaten von Amerika als verlässlicher Partner sei auch eine Chance für Europa, „endlich das zu werden, was seine Gründer immer im Sinn hatten: Europa muss ein Akteur sein, der die Welt mitgestaltet.“</p>



<p>Ziemons schlug die Brücke von der geopolitischen und wirtschaftlichen Lage der Europäischen Union zu den lokalpolitischen und sozialen Herausforderungen vor Ort: „Wettbewerbsfähigkeit klingt nach Börsenkursen und Investitionsquoten. Aber hinter diesen Zahlen stehen Lebensrealitäten. Der Draghi-Report ist deshalb kein Selbstzweck für Ökonomen — er ist ein sozialpolitischer Weckruf, wenn man ihn richtig liest. Wer den Draghi-Report umsetzt, kämpft nicht für Konzernbilanzen. Wer ihn umsetzt, kämpft für die Rentnerin in Aachen, die sich fragt, ob ihre Rente sicher ist. Für den Facharbeiter in einem deutschen Automobilwerk, der spürt, dass die Transformation seiner Branche ihn einholt. Für die Studentin, die in Europa eine Zukunft finden will — und darauf vertraut, dass Europa ihr eine gibt.“</p>



<p>Der Oberbürgermeister brachte damit einen Umstand auf, der tiefer greift als ökonomische Zielmarken: das Vertrauen der Menschen vor Ort in die europäische Idee. „Ob die Menschen auf Europa vertrauen, ob sie den europäischen Werten zutrauen, die besseren zu sein, das entscheidet sich ganz sicher nicht in Brüssel, Straßburg oder den Gipfelstädten dieser Welt, sondern ganz alltäglich in der Lebensrealität der derjenigen, die am Ende die Konsequenzen aller Entscheidungen tragen müssen. Keiner erwartet Unfehlbarkeit, aber sehr wohl eine Politik, die mit Mut und Kraft die richtigen Entscheidungen trifft und sie zu erklären und zu leben versteht“, sagte Ziemons.</p>



<p>Das alte Europa gehe unwiderruflich zu Ende. Mit Mario Draghi werde ein Europäer geehrt, der die richtigen Impulse für das neue Europa geliefert habe. „Mit ihm hoffen wir auf einen mutigen Aufbruch in eine Zukunft, die den Menschen auch des zukünftigen Europas Frieden, Freiheit und soziale Sicherheit ermöglicht.“</p>



<p><strong>Begründung des Karlspreisdirektoriums<br></strong>In der Begründung des Direktoriums heißt es unter anderem: „Mit Prof. Mario Draghi ehrt das Karlspreisdirektorium eine Persönlichkeit, die zielgerichtet und mit unerschütterlicher Entschlossenheit Großes für Europa geleistet hat: die Rettung des Euro, die Stabilisierung seines Heimatlandes in schwerster Krise und nun die Formulierung einer Zukunftsagenda für den ganzen Kontinent. Die Auszeichnung seiner herausragenden Lebensleistung ist daher weit mehr als eine Würdigung der Vergangenheit. Sie ist eine Bekräftigung der existenziellen Bedeutung seines jüngsten Weckrufs und zugleich eine Aufforderung für alle politischen und gesellschaftlichen Kräfte in Europa, seine Analyse ernst zu nehmen und jetzt selbst mutig zu entscheiden und zu handeln. Die Verleihung des Karlspreises 2026 an Mario Draghi ist somit ein bewusst gesetztes Zeichen für die dringend notwendige Prioritätensetzung: Europa muss seine wirtschaftliche Stärke erneuern, um seine Zukunft selbstbestimmt gestalten zu können. Wir fordern die Europäische Kommission und europäischen Staats- und Regierungschefs auf, jetzt den Draghi- Report umzusetzen.“</p>



<p><strong>Zitate und Fakten in Kürze:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Der Preisträger:</strong> Professor Mario Draghi ist am heutigen Christi Himmelfahrtstag, 14. Mai, mit dem „Internationalen Karlspreis zu Aachen“ ausgezeichnet worden. „Wie kein anderer steht Mario Draghi für die wirtschaftliche Stärkung Europas und sein nach ihm benannter Draghi-Report von 2024 für die notwendige Strategie, um Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum und Stabilität auf dem Kontinent zu gewährleisten“, schreibt das Karlspreisdirektorium mit seinem Vorsitzenden Armin Laschet in seiner Begründung.</li>



<li><strong>Draghi: </strong>„Wenn die Bürger mehr Europa fordern, verlangen sie nicht einfach mehr von dem Europa, das wir haben. Sie verlangen keinen abstrakten institutionellen Entwurf, sie verlangen Besserungen darin, wie Europa sich schützt und stärkt.“</li>



<li><strong>Bundeskanzler Friedrich Merz zum Krieg in der Ukraine:</strong> „„Wir treffen uns hier im fünften Jahr in Folge im Schatten dieses Krieges. Und wir sagen es erneut: Wir unterstützen die Ukraine im Kampf um die Freiheit, weil es auch ein Kampf um unsere Freiheit ist. Wir wollen helfen, diesen Krieg zu beenden. Und wir Europäer entscheiden selbst, wer für uns spricht.“</li>



<li><strong>Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident Griechenlands: </strong>„Der Karlspreis soll uns erinnern, dass Europa nie fertig ist. Wir sollten Aachen nicht nur mit einem Gefühl der Dankbarkeit verlassen, sondern mit einem Gefühl der Entschlossenheit.“</li>



<li><strong>Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons: </strong>„Wenn Europa wirtschaftlich am Boden liegt, dann trifft das zuerst die Regionen. Wenn die Demokratie unter Druck gerät, beginnt das in unseren Kommunen. Wenn der Zusammenhalt schwindet, sieht man es zuerst auf den Plätzen und in den Stadtteilen. Genau deswegen brauchen wir ganz bestimmt keine ängstlichen und vorsichtigen, sondern mutige Antworten! Die Menschen, die wie wir an Europa glauben, erwarten genau das und haben das verdient.“</li>



<li><strong>Die Verleihung:</strong> Rund 700 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, haben an den Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses teilgenommen. Auf dem Ehrenpodium saßen, neben dem Karlspreisträger Professor Mario Draghi, Bundeskanzler Friedrich Merz, der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis, der Oberbürgermeister der Stadt Aachen Dr. Michael Ziemons, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Armin Laschet, die diesjährigen Jugendkarlspreisgewinnerinnen und -gewinner sowie die früheren Karlspreisträgerinnen und Karlspreisträger, Seine Königliche Hoheit Großherzog Guillaume V. (für das Luxemburgische Volk 1986) die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde (in Vertretung für den Euro 2002), Jean-Claude Juncker (2006), Jean-Claude Trichet (2011), Martin Schulz (2015), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024) und Dr. Ursula von der Leyen (2025) sowie die Preisträgerinnen des Jahres 2022 Veronica Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und Maria Kalesnikava.</li>



<li><strong>Weitere Gäste:</strong> Unter den Gästen der Karlspreisverleihung waren unter anderem Edi Rama (Premierminister von Albanien), Dr. Gordan Grlić Radman (Außenminister Kroatiens), Gunther Krichbaum (Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt), Vizepräsidentin der Europäischen Kommission Teresa Ribera, Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Sabine Verheyen, Hendrik Wüst (Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen), Nathanael Liminski  (NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Internationales sowie Medien), Mona Neubaur (NRW-Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie) sowie Herbert Reul (NRW-Minister des Innern) sind Ehrengäste der Karlspreisverleihung. Zahlreiche andere Mandatstragende, Botschafterinnen und Botschafter, Vertretungen von Kirchen und Religionsgemeinschaften sowie der Partnerstädte Aachens.</li>



<li><strong>Das Programm:</strong> Die Karlspreisverleihung wurde musikalisch vom Sinfonieorchester Aachen begleitet, das unter Leitung des Generalmusikdirektors Christopher Ward Werke von Ludwig van Beethoven und Antonio Vivaldi darbot. Das italienische Gitarrenquartett 40 Fingers spielte „Caruso“ des italienischen Komponisten Lucio Dalla.</li>



<li><strong>Das mediale Interesse:</strong> Über 80 Medienvertreterinnen und -vertreter haben sich für die Karlspreisverleihung 2026 akkreditiert – darunter Teams von ARD, ZDF und WDR, El Periódico, Reuters, Süddeutsche Zeitung, DPA, Deutsche Welle, Neue Züricher Zeitung, Börsen-Zeitung, AFP, sowie zahlreiche regionale Medien aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.</li>
</ul>



<p><strong>Informationen zum internationalen Karlspreis zu Aachen:<br></strong>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa sind die 65. Träger des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Sie folgen auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und das ukrainische Volk, die 2023 mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden sind. Zu den früheren Preisträgerinnen und Preisträgern in Aachen gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018), António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (2019), die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo (2022), der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk (2023), Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024) und die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen (2025).</p>



<p>Im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses wird neben einer Urkunde auch eine Medaille verliehen, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für die jeweiligen Preisträgerinnen und Preisträger zeigt.</p>
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		<title>Demokratie, Freiheit, Verantwortung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 09 Apr 2026 07:13:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Bildungsbüro]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
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		<category><![CDATA[Karlspreisträgerin]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Kalesnikava]]></category>
		<category><![CDATA[Städteregion Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Waldschule Eschweiler]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>StädteRegion Aachen. Das Bildungsbüro der Städteregion Aachen lädt am Dienstag, 12. Mai, gemeinsam mit der Stiftung Internationaler Karlspreis zu einer besonderen Veranstaltung ein: Maria Kalesnikava, Karlspreisträgerin aus dem Jahr 2022, spricht mit Jugendlichen über Freiheit, Menschenrechte, Verantwortung und Demokratie. Und darüber, warum Kunst und Kultur wichtig sind, um demokratische Werte zu stärken. Alle Interessierten sind [&#8230;]</p>
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<p>StädteRegion Aachen. Das Bildungsbüro der Städteregion Aachen lädt am Dienstag, 12. Mai, gemeinsam mit der Stiftung Internationaler Karlspreis zu einer besonderen Veranstaltung ein: Maria Kalesnikava, Karlspreisträgerin aus dem Jahr 2022, spricht mit Jugendlichen über Freiheit, Menschenrechte, Verantwortung und Demokratie. Und darüber, warum Kunst und Kultur wichtig sind, um demokratische Werte zu stärken. Alle Interessierten sind willkommen, vor allem auch Schülerinnen und Schüler ab der 10. Klasse.</p>



<p>Kalesnikava stand 2020 zusammen mit Veronica Tsepkalo und Swetlana Tichanowskaja an der Spitze des demokratischen Aufbruchs in Belarus. Nach der manipulierten Wahl wurde sie wegen ihres unbeugsamen Kampfes für Freiheit und Demokratie vom belarussischen Regime inhaftiert und in einem Schauprozess zu elf Jahren Haft verurteilt. Fünf Jahre verbrachte sie im Gefängnis, zum Teil in Isolation. Am 13. Dezember 2025 wurde Maria Kalesnikava – ebenso wie einige weitere politische Gefangene – aus der Haft entlassen. Mutig und beharrlich fordert sie nach wie vor ein Ende staatlicher Gewalt und Repression in Belarus und kämpft für andere politische Gefangene.</p>



<p>Die Veranstaltung findet ab 14 Uhr in der Waldschule Eschweiler (Friedrichstraße 12-16, 52249 Eschweiler) statt. Der Eintritt ist frei. Die Zahl der verfügbaren Plätze ist begrenzt. Um Anmeldung bis spätestens Donnerstag, 7. Mai, wird gebeten. Alle Informationen und die Online-Anmeldung sind unter www.staedteregion-aachen.de/karlspreis&nbsp; zu finden.&nbsp;</p>



<p>Unterstützt wird die Veranstaltung durch das EU-Programm „Erasmus + Jugend“ und die Partnerschaften für Demokratie in der StädteRegion Aachen (Bundesprogramm „Demokratie leben!“).</p>
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		<title>Mario Draghi ist designierter Karlspreisträger 2026</title>
		<link>https://euregio-aktuell.eu/aachen/mario-draghi-ist-designierter-karlspreistraeger-2026/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 07:30:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[designierter Karlspreisträger]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
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		<category><![CDATA[Rom]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem offiziellen Antragungsbesuch in Rom wurde die Entscheidung zur Verleihung des Karlspreises 2026 an Professor Mario Draghi nun offiziell angetragen. Eine Aachener Delegation, geleitet von Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, traf in der Residenz des deutschen Botschafters in Italien, Dr. Thomas Bagger, auf den designierten [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h6 class="wp-block-heading">Mit einem offiziellen Antragungsbesuch in Rom wurde die Entscheidung zur Verleihung des Karlspreises 2026 an Professor Mario Draghi nun offiziell angetragen. Eine Aachener Delegation, geleitet von Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, traf in der Residenz des deutschen Botschafters in Italien, Dr. Thomas Bagger, auf den designierten Preisträger und sprach über die jüngsten strategischen Entwicklungen in der europäischen Wirtschafts- und Industriepolitik.</h6>



<p>Draghi zeigte sich angesichts der Antragung des Preises geehrt und unterstrich den Wert gemeinsamer europäischer Anstrengungen: „Ich blicke optimistischer als noch vor ein paar Jahren in die Zukunft, weil wir jetzt alle verstehen, dass wir hart für die Zukunft Europas arbeiten müssen. Es ist wenig realistisch anzunehmen, dass stets alle 27 Mitgliedstaaten in allen Fragen – insbesondere in der Außen- und Sicherheitspolitik – im Gleichschritt vorangehen. Das bedeutet jedoch keineswegs eine Verzögerung des europäischen Projekts. Im Gegenteil: Europa entwickelt sich weiter. Wenn eine kleinere Gruppe vorangeht und überzeugende Lösungen schafft, entsteht Anziehungskraft – andere schließen sich an. Der Euro ist ein solches Beispiel. Gerade in dieser Phase europäischer Entwicklung erfüllt es mich daher mit besonderem Stolz, diese Auszeichnung entgegenzunehmen.“</p>



<p>Mit Blick auf die historische Dimension des Karlspreises verwiesen die Anwesenden auf Alcide De Gasperi, Karlspreisträger des Jahres 1952. „Jetzt ist die Zeit, alle Unterschiede zu überwinden. Als Alcide De Gasperi 1952 den Karlspreis erhielt, war die Asche des Krieges noch nicht erkaltet – und dennoch hatte er den Mut, über den Augenblick hinaus eine gemeinsame Zukunft zu denken. Wir sind heute aufgerufen, dasselbe zu tun,” so Draghi.</p>



<p>Laschet hob Draghis europapolitische Rolle hervor: „Mario Draghi ist jemand, der Europa jetzt in diesem Wettbewerb mit den USA, Russland und China starkmachen kann. Die Souveränität Europas ist und war ihm immer ein Herzensanliegen.“</p>



<p><strong>Begründung für die Auszeichnung</strong></p>



<p>Das Karlspreisdirektorium und die Stadt Aachen sehen in der Auszeichnung von Mario Draghi ein starkes Signal für ein handlungsfähiges, souveränes und zukunftsorientiertes Europa. Draghis Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit Europas wird als Weckruf und konkreter Fahrplan für Reformen gewürdigt, der Innovation, Investitionen, die industrielle Basis und die strategische Souveränität Europas stärkt. Vor dem Hintergrund wachsender geopolitischer Spannungen setzt er neue Maßstäbe für die politische und wirtschaftliche Debatte in der EU.</p>



<p>„Uns ist es wichtig, aus Aachen heraus Impulse für die Zukunft von Europa zu setzen“, sagte Oberbürgermeister Michael Ziemons. „Das Gespräch in Rom mit Mario Draghi hat noch einmal gezeigt, dass er nicht nur in der Vergangenheit große Verdienste erworben hat. Er ist jemand, der eine klare Vision für die Zukunft von Europa hat. Wir sind uns sicher, dass diese Ideen jetzt umgesetzt werden müssen. Das ist der Appell, den wir aus Aachen an die Entscheiderinnen und Entscheider in Europa senden: Setzt euch mit dem Draghi-Report auseinander und sorgt für eine Zukunft, für ein souveränes, für ein wirtschaftlich starkes, für einen unabhängiges Europa.“</p>



<p><strong>Feierliche Verleihung an Christi Himmelfahrt in Aachen</strong></p>



<p>Die feierliche Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen 2026 an Mario Draghi findet traditionell am Christi Himmelfahrtstag, am 14. Mai 2026, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt. Erwartet werden zahlreiche hochrangige Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sowie Vertreterinnen und Vertreter europäischer Institutionen.</p>



<p><strong>Über den Internationalen Karlspreis zu Aachen</strong></p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Im letzten Jahr erhielt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Karlspreis. Mario Draghi ist in der 76-jährigen Geschichte des Karlspreises der sechste italienische Preisträger.</p>



<p>Seit 2025 vergibt der Internationale Karlspreis zu Aachen jährlich ein Projektpreisgeld von einer Million Euro an gemeinnützige pro-europäische Initiativen. Die Förderung – ermöglicht durch die gemeinnützige Stiftung der Aachener Bürger und Unternehmer Dr. Ing. Eckhard Schulz und Dr. rer. nat. Stefanie Schäfer-Schulz – erfolgt auf Vorschlag der jeweiligen Karlspreisträgerinnen und -träger. Ziel ist es, proeuropäisches Engagement zu stärken, gemeinsame Werte zu betonen und die europäische Idee über Aachen hinaus sichtbar zu machen, indem neue wie bereits laufende Projekte europaweit wirksam unterstützt werden.</p>



<p>Mehr Informationen finden Sie unter:&nbsp;<a href="http://www.karlspreis.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.karlspreis.de</a> und&nbsp;<a href="https://www.aachen.de/karlspreis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.aachen.de/karlspreis</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://euregio-aktuell.eu/aachen/mario-draghi-ist-designierter-karlspreistraeger-2026/">Mario Draghi ist designierter Karlspreisträger 2026</a> erschien zuerst auf <a href="https://euregio-aktuell.eu">Euregio Aktuell</a>.</p>
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		<title>Internationaler Karlspreis für Mario Draghi</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Jan 2026 07:15:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[designierter Karlspreisträger]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Karlspreis]]></category>
		<category><![CDATA[Mario Draghi]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Am Samstag, 17. Januar, haben Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, den Karlspreisträger 2026 bekanntgegeben. In einer für Europa entscheidenden Phase ehrt der Internationale Karlspreis zu Aachen 2026 den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D., Professor Mario Draghi. Das Karlspreisdirektorium würdigt damit nicht [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<h1 class="wp-block-heading"></h1>



<p>Am Samstag, 17. Januar, haben Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen, den Karlspreisträger 2026 bekanntgegeben. In einer für Europa entscheidenden Phase ehrt der Internationale Karlspreis zu Aachen 2026 den ehemaligen Präsidenten der Europäischen Zentralbank und italienischen Ministerpräsidenten a. D., Professor Mario Draghi. Das Karlspreisdirektorium würdigt damit nicht nur sein historisches Lebenswerk zur Stabilisierung der Währungsunion, sondern sendet vor allem ein dringendes politisches Signal: Europas Zukunft und Souveränität hängen von seiner wirtschaftlichen Kraft ab. Draghi wird für seine wegweisenden Impulse zur Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit geehrt, die er zuletzt in seinem vielbeachteten „Draghi-Report“ formuliert hat.</p>



<p>„Mario Draghi gehört zu denen, die für ein handlungsfähiges Europa kämpfen. Er ist Visionär und Pragmatiker. Draghi steht für ein handlungsfähiges Europa. Die Welt wartet nicht darauf, ob sich Europa sortiert hat. Jetzt müssen die EU-Kommission und die Regierungschefs den Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit umsetzen. Unverzüglich“, so begründet Laschet die Wahl des Karlspreisdirektoriums.</p>



<p>Gewürdigt wird Draghis herausragendes Lebenswerk, sein entscheidender Beitrag zur Stabilisierung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sowie seine Impulse für die Wettbewerbsfähigkeit Europas.</p>



<p>Warum Draghi gerade jetzt ausgezeichnet wird, beantwortet Ziemons: „Draghi ruft zu einer visionären Agenda auf, die in einer entscheidenden Situation für Europa zentrale aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen adressiert, wie zum Beispiel Digitalisierung, Energie, Innovation. Diese langfristige Perspektive ist jetzt wertvoll, da sie darauf abzielt, drängende globale Herausforderungen gemeinsam besser zu bewältigen und dadurch nachhaltig gute Lebensbedingungen auch für kommende Generationen zu sichern.&#8220;</p>



<p>Die Verleihung des Karlspreises findet am Himmelfahrtstag, 14. Mai 2026, im Krönungssaal des Aachener Rathauses statt.</p>



<p><strong>Einordnung und Begründung</strong></p>



<p>Mit der Wahl von Mario Draghi reagiert das Karlspreisdirektorium auf die dramatische geopolitische Lage. In einer Zeit, in der Europa Gefahr läuft, seine strategische Autonomie zu verlieren und zum Spielball globaler Mächte zu werden, ist wirtschaftliche Stärke die unerlässliche Grundlage für Sicherheit, Souveränität und eine selbstbestimmte Zukunft.</p>



<p>Professor Mario Draghi verkörpert wie kein anderer den Willen, diese wirtschaftliche Stärke zu sichern und Europa handlungsfähig zu machen. Das Direktorium ehrt ihn als Visionär und Macher, der in historischen Krisen Verantwortung übernommen hat. Seine Führungsstärke zeigte sich bei der Rettung des Euro mit seinem berühmten Versprechen „Whatever it takes“, bei der Stabilisierung Italiens während der Pandemie und nun mit der Formulierung einer Zukunftsagenda für den gesamten Kontinent. Er hat bewiesen, dass er bereit ist, auch gegen Widerstände mutige Entscheidungen für das Gemeinwohl zu treffen.</p>



<p>Die Auszeichnung ist daher weit mehr als eine Würdigung vergangener Verdienste. Sie ist ein unmissverständlicher Weckruf an die politischen Entscheidungsträger des Kontinents. Die Verleihung an Mario Draghi unterstreicht die existenzielle Notwendigkeit, Europas wirtschaftliche Basis dringend zu erneuern. Das Direktorium verbindet die Ehrung mit der klaren Forderung an die Europäische Kommission und die Staats- und Regierungschefs, die im Draghi-Report skizzierte Zukunftsagenda jetzt entschlossen umzusetzen, um Europas Platz in der Welt für kommende Generationen zu sichern.</p>



<p><strong>Zitate</strong></p>



<p>Armin Laschet MdB, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Mario Draghi gehört zu denen, die für ein handlungsfähiges Europa kämpfen. Er ist Visionär und Pragmatiker. Draghi steht für ein handlungsfähiges Europa. Die Welt wartet nicht darauf, ob sich Europa sortiert hat. Jetzt müssen die EU-Kommission und die Regierungschefs den Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit umsetzen. Unverzüglich.&#8220;</li>



<li>&#8222;Europa will und Europa muss in dieser Welt handlungsfähig sein, stark und souverän. Dazu braucht es Verteidigungsfähigkeit. Aber es braucht auch wirtschaftliche Stärke und deshalb ist die Frage der Wettbewerbsfähigkeit Europas, die entscheidende Frage in diesem Jahr 2026. Ohne wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit fehlt Europa auf Dauer, die finanzielle Basis, die technologische Basis, die industrielle Basis um seine Sicherheit zu garantieren, seinen Wohlstand zu erhalten und politisch eigenständig zu handeln.“</li>



<li> &#8222;Er hat Italien in einer Krisensituation stabilisiert und reformiert und sein Wort &#8218;whatever it takes&#8216; gilt heute mehr denn je und deshalb ist das unser Appell an die Regierungschefs Europas, an die Präsidentin der europäischen Kommission und an alle Kommissare: überwindet das klein klein &#8218;whatever it takes&#8216; gilt jetzt für Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit Europas, setzt das um, was Mario Draghi in seinem Bericht fordert.&#8220;<br><br>Professor Mario Draghi, Karlspreisträger 2026:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Ich fühle mich sehr geehrt, den Karlspreis zu erhalten. Er prägt die Geschichte Europas in den letzten 75 Jahren.&#8220;</li>



<li>&#8222;Wir werden Europa bewahren, und wir müssen näher zusammenrücken als je zuvor.  Wir müssen unsere inneren Konflikte und Schwächen überwinden und wirtschaftlich, militärisch und politisch stärker werden. Nur so werden wir unsere Werte bewahren und sie als unser Erbe an unsere zukünftigen Generationen weitergeben können.  Danke, nochmals danke.&#8220;<br><br>Dr. Michael Ziemons, Oberbürgermeister der Stadt Aachen:</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li>&#8222;Draghi ruft zu einer visionären Agenda auf, die in einer entscheidenden Situation für Europa zentrale aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen adressiert (z. B. Digitalisierung, Energie, Innovation). Diese langfristige Perspektive ist jetzt wertvoll, da sie darauf abzielt, drängende globale Herausforderungen gemeinsam besser zu bewältigen und dadurch nachhaltig gute Lebensbedingungen auch für kommende Generationen zu sichern.&#8220;</li>



<li>&#8222;Draghi ermutigt zur intensiveren Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten in Politik und Wirtschaft. Nicht allein die militärische Zusammenarbeit ist wichtig, um autonomer und souveräner zu handeln in der sich verändernden Welt. Europa braucht insgesamt mehr Zusammenhalt und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.&#8220;</li>



<li>&#8222;Draghi hat gezeigt, dass es einerseits Ideen und Strategien braucht und andererseits Mut und Tatkraft, um sie umzusetzen. Dazu appellieren wir mit dem diesjährigen Preis an alle Entscheiderinnen und Entscheider in Europa.&#8220;<br></li>
</ul>



<p><strong>Kurzprofil</strong></p>



<p><strong>Professor Mario Draghi</strong></p>



<p>(geb. 03.09.1947 in Rom), Ökonom und Staatsmann.</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Wichtigste Ämter: Präsident der Europäischen Zentralbank (2011–2019), Ministerpräsident Italiens (2021–2022).</li>



<li>Karriereweg: Promotion am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Professuren in Italien. Spätere Stationen umfassen: Executive Director der Weltbank, Generaldirektor im ital. Schatzministerium, Vice Chairman Goldman Sachs International und Gouverneur der Banca d’Italia.</li>



<li>Herausragende Verdienste: Maßgebliche Stabilisierung der Eurozone während der Finanzkrise; wegweisender Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit der EU (2024).</li>



<li>Anerkennung: Träger zahlreicher hochrangiger internationaler Auszeichnungen.</li>
</ul>



<p><strong>Über den Internationalen Karlspreis zu Aachen</strong></p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), François Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (2018) und UN-Generalsekretär António Guterres (2019). Im Jahr 2022 wurden die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo mit dem Preis ausgezeichnet, 2023 der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk sowie 2024 Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschafften in Europa. Im letzten Jahr erhielt die Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, den Karlspreis.</p>



<p>Verliehen wird neben einer Urkunde auch eine Medaille, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für den jeweiligen Preisträger oder die jeweilige Preisträgerin zeigt.</p>



<p>Seit 2025 vergibt der Internationale Karlspreis zu Aachen jährlich ein Projektpreisgeld von einer Million Euro an gemeinnützige pro-europäische Initiativen. Die Förderung – ermöglicht durch die gemeinnützige Stiftung der Aachener Bürger und Unternehmer Dr. Ing. Eckhard Schulz und Dr. rer. nat. Stefanie Schäfer-Schulz – erfolgt auf Vorschlag der jeweiligen Karlspreisträgerinnen und -träger. Ziel ist es, proeuropäisches Engagement zu stärken, gemeinsame Werte zu betonen und die europäische Idee über Aachen hinaus sichtbar zu machen, indem neue wie bereits laufende Projekte europaweit wirksam unterstützt werden.</p>



<p><a rel="noreferrer noopener" href="https://joyeventmedia-my.sharepoint.com/personal/fw_joy-event-media_de/_layouts/15/onedrive.aspx?id=%2Fpersonal%2Ffw%5Fjoy%2Devent%2Dmedia%5Fde%2FDocuments%2F20260117%5FCharlemagine%20Price%20Press%20Conference%2FRecording&amp;ga=1" target="_blank">Hier</a>&nbsp;stellt die Karlspreisstiftung das <strong>Videomaterial der Pressekonferenz zur honorarfreien und lizenzfreien redaktionellen Nutzung</strong> in Beiträgen, Sendungen, Mediatheken und auf Websites zur Verfügung.</p>



<p>Mehr Informationen findet man unter:&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="http://www.karlspreis.de/" target="_blank">www.karlspreis.de&nbsp;</a>und&nbsp;<a href="https://www.aachen.de/karlspreis/">www.aachen.de/karlspreis</a></p>
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		<title>Karlspreisträgerin kommt frei</title>
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		<pubDate>Mon, 15 Dec 2025 07:10:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Haftentlassung]]></category>
		<category><![CDATA[Karlspreis]]></category>
		<category><![CDATA[Karlspreisträgerin]]></category>
		<category><![CDATA[Maria Kalesnikava]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit großer Erleichterung bestätigt der Karlspreis die Nachricht zur Freilassung der Karlspreisträgerin 2022, Maria Kalesnikava, unter Berufung auf ihre Schwester Tatsiana Khomich.  Der Karlspreis bedankt sich bei allen, die sich seit Jahren stetig für die Freilassung eingesetzt haben, darunter eine Vielzahl vormaliger Karlspreisträger*innen, sowie zivilgesellschaftliche Akteure und Menschenrechtsorganisationen.&#160;Dieser historische Moment gibt Hoffnung und unterstreicht, dass [&#8230;]</p>
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<h6 class="wp-block-heading">Mit großer Erleichterung bestätigt der Karlspreis die Nachricht zur Freilassung der Karlspreisträgerin 2022, Maria Kalesnikava, unter Berufung auf ihre Schwester Tatsiana Khomich. </h6>



<p>Der Karlspreis bedankt sich bei allen, die sich seit Jahren stetig für die Freilassung eingesetzt haben, darunter eine Vielzahl vormaliger Karlspreisträger*innen, sowie zivilgesellschaftliche Akteure und Menschenrechtsorganisationen.&nbsp;Dieser historische Moment gibt Hoffnung und unterstreicht, dass die Stimme der Zivilgesellschaft, europäische Solidarität und direkte und kluge Diplomatie Veränderung möglich machen. Der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums, Armin Laschet, mahnt zugleich: „Europa muss endlich eine stärkere internationale Rolle übernehmen, um Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte nachhaltig fördern zu können. Neben einer klaren Haltung ist dazu auch mehr Diplomatie erforderlich.&#8220;&nbsp;</p>



<p>Aachens Oberbürgermeister Dr. Michael Ziemons zeigt sich hocherfreut: „Eine schönere Überraschung hätte ich mir nicht wünschen können und es wäre mir eine besondere Freude, die Karlspreisträgerin 2022 im Mai endlich persönlich in Aachen begrüßen zu dürfen. Ich bin davon überzeugt, dass der gemeinsame Druck und die Appelle der Karlspreisträgerinnen und -träger, des Direktoriums und der Stadt Aachen mit dazu beigetragen haben, dass die Freilassung von Maria Kalesnikava auf diplomatischer Ebene erreicht werden konnte.“&nbsp;</p>



<p>Gemeinsam mit Swietlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo wurde Maria Kalesnikava 2022 für ihren mutigen Einsatz für Freiheit, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und die Wahrung der Menschenrechte in Europa mit dem Karlspreis ausgezeichnet. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich bereits in Haft. Bis heute ist sie eine der prominentesten Persönlichkeiten der belarussischen Demokratiebewegung. Als Musikerin und Aktivistin stellte sie sich mutig dem autoritären Regime von Alexander Lukaschenko entgegen und kämpfte unbeirrt für freie Wahlen, Menschenrechte und demokratische Werte – trotz Drohungen, Entführungen und jahrelanger Inhaftierung. Anders als viele andere Oppositionelle entschied sie sich bewusst gegen die Flucht ins Exil.&nbsp;2021 wurde sie zu elf Jahren Haft verurteilt. Angesichts der zuletzt deutlich verschlechterten gesundheitlichen Situation ist ihre Freilassung zum jetzigen Zeitpunkt von besonderer Bedeutung. Sie erfolgt wenige Wochen nach der Freilassung des zuvor inhaftierten Sergej Tichanowski, dem Ehemann der aktuellen Oppositionsführerin Swietlana Tichanowskaja.&nbsp;</p>



<p>Berichten zufolge sollen aktuell auf Vermittlung der USA mindestens 123 politische Gefangene freikommen.</p>
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		<title>Starkes Zeichen für Kinderschutz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Nov 2025 07:08:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Euregio]]></category>
		<category><![CDATA[Charity]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsche Traumastiftung]]></category>
		<category><![CDATA[EU]]></category>
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		<category><![CDATA[Kinderschutz]]></category>
		<category><![CDATA[Projektpreisgeld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen und die diesjährige Karlspreisträgerin, Ursula von der Leyen, unterstützen das herausragende Engagement der Deutschen Traumastiftung mit einem Projektpreisgeld in Höhe von einer halben Million Euro. Die Stiftung wird bei ihrer wegweisenden Arbeit in der Traumaversorgung und dem Schutz von Kindern unterstützt. Die Vergabe des Projektpreisgeldes unterstreicht die soziale Dimension des [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://euregio-aktuell.eu/aachen/starkes-zeichen-fuer-kinderschutz/">Starkes Zeichen für Kinderschutz</a> erschien zuerst auf <a href="https://euregio-aktuell.eu">Euregio Aktuell</a>.</p>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen und die diesjährige Karlspreisträgerin, Ursula von der Leyen, unterstützen das herausragende Engagement der Deutschen Traumastiftung mit einem Projektpreisgeld in Höhe von einer halben Million Euro.</p>



<p>Die Stiftung wird bei ihrer wegweisenden Arbeit in der Traumaversorgung und dem Schutz von Kindern unterstützt. Die Vergabe des Projektpreisgeldes unterstreicht die soziale Dimension des europäischen Gedankens, die der Karlspreis verfolgt, und fördert den Einsatz für die psychische Gesundheit der verletzlichsten Mitglieder der Gesellschaft.</p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen vergibt ein jährliches Projektpreisgeld in Höhe von einer Million Euro an gemeinnützige pro-europäische Projekte. Die Förderentscheidungen werden vom Karlspreis nach Vorschlag der jeweiligen Preisträger getroffen. Ziel ist es, das proeuropäische Engagement zu stärken, gemeinsame Werte hervorzuheben und die europäische Idee über Aachen hinaus zu verbreiten.</p>



<p>Die diesjährige Karlspreisträgerin Dr. Ursula von der Leyen (Präsidentin der Europäischen Kommission) und der Karlspreis vergeben 500.276,25 Euro an die <a rel="noreferrer noopener" href="https://www.deutsche-traumastiftung.de/" target="_blank">Deutsche Traumastiftung</a>. Gefördert wird ihr herausragendes Engagement für eine bessere Traumaversorgung sowie den Schutz und die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen – national wie international in Bildung, Forschung und Vernetzung. Die Deutsche Traumastiftung vernetzt Medizin, Psychologie, Sozialarbeit und Politik in Europa, um die Versorgung von Menschen mit psychischen und körperlichen Traumafolgen zu verbessern. Sie stärkt das Zusammenspiel von Körper und Psyche in der Behandlung und erleichtert den Zugang zu qualifizierter, umfassender Hilfe.</p>



<p>Das Preisgeld dient in erster Linie der Umsetzung zweier zentraler europäischer Projekte, die von Herrn Professor Dr. Jörg M. Fegert, Universitätsklinikum Ulm, dem Präsidenten der europäischen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Gründungsmitglied der Deutschen Traumastiftung, entwickelt und persönlich geleitet werden:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Fortbildungsreihe für ukrainische Fachkräfte in der psychosozialen Versorgung:<br>In enger Zusammenarbeit mit UNICEF Ukraine, ESCAP (European Society for Child and Adolescent Psychiatry) und dem Mental Health Coordination Center des ukrainischen Ministerkabinetts werden ukrainische Fachkräfte gezielt geschult, um Kinder, Jugendliche und Familien, die durch den Krieg traumatisiert wurden, besser unterstützen zu können. Die bestehenden Online-Formate werden erweitert und durch internationale Expertinnen und Experten begleitet. Ziel ist der nachhaltige Aufbau eines stabilen Netzwerks psychosozialer Fachkräfte in der Ukraine.</li>



<li>Kinderschutz in einer digitalen Welt:<br>Das Projekt reagiert auf die zunehmenden Herausforderungen, die Kinder und Jugendliche durch digitale Medien erleben – etwa Cybermobbing, sexualisierte Gewalt im Netz oder ausbeuterische Online-Strukturen. In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Kinderschutz in der Medizin (DGKiM), Dazugehören e.V. und dem Kompetenzzentrum Kinderschutz in der Medizin Baden-Württemberg am Universitätsklinikum Ulm werden ein europäisches „Guidance Paper“ sowie praxisorientierte E-Learning-Module entwickelt und über die Fachgesellschaft ESCAP in ganz Europa verbreitet. Diese Maßnahmen sollen Fachkräften helfen, digitale Risiken frühzeitig zu erkennen und betroffene Kinder wirksam zu schützen.</li>
</ul>



<p>Dr. Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission und Karlspreisträgerin 2025, begründet ihre Entscheidung zur Vergabe des Preisgeldes: „Der Karlspreis steht für Europa und seine Menschen. Das Projektpreisgeld soll die ukrainischen Kinder unterstützen, die durch Russlands grausamen Angriffskrieg zutiefst traumatisiert sind. Die Deutsche Traumastiftung leistet hier großartige Arbeit für die Kinder.“</p>



<p>Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Professor Dr. Thomas Prefi, Vorsitzender der Karlspreisstiftung, bekräftigen die gemeinsame Entscheidung: „Die Förderung der Deutschen Traumastiftung zeigt, wie europäische Solidarität, Wissenschaft und humanitäres Engagement zusammenwirken – ein beispielhafter Beitrag zu Resilienz, Empathie und Zusammenhalt, besonders in Krisen. Die weiteren Empfänger des Projektpreisgeldes geben wir zu gegebener Zeit bekannt.“</p>



<p>Professor Dr. Markus Huber-Lang, Präsident der Deutschen Traumastiftung, äußert sich zur Förderung: „Die Deutsche Traumastiftung dankt Ihrer Schirmherrin, der Präsidentin Dr. Ursula von der Leyen, und dem Internationalen Karlspreis zu Aachen für diese besondere Auszeichnung. Diese großartige Geste ermutigt uns alle. Wir danken auch Herrn Professor Fegert für seinen unermüdlichen Einsatz und die Durchführung der beiden wichtigen Projekte.“</p>



<p></p>
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		<title>Bekenntnis zu Europa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 May 2025 06:51:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Karlspreis]]></category>
		<category><![CDATA[Krönungssaal]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Ursula von der Leyen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen, die Ursula von der Leyen am heutigen Himmelfahrtstag, 29. Mai, entgegennahm, stand unter besonderen Vorzeichen. Die akuten und anhaltenden Bedrohungen der europäischen Gemeinschaft – durch Krisen, Krieg, Klimawandel, durch Aggression und Desinformation von innen und außen – zogen sich wie ein roter Faden durch die Verleihung, die [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://euregio-aktuell.eu/aachen/bekenntnis-zu-europa/">Bekenntnis zu Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://euregio-aktuell.eu">Euregio Aktuell</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen, die Ursula von der Leyen am heutigen Himmelfahrtstag, 29. Mai, entgegennahm, stand unter besonderen Vorzeichen. Die akuten und anhaltenden Bedrohungen der europäischen Gemeinschaft – durch Krisen, Krieg, Klimawandel, durch Aggression und Desinformation von innen und außen – zogen sich wie ein roter Faden durch die Verleihung, die Veranstaltungen und Gespräche im Umfeld. Gleichzeitig war aber auch von der daraus resultierenden Chance, von Aufbruch und Verantwortung die Rede. Der Tenor: Nur gemeinsam können die großen Herausforderungen bewältigt, können Demokratie und Freiheit in Europa bewahrt und verteidigt werden. Nur ein eigenständiges, vereintes Europa der Stärke kann demokratisch, wirtschaftlich und diplomatisch gestärkt aus den Krisen hervorgehen.</p>



<p>Bereits am Vorabend, bei „Karlspreis LIVE“ auf der Bühne am Katschhof, stellte die zu diesem Zeitpunkt noch designierte Karlspreisträgerin klar, dass Europa aktuell zwar schwere Zeiten erlebt und viele Krisen zu meistern hat, während „die internationale Ordnung mehr zur Unordnung geworden ist. Aber, und das ist das wichtige: Es ist auch eine große Chance. Jetzt kommt es auf Europa an. Die Geschichte ruft jetzt, dass wir handeln, dass Europa aufsteht“, sagte von der Leyen zur Menge auf dem Katschhof und gab damit schon einen Vorgeschmack auf die Kernpunkte ihrer sehr persönlichen Rede vom Donnerstag, in der sie auch das bedeutende europäische Erbe Aachens hervorhob.</p>



<p><strong>Ursula von der Leyen: Demokratie muss jeden Tag mit Leben gefüllt werden</strong></p>



<p>„Europa ist mein Leben. Und es ist die größte Ehre meines Lebens, heute hier vor Ihnen allen zu stehen“, sagte die frisch gekürte Preisträgerin, als sie im Krönungssaal ans Rednerpult trat. „Dieser Preis, diese Stadt sind das Symbol für ein vereintes Europa. So Vieles in Aachen zeugt von unserer Kultur und Geschichte. Das Wunder Europa – die Wiedervereinigung von Völkern, Geschichte und Schicksal – sind in dieser Stadt festgeschrieben.“</p>



<p>Die Preisträgerin sprach von drei bedeutenden Denkmälern in Aachen, die von der Geschichte und Bedeutung Europas zeugen. Zunächst der Aachener Dom, „ein einzigartiges Zeugnis der geistigen, kulturellen und politischen Renaissance Europas, angestoßen durch die Vision Karls des Großen. Seine Idee für Europa war, einen Raum zu schaffen, in dem sich Wissenschaft und Kultur, Bildung und Rechtstaatlichkeit entfalten können.“</p>



<p>Als zweiten Ort wählte von der Leyen die von den Nationalsozialisten zerstörte alte Synagoge und schlug eine Brücke zur Aachenerin Edith Holländer und ihrer Tochter Anne Frank, deren Ausspruch heute noch beeindruckt: „Und doch, wenn ich zum Himmel schaue, denke ich, dass sich alles wieder zum Guten wenden wird, dass auch diese Härte aufhören wird, dass wieder Ruhe und Frieden in die Weltordnung kommen werden. Inzwischen muss ich meine Ideale hochhalten, in den Zeiten, die kommen, sind sie vielleicht doch noch auszuführen.“ Die neue Synagoge in Aachen ist für von der Leyen „ein Symbol der Wiedergeburt, aber auch der Erinnerung. Eine schmerzhafte Mahnung an Europa, wachsam und unnachgiebig zu sein gegenüber all jenen, die Hass säen und unsere Gesellschaft spalten wollen. Niemals wieder dürfen wir uns auf diesen Weg begeben.“ Anne Franks Worte sieht sie als „eine Lektion in Menschlichkeit. Eine Pflicht, niemals zu vergessen, und der Auftrag, eine Gesellschaft zu schaffen, in der jedes Kind seine Träume und Ideale verwirklichen kann. Das ist, was Europa auch für mich bedeutet.“</p>



<p>Als dritten Ort nannte von der Leyen das Aachener Rathaus, wo vor 75 Jahren der europäische Vordenker Richard Coudenhove-Kalergi als Karlspreisträger ausgezeichnet wurde. „Auch er hatte eine Vision für Europa: ein Europa, in dem Menschen dank gemeinsamer Kultur und Werte, Freiheit und dem Respekt vor der Menschenwürde zusammenkommen“, sagte von der Leyen.</p>



<p><strong>Sehnsucht nach Erneuerung und Aufbruch</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-5193" srcset="https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-1024x683.jpg 1024w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-300x200.jpg 300w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-768x512.jpg 768w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-1536x1024.jpg 1536w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-630x420.jpg 630w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-696x464.jpg 696w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02-1068x712.jpg 1068w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2025/05/Karlspreis-2025-02.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p>Diese drei Aachener Symbole wählte von der Leyen, weil sie „aussagen, was es heißt, Europäerin und Europäer zu sein. Und was das für unsere Zukunft bedeutet. Sie zeigen uns, dass unsere Geschichte, die so grausam wie großartig ist, uns miteinander verbindet. Als Europäerinnen und Europäer. Als Generationen.“ Gleichzeitig sieht die Preisträgerin auch die Sehnsucht nach Erneuerung und Aufbruch. „Es ist an der Zeit, dass Europa erneut aufsteht und das nächste, große europäische Projekt verwirklicht“, griff sie noch einmal das Gesagte vom Vorabend auf und betonte, dass dieses einende Projekt von einem unabhängigen Europa ausgehen müsse.</p>



<p>Europa könne nicht tatenlos den Umwälzungen zusehen, sagte von der Leyen. Sie forderte, nicht einem falschen Irrglauben zu verfallen, dass der Sturm einfach vorbeiziehen werde, und mahnte, Europa stünde vor einer grundlegenden Entscheidung: „Warten wir ab und reagieren wir nur auf die unmittelbare Krise? Akzeptieren wir ein vermeintliches Schicksal? Oder nehmen wir die Dinge selbst in die Hand und entscheiden selbst über unsere Zukunft?“ Es sei nötig „unsere Fesseln abzuwerfen“, um ein unabhängiges Europa aufzubauen.</p>



<p>Dieses unabhängige Europa stellt Ursula von der Leyen auf vier zentrale Säulen: Die Entwicklung einer neuen Form einer Pax Europaea des 21. Jahrhunderts, der Fokus auf Innovation und Wettbewerbsfähigkeit, die verstärkte Arbeit an der nächsten historischen Wiedervereinigung des Kontinents, und als grundlegende, untermauernde Aufgabe: die Demokratie in Europa zu erneuern und zu stärken. „Uns allen ist bewusst, dass unsere Demokratien angegriffen werden – durch Widersacher von außen, die mit vereinten Kräften vorgehen, aber auch durch Versuche, sie von innen heraus auszuhöhlen. Wir müssen gegen diese Bedrohungen und Tendenzen ankämpfen.“ Dazu gehört für die Preisträgerin auch, die Sorgen und Ängste der Bevölkerung zu verstehen. „Demokratie erreicht man nicht ein für alle Mal. Man muss sie jeden Tag wieder mit Leben füllen.“ Die Verantwortlichen müssten Treiber von Veränderung sein. „Nur, wenn wir zeigen, dass die Demokratie funktioniert für die Menschen, dass sie liefert, nur dann können wir eine stärkere Union schaffen. Europa kann es nur gut gehen, wenn es der Demokratie gut geht. Das muss uns Ansporn sein, dass muss uns Verpflichtung sein.“</p>



<p>Und sie fordert ein: „Wir sind Europäerinnen und Europäer. Diese Empathie, diese Solidarität, diese Kultur. Es ist an uns, dies zu unserem unabhängigen Europa zu machen. Ich fühle mich unglaublich geehrt, durch die Auszeichnung dieses Karlspreises. Lang lebe Europa.“</p>



<p><strong>König Felipe VI: Herausforderungen sind nur gemeinsam zu bewältigen</strong></p>



<p>In seiner Ansprache blickte der spanische König Felipe VI, Schirmherr des Internationalen Karlspreises zu Aachen, sechs Jahre zurück, als er an gleicher Stelle gemahnt hatte, dass einige den europäischen Traum aufgegeben, der Welt den Rücken gekehrt hätten, aus Angst vor einer unsicheren Zukunft. Er verwies auf die Stimmen, die aktuell versuchen, diese Unsicherheiten auszunutzen, um die Integration der EU weiter in Frage zu stellen. „Wir müssen diesen Stimmen entgegentreten“, forderte Felipe VI.</p>



<p>Die gefährlichen und fehlgeleiteten Ideen, dass Europäer unabhängiger und souveräner seien, wenn sie getrennt in nationalen Gemeinschaften lebten, könnten falscher nicht sein. „Wenn man sich die großen Herausforderungen ansieht, vor denen wir stehen, sollte allen klar sein, dass wir sie nur gemeinsam bewältigen können, wie Präsidentin von der Leyen wiederholt betont hat. Dies gilt für die Bereiche Sicherheit, Wirtschaft und Diplomatie.“ Er ist sicher, die internationale Gemeinschaft rufe nach mehr Europa. „Es ist jetzt wirklich die Zeit für Europa. Nicht für eine „eurozentrischere“ Sicht auf die Welt, sondern für einen größeren, ehrlichen und respektvolleren Beitrag unseres Handelns und unserer Werte zu einer besseren Welt.“</p>



<p>Ursula von der Leyen sieht er als „die Verkörperung des europäischen Geistes und damit eine mehr als würdige Trägerin dieses Preises. Sie hat sehr bedeutende Krisen für Europa mit großem Erfolg und durch die Förderung der Einheit bewältigt.“ Felipe VI gab der Preisträgerin auch einen Auftrag mit: „Ich hoffe, dass diese Auszeichnung dem europäischen Geist, der ihr Handeln in der Vergangenheit beflügelt hat, weiteren Auftrieb gibt; möge sie bei jeder Gelegenheit Wege finden, unser gemeinsames Projekt zu stärken.“</p>



<p>Mehrmals lieh sich der spanische König während seiner Rede die Worte der Kommissionspräsidentin und zitierte zum Abschluss: „‚Europa muss seine beste Option wählen: die Union.“ Diese Worte sind nicht meine eigenen. Es sind ihre, und wir teilen sie mit ganzem Herzen und voller Überzeugung. Denn in der Einigkeit sehen wir Stärke. In der Solidarität eine Zukunft. Damit wird ihre Stimme zu unserer.“</p>



<p><strong>Merz:</strong> <strong>Freiheit und Demokratie sind es wert, dass wir für sie einstehen</strong></p>



<p>Es sollte nicht das letzte Mal gewesen sein, dass Ursula von der Leyens Worte genutzt wurden, um wichtige europäische Botschaften zu untermauern. „Unser Europa wurde geschaffen, um den Menschen zu dienen“, wiederholt Bundeskanzler Friedrich Merz ihre Worte. Die Preisträgerin und er selbst seien in dieses Europa der Freiheit, des Friedens hineingeboren worden. „Wir beide verstehen dieses Erbe als eine historische Pflicht. Die Pflicht, dieses Europa zu erhalten, ein Europa, das den Menschen dient. Ein Europa, in dem wir selbstbestimmt, in Freiheit und in Demokratien leben können“, sagte Merz.</p>



<p>Doch was ist es, wofür Europa steht und was die Europäer gemeinsam verteidigen? „Wir in Europa stehen für das, was wir – über Jahrhunderte hinweg, durch unzählige Rückschläge und Katastrophen hindurch – gemeinsam erdacht, entwickelt, errungen, auch erkämpft haben, nämlich die Überzeugung: Freiheit und Demokratie sind es wert, dass wir entschlossen für sie einstehen und wenn notwendig für ihren Erhalt kämpfen.“ Was uns in Europa verbinde, sei die Erkenntnis, dass jeder Mensch mit Würde ausgestattet ist, „einer Würde, die unantastbar ist und deren Schutz uns allen anvertraut ist. Das ist die Idee Europas. Doch wer sich auf der Welt umschaut, der sieht: Diese Idee ist bedroht.“</p>



<p>Der Bundeskanzler versprach: „Wir werden nicht am Rande stehen, wenn es darum geht, Freiheit und Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenwürde auf unserem Kontinent zu bewahren und zu stärken.“</p>



<p>Merz sieht bereits einen neuen „Geist der Geschlossenheit“ zwischen den Staaten, angeführt von der Karlspreisträgerin Ursula von der Leyen, als „starke Vertreterin eines starken Europas“, die Europa in der Welt eine Stimme gibt: „Eine europäische Stimme. Dafür wirst du heute hochverdient mit dem Karlspreis ausgezeichnet.“</p>



<p><strong>Oberbürgermeisterin Keupen: Die Welt kann sich auf Europa verlassen</strong></p>



<p>Die 75 Jahre bestehende Tradition des Karlspreises und dessen Gewicht im Europa der Gegenwart betonte Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen in ihrer Ansprache: „Aus einer visionären – und in Anbetracht der Verhältnisse im Nachkriegs-Deutschland durchaus außergewöhnlichen – Idee ist der Karlspreis im Lauf der Zeit selbst zu einer international anerkannten Institution geworden, die wie keine andere für den europäischen Gedanken steht. Viele der Preisträgerinnen und Preisträger haben das Weltgeschehen der vergangenen 75 Jahre maßgeblich beeinflusst. Oder sie tun dies wie unsere heutige Preisträgerin nach wie vor. Wir können also sagen: Der Plan der Gründerväter ist vollends aufgegangen.“</p>



<p>Und wie wichtig solche pro-europäischen Kräfte, die sich engagieren und Verantwortung übernehmen, immer noch sind, werde beim „Blick auf die aktuelle Weltlage leider nur allzu deutlich.“ Keupen sprach eine klare Warnung aus, diesen proeuropäischen Plan nicht von außen oder innen gefährden zu lassen, wachsam zu sein, „dass sich Geschichte nicht doch noch einmal wiederholt. Wir müssen gemeinsam dafür Sorge tragen, dass wir uns und zukünftigen Generationen immer wieder aufs Neue bewusst machen, wie wichtig und wertvoll der Zusammenhalt in Europa und in der ganzen Welt ist.“</p>



<p>Sie lobte Ursula von der Leyen dafür, sich ganz im Sinne des Preises nicht von auf nationalen Einzelinteressen fokussierten Kräften einschüchtern zu lassen und Brücken zu bauen, „die demokratischen Kräfte zu bündeln und hinter sich zu vereinen. Ihr Ausspruch ‚Die Mitte hält‘ ist aber nicht nur bloße Feststellung und eine Bestätigung Ihrer Arbeit. Sie ist auch Ihr Verdienst. Auch dank Ihnen kann sich die Welt nach wie vor auf Europa verlassen.“</p>



<p><strong>Abschluss auf dem Katschhof<br></strong>Gemeinsam mit vielen Ehrengästen und ehemaligen Preisträger*innen empfing eine jubelnde Menge die Karlspreisträgerin auf dem Katschhof. Hier bestärkte Ursula von der Leyen noch einmal ihre Aussagen vom Vortag und aus der Verleihung, ihre Liebeserklärung an Europa und Aachen: „Europa ist mein Leben.“ Und in Aachen – „dieser großartigen Stadt, dem Herz Europas“ – ausgezeichnet zu werden, sei die größte Ehre ihres Lebens. Dass der Karlspreis eine Auszeichnung der Aachener*innen sei, mache sie umso stolzer. Und gleichzeitig mahnte sie die damit verbundene Pflicht an: „Wenn man sich nicht um die Liebe kümmert, dann geht sie verloren. Wir müssen uns um dieses Europa kümmern, dieses Europa ist großartig, wir lieben es. Aber wenn diese Liebe stark und dauerhaft sein soll, müssen wir jeden Tag etwas dafür tun. Vor allem für die Demokratie in Europa.“ Das Aachener Publikum antwortete mit großem Applaus.</p>



<p><strong>Begründung des Karlspreisdirektoriums</strong></p>



<p>In der Begründung des Direktoriums heißt es unter anderem: „Die Europäische Union steht vor historischen Herausforderungen: geopolitische Bedrohungen, wirtschaftlicher Wandel, Klimaschutz und digitale Transformation. Ursula von der Leyen hat als Präsidentin der Europäischen Kommission maßgeblich dazu beigetragen, Europa geeint, widerstandsfähig und handlungsfähig zu halten.“ Ob in der Pandemie, im Umgang mit dem russischen Angriffskrieg oder bei der Stärkung der europäischen Wirtschaft – mit Entschlossenheit und strategischem Weitblick habe die Kommissionspräsidentin Europas Interessen vertreten und entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt. Das Karlspreisdirektorium würdigt Ursula von der Leyen für „ihr herausragendes Engagement für Einheit, Sicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas.“</p>



<p><strong>Zitate und Fakten in Kürze:</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>Die Preisträgerin:</strong> Die Präsidentin der Europäischen Kommission, Dr. Ursula von der Leyen, ist am heutigen Christi Himmelfahrtstag, 29. Mai, mit dem „Internationalen Karlspreis zu Aachen“ ausgezeichnet worden. „Dank von der Leyen und ihrem geschickten diplomatischen Agieren hat Europa die Gegner, Zweifler und Skeptiker in die Minderheit drängen können“, betont das Karlspreisdirektorium mit seinem Vorsitzenden Dr. Jürgen Linden in seiner Begründung.</li>
</ul>



<ul class="wp-block-list">
<li><strong>von der Leyens Vision: „</strong>Noch in dieser Dekade wird sich eine neue internationale Ordnung herausschälen. Wenn wir die Konsequenzen, die sich für Europa und die Welt daraus ergeben, nicht einfach hinnehmen wollen, dann müssen wir diese neue Ordnung gestalten. Die Geschichte verzeiht weder Zögern und Zaudern. Unser Auftrag heißt europäische Unabhängigkeit.“</li>



<li><strong>Bundeskanzler Friedrich Merz:</strong> „In diesen Tagen, Wochen und Monaten entscheiden wir gemeinsam über die Zukunft unseres Kontinents. Wir – sehr konkret. Denn: Geschichte passiert nicht einfach so. Politik wird von Menschen gemacht. Und aus politischen Entscheidungen erwächst Geschichte. Ich bin fest davon überzeugt: Wir halten alle Möglichkeiten in unseren Händen, dass die Zukunft für Europa eine gute Zukunft für uns alle wird.“</li>



<li><strong>König Felipe VI. von Spanien: </strong>„Europa wird nur stark sein, wenn es zusammensteht. Um noch einmal auf die Worte von Präsidentin von der Leyen zurückzugreifen: Wir werden nur dann in der Lage sein, Aggressionen abzuschrecken und uns zu verteidigen, wenn wir zusammenarbeiten.“</li>



<li><strong>Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen:  „</strong>Wenn in Europa Krieg geführt wird, wenn die Aufnahme von Geflüchteten trotz einer gelungenen europäischen Vereinbarung zum innenpolitischen Thema Nummer eins wird, wenn Rechtsextremisten vermehrt Zulauf erhalten und völkische Parolen wieder hoffähig (gemacht) werden, wenn also unsere gemeinsamen Werte nicht nur weltpolitisch in Frage gestellt werden, sondern auch immer wieder nationale Interessen das Friedensprojekt gefährden, das die EU schon immer war und nach wie vor ist, dann sollten wir alle wachsam sein, dass sich Geschichte nicht doch noch einmal wiederholt.“</li>



<li><strong>Die Verleihung:</strong> Rund 700 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, Mandatsträger*innen, Botschafter*innen sowie Vertreter*innen von Kirchen und Religionsgemeinschaften, haben an den Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses teilgenommen. Auf dem Ehrenpodium saßen, neben der Karlspreisträgerin Ursula von der Leyen, Bundeskanzler Friedrich Merz, König Felipe VI. von Spanien, die Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen Sibylle Keupen, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden, Vertreter*innen der diesjährigen Jugendkarlspreisgewinner, die früheren Karlspreisträger*innen Dahlia Grybauskaité (2013), Jean-Claude Trichet (2011) und Martin Schulz (2015) sowie die Preisträgerinnen des Jahres 2022 Veronica Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und – in Vertretung ihrer inhaftierten Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich.</li>



<li><strong>Weitere Gäste:</strong> Unter den Gästen der Karlspreisverleihung waren unter anderem Robert Abela, Premierminister von Malta, Luc Frieden, Ministerpräsident des Großherzogtums Luxemburg, Edi Rama, Premierminister von Albanien, Gunther Krichbaum, Staatsminister für Europa im Auswärtigen Amt, Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, die NRW-Minister*innen Nathanael Liminski, Mona Neubaur und Herbert Reul. Ebenso war Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, Ehrengast der Karlspreisverleihung.</li>



<li><strong>Das Programm:</strong> Die Karlspreisverleihung wurde musikalisch vom Sinfonieorchester Aachen begleitet, das unter Leitung des Generalmusikdirektors Christopher Ward Werke von Wolfgang Amadeus Mozart und Anno Schreier darbot. Als Sopranistin trat Claudia Muschio auf.</li>



<li><strong>Das mediale Interesse:</strong> Mehr als 100 Medienvertreter*innen haben sich für die Karlspreisverleihung 2025 akkreditiert – darunter Teams von ARD, ZDF und WDR, POLITICO, Nachrichtenagentur Reuters, Television Espanola, Süddeutsche Zeitung, FAZ, efe press agency, DPA, Deutsche Welle, Funke-Mediengruppe, BILD, Euractiv, Börsen-Zeitung, AFP, Spiegel, sowie zahlreiche regionale Medien aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden. Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.</li>
</ul>



<p><strong>Informationen zum internationalen Karlspreis zu Aachen:</strong></p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa sind die 65. Träger des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Sie folgen auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und das ukrainische Volk, die 2023 mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden sind. Zu den früheren Preisträger*innen in Aachen gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018), António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (2019), die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo (2022), der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk (2023) sowie Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt (2024).</p>



<p>Im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses wird neben einer Urkunde auch eine Medaille verliehen, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für die jeweiligen Preisträger*innen zeigt.</p>



<p><strong>Weitere Infos:</strong></p>



<p><a href="http://www.aachen.de/karlspreis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.aachen.de/karlspreis</a></p>



<p><a href="http://www.karlspreis.de/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.karlspreis.de</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://euregio-aktuell.eu/aachen/bekenntnis-zu-europa/">Bekenntnis zu Europa</a> erschien zuerst auf <a href="https://euregio-aktuell.eu">Euregio Aktuell</a>.</p>
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		<title>Rahmenprogramm des Karlspreises</title>
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		<pubDate>Mon, 19 May 2025 06:19:08 +0000</pubDate>
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<h1 class="wp-block-heading"></h1>



<p>Am Himmelfahrtstag, 29. Mai, wird die Präsidentin der Europäischen Kommission&nbsp;Dr. Ursula von der Leyen mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen ausgezeichnet. Wie in den Jahren zuvor haben die Stadt Aachen und die Karlspreis-Verantwortlichen im Vorfeld der Auszeichnung wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm zusammengestellt, das auf die Verleihung des Karlspreises vorbereiten soll. Die Veranstaltungen des vierwöchigen Programms laden mit über 40 Lesungen und Vorträgen, Ausstellungen, Gesprächsrunden und Konzerten alle Bürger*innen ein, am Karlspreis 2025 teilzuhaben.</p>



<p><strong>Montag, 19. Mai, 18 Uhr<br></strong>Schloss Zweibrüggen, Zweibrüggen 40, Übach-Palenberg<br><strong>Prioritäten und Ziele der Kommission von der Leyen II<br></strong>Vortrag und Diskussion<br>Barbara Gessler, Leiterin der Vertretung der Europäischen Kommission in Berlin<br>Eintritt: frei<br>Veranstalter: Stadt Übach-Palenberg, Internationaler Karlspreis</p>



<p><strong>Dienstag, 20. Mai, 18 Uhr<br></strong>Auditorium, Centre Charlemagne, Katschhof 1, Aachen<br><strong>„Frankreich entschlüsseln“ Missverständnisse und Widersprüche im medialen Diskurs – Ein Beitrag zum öffentlichen Diskurs über die Zukunft&nbsp;Europas<br></strong>Vortrag und Diskussion<br>Isabelle Bourgeois, Autorin<br>Eintritt: frei<br>Veranstalter: Stadt Aachen, Internationaler Karlspreis, Buchhandlung Backhaus, Herbert von Halem Verlag, Deutsch-Französisches Kulturinstitut</p>



<p><strong>Dienstag, 20. Mai, 18 Uhr<br></strong>Krönungssaal, Rathaus der Stadt Aachen, Markt, Aachen<br><strong>„AI made in Europe” – und was bedeutet das für unsere Region?<br></strong>Diskussion<br>Prof. Dr. Holger Hoos, Lehrstuhlinhaber des RWTH-Lehrstuhls für „Methodik der Künstlichen Intelligenz“, Alexander-von-Humboldt-Professor und Leiter<br>des KI-Centers der RWTH Aachen University&nbsp;<br>Fee Damm, Geschäftsführerin von MOSS<br>Björn Franken, Mitglied des nordrhein-westfälischen Landtags, Mitglied der<br>Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Für einen smarten<br>Staat in der digitalisierten Gesellschaft“<br>Daniel Freund, Mitglied des Europäischen Parlaments<br>Jörg Herbers, CEO von INFORM<br>Thomas Hissel, Beigeordneter der Stadt Aachen für Wohnen, Soziales und Wirtschaft<br>Eintritt: frei&nbsp;<br>Veranstalter: RWTH Aachen University, Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen</p>



<p><strong>Dienstag, 20. Mai, 20 Uhr<br></strong>Internationales Zeitungsmuseum, Pontstr. 13, Aachen<br><strong>Das Land, das ich dir zeigen will.<br></strong>Lesung und Gespräch<br>Sara Klatt, Schriftstellerin und Fotografin<br>Eintritt: frei<br>Veranstalter: NRWeltoffen Aachen, Volkshochschule Aachen, Internationales Zeitungsmuseum der Stadt Aachen, Internationaler Karlspreis</p>



<p><strong>Mittwoch, 21. Mai, 19 Uhr<br></strong>Hof, Aachen<br><strong>Hoc est vivere! – ein Abend im römischen Bad. Zur römischen Grundlegung der europäischen Kultur<br></strong>Performance<br>Eintritt: frei<br>Veranstalter: Stadt Aachen in Kooperation mit Schüler*innen des Kaiser Karls-Gymnasiums, Internationaler Karlspreis</p>



<p><strong>Mittwoch, 21. Mai, 19.30 Uhr<br></strong>Buchhandlung Schmetz am Dom, Münsterplatz 7 – 9, Aachen<br><strong>Wenn die letzte Frau den Raum verlässt<br></strong>Lesung und Gespräch<br>Martin Speer, Autor und Berater<br>Ulla Schmidt, Bundesministerin a. D., Bundesvorsitzende der Bundesvereinigung Lebenshilfe<br>Eintritt: 10 € / 8 € erm.<br>Veranstalter: Buchhandlung Schmetz am Dom in Kooperation mit Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen</p>



<p><strong>Donnerstag, 22. Mai, 18 Uhr<br></strong>Bischöfliche Akademie, Leonhardstr. 18 – 20, Aachen<br><strong>Zwischen Green Deal und Wettbewerbsfähigkeit – Das EU-Lieferkettengesetz im politischen Spannungsfeld<br></strong>Podium und Diskussion<br>Anna Cavazzini, Mitglied des Europäischen Parlaments<br>Raphael Jonas, Geschäftsführer der IHK Aachen<br>Alex Stillie, Menschrechtsbeauftragter und Manager, ALDI Süd<br>Armin Paasch, Referent für Wirtschaft und Menschenrechte, Misereor<br>Eintritt: frei | Anmeldung erbeten unter <a href="mailto:ichnehmeteil@bistum-aachen.de" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ichnehmeteil@bistum-aachen.de<br></a>Veranstalter: Bischöfliche Akademie des Bistums Aachen, Misereor, Heinrich Böll Stiftung NRW, Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen</p>



<p><strong>Donnerstag, 22. Mai, 19 Uhr<br></strong>Hochschule für Musik und Tanz Köln | Aachen, Theaterplatz 16, Aachen<br><strong>Verlockung des Autoritären“. Ist die liberale Werte- und Weltordnung am Ende?<br></strong>Vortrag und Diskussion<br>Prof. Dr. Max Kerner, Historisches Institut der RWTH Aachen<br>Eintritt: frei<br>Veranstalter: Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen, Accordate e.V., Hochschule für Musik und Tanz Köln | Aachen</p>



<p><strong>Freitag, 23. Mai, 16.30 Uhr<br></strong>Internationales Zeitungsmuseum, Pontstr. 13, Aachen<br><strong>Fake News und K.I.<br></strong>Workshop<br>Ziel des Workshops ist die Schaffung eines Bewusstseins für die Gefahren des Einsatzes von K.I. und die Ertüchtigung von Medienkompetenz, um Fake News erkennen und mit ihnen umgehen zu&nbsp;können.<br>Eintritt: frei<br>Veranstalter: Internationales Zeitungsmuseum der Stadt Aachen,&nbsp;RWTH Aachen University, Internationaler Karlspreis</p>



<p><strong>Freitag, 23. Mai, 19 Uhr<br></strong>RWTH Aachen, Hörsaalgebäude PPS, Professor-Pirlet-Str. 12, Aachen<br><strong>Zwischen Zeilen und Zeiten – Europa gestalten<br></strong>Politik, Journalismus, Poetry Slam<br>Martina Monti, Senior Editor bei Euractiv und Jugendkarlspreisgewinnerin 2023<br>Evgenija Kosov, Vizemeisterin der NRW-Meisterschaften 2024<br>Lukas Knoben, Moderator, Autor und Gewinner des NXT TXT-Awards<br>Eintritt: frei | Anmeldung über <a href="https://karlspreis.events" target="_blank" rel="noreferrer noopener">https://karlspreis.events<br></a>Veranstalter: Internationaler Karlspreis, RWTH Aachen University, Stadt Aachen</p>



<p><strong>Sonntag, 25. Mai, 11 Uhr<br></strong>Grenzlandtheater, Friedrich-Wilhelm-Platz 5, Aachen<br><strong>75 Jahre Karlspreis: Geschichte und Gegenwart<br></strong>Vortrag und Gespräch<br>Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums<br>Eintritt: frei | Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten die Veranstalter um Anmeldung bis spätestens 20. Mai unter <a href="http://www.staedteregion-aachen.de/75-jahre-karlspreis" target="_blank" rel="noreferrer noopener">www.staedteregion-aachen.de/75-jahre-karlspreis<br></a>Veranstalter: StädteRegion Aachen, Internationaler Karlspreis</p>



<p><strong>Sonntag, 25. Mai, 16 Uhr<br></strong>Stadtbad Aachen, Blücherplatz 24, Aachen<br><strong>Europa taucht ein: Die faszinierende Welt des Wassers und der Badekultur in Aachen und Europa<br></strong>Ausstellungseröffnung<br>Dr. Frank Pohle<br>Prof. Christina Laabs<br>Eintritt: frei<br>Veranstalter: Stadtbad Aachen in Kooperation mit Internationaler Karlspreis, Stadt Aachen</p>
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		<title>Karlspreisantragung in Brüssel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Feb 2025 07:15:30 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bei strahlendem Sonnenschein hat eine Aachener Delegation am Samstag, 1. Februar, der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, am Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel den Karlspreis 2025 angetragen. „Ich freue mich riesig“, sind die ersten Worte von der Leyens beim herzlichen Empfang im lichtdurchfluteten Büro am Boulevard Charlemagne, bevor sie von Aachens [&#8230;]</p>
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<p><strong><br></strong>Bei strahlendem Sonnenschein hat eine Aachener Delegation am Samstag, 1. Februar, der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, am Sitz der Europäischen Kommission in Brüssel den Karlspreis 2025 angetragen. „Ich freue mich riesig“, sind die ersten Worte von der Leyens beim herzlichen Empfang im lichtdurchfluteten Büro am Boulevard Charlemagne, bevor sie von Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen ein Karlssiegel und im Anschluss von Dr. Jürgen Linden, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, ein Buch zum 75-jährigen Bestehen des Karlspreises entgegennimmt. „Ich habe das Gefühl, ich nehme den Preis an für alle, die mit großer Leidenschaft und großer Energie für Europa arbeiten und Europa auch fit machen für die nächste Generation“, so die Worte der designierten Karlspreisträgerin.</p>



<p>„Wir haben einstimmig entschieden, weil wir der Meinung sind, dass Sie die strategische Führungsrolle in Europa haben und wir Sie darin stärken wollen“, erklärt Dr. Jürgen Linden beim kurzen Empfang, zu dem er gemeinsam mit Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen, Thomas Prefi, Sprecher des Vorstands der Karlspreisstiftung, dem Geschäftsführer der Karlspreisstiftung, Bernd Vincken, und Protokollchefin Claudia Wellen aus Aachen angereist ist. „Wir sind stolz darauf, dass Bürger Aachens den Preis vor achtzig Jahren auf den Weg gebracht und schon damals an Europa geglaubt haben. Wir haben daher eine historische Verantwortung, das Schiff Europa auch in schwierigen Zeiten durch Sturm und Regen zu bringen“, so Keupen bei der Übergabe des Karlssiegels.</p>



<p>Keine Frage, dass auch Aachener Printen dabei sein müssen. Die übergibt, ganz nach dem aufgedruckten Motto „Printe gut, alles gut“, Aachens Protokollchefin Claudia Wellen, bevor die Gruppe sich hinter geschlossene Türen zurückzieht, um dort über Details wie die Programmpunkte in Aachen auszutauschen und zu diskutieren, für welche gemeinnützigen Zwecke man das mit dem Karlspreis verbundene Projektpreisgeld von einer Million Euro einsetzen könne. Das Preisgeld wird in diesem Jahr erstmals vergeben, um europaweit neue oder bereits begonnene proeuropäische Projekte finanziell so auszustatten, dass sie erfolgreich sind und für die Europäische Union und ihre Idee werben können.</p>



<p><strong>Begründung des Karlspreisdirektoriums</strong></p>



<p>Mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Dr. Ursula von der Leyen, ehrt das Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des internationalen Karlspreises zu Aachen 2025 im Jahr seines 75-jährigen Bestehens „eine herausragende Führungspersönlichkeit des Vereinten Europas, die die Union visionär, mutig und handlungsstark, mit Entschlossenheit und Weitsicht durch eine Zeit tiefgreifender Transformationen leitet.“ In der Begründung heißt es außerdem, dass das Karlspreisdirektorium Ursula von der Leyen mit der Auszeichnung ermutigen und bestärken wolle, „die EU als bedeutende Kraft in der globalen politischen Welt zu vertreten, sie als friedensstiftende, demokratisierende und partnerschaftliche Macht zu führen, Europa als Wertegesellschaft zu stärken und durch eine verbesserte Wettbewerbsfähigkeit dafür Sorge zu tragen, dass das große Friedensprojekt Europa auch sein Versprechen des wirtschaftlichen und sozialen Wohlergehens für seine Bürgerinnen und Bürger halten kann“.</p>



<p>Das Direktorium hebt durch die Verleihung des Karlspreises 2025 an die Kommissions-Präsidentin hervor, „dass Ursula von der Leyen und die von ihr geführte Kommission ganz entscheidenden Anteil daran haben, dass die EU Krisen epochalen Maßes geschlossen und erfolgreich begegnet ist“. Ursula von der Leyen sei bewusst, dass es zur wirtschaftlichen Sicherheit Europas eines transatlantischen Zusammenhalts bedürfe. Dazu sei nach veränderten politischen Strukturen in den Vereinigten Staaten jetzt eine besondere strategische Anstrengung der Europäer erforderlich. Wichtigste Voraussetzung dazu sei die Einigkeit der Mitglieder. Für diese Einigkeit kämpfe sie wie keine Zweite.</p>



<p>Der Karlspreis wird auch in diesem Jahr traditionell am Himmelfahrtstag, 29. Mai, verliehen.</p>



<p><strong>Infos zum Karlspreis</strong></p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Er wird seit 1950 an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Zu den früheren Preisträgern gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), Francois Mitterand und Helmut Kohl (1988), Václav Havel (1991), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), der französische Staatspräsident Emmanuel Macron (2018) und UN-Generalsekretär António Guterres (2019). Im Jahr 2022 wurden die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo mit dem Preis ausgezeichnet, 2023 der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und das ukrainische Volk sowie 2024 Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschafften in Europa. Im März 2004 erhielt Papst Johannes Paul II. einen außerordentlichen Karlspreis, der in Rom verliehen wurde.</p>



<p>Mehr Infos: <a href="http://www.aachen.de/karlspreis">www.aachen.de/karlspreis</a> und <a href="http://www.karlspreis.de">www.karlspreis.de</a></p>
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		<title>„Ich bin mit Leib und Seele Europäer!“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 10 May 2024 08:35:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Auszeichnung]]></category>
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		<category><![CDATA[Karlspreis]]></category>
		<category><![CDATA[Pinchas Goldschmidt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pinchas Goldschmidt ist ein Mann, der andere Meinungen nicht bloß gelten lässt. Er schätzt und sucht sie, fordert aus Überzeugung den Diskurs. Gleichzeitig ist er ein Mann, der Klartext redet und dabei vehement für die Werte Europas eintritt, die er durch den wachsenden Antisemitismus gefährdet sieht. „Der Antisemitismus war nie tot; aber seit dem islamistischen [&#8230;]</p>
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<p>Pinchas Goldschmidt ist ein Mann, der andere Meinungen nicht bloß gelten lässt. Er schätzt und sucht sie, fordert aus Überzeugung den Diskurs. Gleichzeitig ist er ein Mann, der Klartext redet und dabei vehement für die Werte Europas eintritt, die er durch den wachsenden Antisemitismus gefährdet sieht. „Der Antisemitismus war nie tot; aber seit dem islamistischen Pogrom gegen Israel am 7. Oktober 2023 ist er in einer Art und Weise entfacht, die die Sicherheit und Freiheit jüdischen Lebens – gerade auch in Europa – ernsthaft bedroht.“ Für ihn ist klar: „Nur gemeinsam können wir die Werte der Einigkeit, der Freiheit, der Demokratie und der Menschlichkeit ehren – indem wir sie vertreten und verteidigen.“</p>



<p>Die Auszeichnung mit dem Internationalen Karlspreis zu Aachen, mit dem Pinchas Goldschmidt am heutigen Himmelfahrtstag, 9. Mai, geehrt wird, und mit ihm die jüdischen Gemeinschaften in Europa, begreift er als ein „Lichtfeuer der Hoffnung und Solidarität in herausfordernden Zeiten; gegen Intoleranz, Hetze und Hass – für Aufklärung und gegenseitiges Verständnis“. Bewegt und überwältigt erleben die rund 700 Gäste – darunter hochrangige Politiker, Ministerpräsidenten sowie ehemalige Karlspreisträger*innen – im Aachener Krönungssaal den Oberrabbiner und Präsidenten der Konferenz der europäischen Rabbiner (CER). Goldschmidt, der von sich selbst sagt: „Ich bin mit Leib und Seele Europäer!“, ist voller Demut und Dankbarkeit für die Auszeichnung, die er gleichzeitig als Verpflichtung versteht: Sowohl für sich selbst, seine Arbeit für europäische Werte, Dialog, Freiheit und Demokratie fortzusetzen, als eben auch dafür, gemeinsam für diese Werte einzustehen und zu kämpfen.</p>



<p><strong>Pinchas Goldschmidt: „Die Karlspreisträger 2024 leben in Angst!“</strong></p>



<p>Bei der Preisverleihung im Krönungssaal des Aachener Rathauses betonte Goldschmidt, der gemeinsam mit seiner Frau Dara,seiner Mutter Elisabeth und weiteren Familienmitgliedern nach Aachen gekommen war, Antisemitismus müsse in all seinen Formen erkannt, benannt und bekämpft werden. Denn auch wenn es in der Begründung für die Preisverleihung unter anderem heiße, die Auszeichnung solle ein Signal setzen, dass jüdisches Leben selbstverständlich zu Europa gehöre und in Europa kein Platz für Antisemitismus sein dürfe, so sagt Goldschmidt: „Das klingt märchenhaft. Leider ist das Gegenteil der Fall. Jüdische Menschen, die Karlspreisträger des Jahres 2024, sie leben in Angst, sie bangen um ihre Zukunft.“ Und er fordert: „Wir alle müssen dagegen aufstehen! Die jüdische Gemeinschaft kann es nicht. Und es ist auch nicht ihre Aufgabe. Es ist die Aufgabe ihrer Heimatländer und Heimatgesellschaften, sich gegen die Feinde der europäischen Werte zu erwehren! Wann, soll ‚nie wieder‘ sein, wenn nicht jetzt?“</p>



<p>Es ist eine offene und sehr persönliche Rede des Oberrabbiners, in der er Einblicke in sein Leben gewährt: Wie er nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion Europa verließ, um Teil des Wiederaufbaus zu sein. Wie er nach dem Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine seine Gemeinde nach 33 Jahren wieder verlassen musste. Und wie er dennoch weiterhin die Hoffnung, den Mut und das Vertrauen in die Menschheit hat – „solange ich weiß, dass wir gemeinsam kämpfen“. Stehende Ovationen im Saal, langanhaltender Applaus.</p>



<p><strong>Vizekanzler Dr. Robert Habeck: Jüdisches Leben macht Europa aus</strong></p>



<p>Mit der diesjährigen Preisverleihung an Pinchas Goldschmidt setze das Karlspreisdirektorium ein deutliches Zeichen gegen Antisemitismus, sagte Vizekanzler Robert Habeck in seiner Laudatio und dafür, „dass jüdisches Denken und jüdisches Leben Europa reicher macht – ja ausmacht“. Dabei mahnt er gleichzeitig: „Wir müssten nicht betonen, dass für Antisemitismus in Europa kein Platz ist, wenn es ihn nicht geben würde. Und in diesen Jahren ausgeprägter denn seit langem.“ Menschen wie Rabbi Goldschmidt machten mit ihrem Wirken einen Unterschied, aus dem Habeck einen „Auftrag an uns alle“ ableitet: „Aufzustehen, wenn Menschen unterdrückt, Minderheiten bedroht oder Gewalt eingesetzt wird.“ Schließlich stellt Habeck die Frage nach dem Ziel eines vereinten Europas, um selbst die Antwort zu formulieren: „Dieses Ziel ist Frieden in Freiheit auf dem europäischen Kontinent. Für Freiheit muss man auch kämpfen wollen, aber wahre Freiheit ist eine in Frieden.“ Und darüber hinaus: „Die Finalität der europäischen Einigung wäre eine föderale europäische Republik‘. Eine ‚Einheit in Vielfalt’ in einer aus unterschiedlichen Kulturen und Sprachen, Nationen und geschichtlichen Bezügen gebildeten Union. In solch einer föderalen Union muss niemand Angst vor dem Verlust der je eigenen Geschichte und Kultur haben.“ Am Ende einer mit viel Beifall bedachten Rede betonte Habeck: „Das europäische Judentum ist nicht das zu Europa hinzugekommene, tolerant zu ertragende. Im Gegenteil. Es ist der europäischen Idee eingeschrieben, macht sie aus. Europa so verstanden, so gelesen, stiftet eine Verbundenheit ohne Ab-Stammeszugehörigkeit. In einem solchen Europa kann man sich niederlassen – endlich auch als Jüdin oder Jude. Zu Hause sein. Angekommen. Heimat Europa.“</p>



<p><strong>Edi Rama, Ministerpräsident der Parlamentarischen Republik Albanien: Toleranz mit Respekt</strong></p>



<p>„Welche Form kann Toleranz haben, in einer Zeit der steigenden Intoleranz?“, fragt Edi Rama, Ministerpräsident der Parlamentarischen Republik Albanien, in seiner Festrede und sieht Europa in einem Dilemma: „Denn Angst vor dem Bösen heißt auch, die Intoleranz zu fördern. Wir müssen uns gegen das Böse in der Welt wenden.“ Menschen wie Pinchas Goldschmidt seien Brückenbauer zur Menschlichkeit. Gespräche suchen, Konflikte mit Respekt lösen, sich selbst reflektieren, tolerant sein – das alles sei alternativlos, „auch wenn es bedeutet, dass wir hin und wieder unsere Komfortzone verlassen müssen. Wir müssen uns mit der Komplexität der Geschichte auseinandersetzen, damit die echten Waffen nie wiederkommen. Denn nur eine Form der Toleranz kann uns schützen: Das Vertrauen in die Menschlichkeit.“ Dabei blickt Rama auch auf die Geschichte seines eigenen Landes, in dem er seit Jahren Reformen vorantreibt, um eine spätere Mitgliedschaft in der EU zu ermöglichen. „Toleranz mit Respekt ist eine aktive Haltung.“</p>



<p><strong>Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: Solidarität, Vielfalt, Zusammenhalt</strong></p>



<p>Es sind bewegende Zeiten, in denen der 65. Internationale Karlspreis zu Aachen in diesem Jahr verliehen worden ist. Antieuropäische und rechtspopulistische Kräfte verzeichnen Gewinne – in einigen Ländern mehr, in anderen weniger. Alte Machtbündnisse bröckeln, autokratische Systeme erstarken. Vor diesen Hintergrund erinnerte auch Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen in ihrer Rede an die „dunkelsten Kapitel unserer Geschichte“ und stellte heraus: „Wir unternehmen alles, um nie wieder in eine solche Barbarei zurückzufallen. Besonders hier in Aachen stehen wir heute, morgen und in Zukunft für unsere Werte ein. Wir gestalten die Demokratie selbst, beziehen Position. Wir stehen ein für eine Gesellschaft der Solidarität, der Vielfalt, des Zusammenhalts.“ So, wie auch Goldschmidt deutlich seine Stimme für Frieden und Gerechtigkeit erhebe und zeige, dass der Dialog der Schlüssel zum Frieden sei. „Seine unerschütterliche Haltung gegen den radikalen Extremismus und sein Einsatz für den interreligiösen Austausch sind für uns beispielhaft. Seine Vision von einem Europa und einer Welt, die von Verständnis, Respekt und Zusammenarbeit geprägt sind, ist eine, die uns alle verbindet.“ Und schließlich appellierte die Oberbürgermeisterin: „Jüdisches Leben ist ein selbstverständlicher Teil unserer europäischen Identität und wird es immer sein. Lassen Sie uns gemeinsam weiterhin für Frieden und Toleranz kämpfen, lassen Sie uns mehr miteinander reden und so mehr Brücken zwischen den Kulturen und Religionen bauen!“</p>



<p><strong>Abschluss auf dem Katschhof<br></strong>Auf dem Katschhof erlebten im Anschluss an die Preisverleihung zahlreiche Besucher*innen den Karlspreisträger 2024 aus der Nähe – so wie auch schon am Abend zuvor beim Open-Air-Programm „Karlspreis LIVE“ auf der Katschhof-Bühne und nachmittags an der RWTH Aachen, wo der Oberrabbiner wegen seines sympathischen Auftritts und der spürbaren Freude am Diskurs mit den jungen Menschen beklatscht wurde. Bescheiden und doch mitreißend – so präsentierte sich Pinchas Goldschmidt in Aachen. Er nutzte jede Gelegenheit, um seine Botschaft zu platzieren: für ein friedliches und tolerantes Zusammenleben der Gesellschaft und Religionen in Europa. Beispielhaft dafür war die diesjährige Karlspreisverleihung. Goldschmidt dankte den vielen Gästen für den Zuspruch, den er an all den Tagen rund um die Verleihung in der Kaiserstadt gespürt habe. Und so verabschiedet sich der überzeugte Europäer mit seiner Familie aus Aachen: bewegt, überwältigt, ermutigt und inspiriert aus dem Vermächtnis Karls des Großen.</p>



<p><strong>Begründung des Karlspreisdirektoriums</strong></p>



<p>In der Begründung des Direktoriums heißt es unter anderem: „Das Karlspreisdirektorium will mit dieser Auszeichnung das Signal setzen, dass jüdisches Leben selbstverständlich zu Europa gehört und in Europa kein Platz für Antisemitismus sein darf. Jüdisches Leben ist ein wichtiger Teil der europäischen Geschichte und Gegenwart – jetzt und in Zukunft.“ Und: „Für das Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen ist es ein wichtiges Anliegen darauf hinzuweisen, dass alle Menschen das Recht haben, in sicheren Grenzen und einer freien, friedlichen und demokratischen Gesellschaft zu leben.“ Das Direktorium würdigt Pinchas Goldschmidt als „herausragenden Repräsentanten des europäischen Judentums und das jüdische Leben in Europa, das unseren Kontinent seit Jahrhunderten bereichert und hier immer seinen Platz haben wird und muss“.</p>



<p><strong>Zitate und Fakten in Kürze:</strong></p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Die Preisträger:</strong> Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa sind am heutigen Donnerstag, 9. Mai, mit dem „Internationalen Karlspreis zu Aachen“ ausgezeichnet worden. Goldschmidt nahm die Auszeichnung stellvertretend entgegen. „Die Auszeichnung ist eine Ermutigung in einer herausfordernden Zeit. Ich danke Ihnen für diesen Lichtblick.“ Das Karlspreisdirektorium mit seinem Vorsitzenden Dr. Jürgen Linden hebt in seiner Begründung besonders hervor, Goldschmidt erhalte die Auszeichnung „ in Würdigung seines herausragenden Wirkens für den Frieden, die Selbstbestimmung der Völker und die europäischen Werte, für Toleranz, Pluralismus und Verständigung, und in Anerkennung seines bedeutenden Engagements für den interreligiösen und interkulturellen Dialog“.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Goldschmidt‘s Botschaft: </strong>„Gemeinsam können wir die Werte der Einigkeit, der Freiheit, der Demokratie und der Menschlichkeit ehren – indem wir sie vertreten und verteidigen.“</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Vizekanzler Dr. Robert Habeck:</strong> „Wer das europäische Judentum ehrt, kann über Antisemitismus nicht schweigen. Der Karlspreis ist ein Zeichen dafür, dass jüdisches Denken und jüdisches Leben Europa reicher macht – ja ausmacht.“</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Edi Rama, Ministerpräsident der Parlamentarischen Republik Albanien:</strong>„Wir müssen uns mit der Komplexität der Geschichte auseinandersetzen, damit die echten Waffen nie wiederkommen. Denn nur eine Form der Toleranz kann uns schützen: Das Vertrauen in die Menschlichkeit.“</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Aachens Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen: </strong>„Besonders hier in Aachen stehen wir heute, morgen und in Zukunft für unsere Werte ein. Wir gestalten die Demokratie selbst, beziehen Position. Wir stehen ein für eine Gesellschaft der Solidarität, der Vielfalt, des Zusammenhalts. Jüdisches Leben ist ein selbstverständlicher Teil unserer europäischen Identität und wird es immer sein. Lassen Sie uns gemeinsam weiterhin für Frieden und Toleranz kämpfen.“</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Die Verleihung:</strong> Rund 700 Personen, darunter zahlreiche Ehrengäste, Mandatsträger*innen, Botschafter*innen sowie Vertreter*innen von Kirchen und Religionsgemeinschaften, haben an den Feierlichkeiten im Krönungssaal des Aachener Rathauses teilgenommen. Auf dem Ehrenpodium saßen, neben dem Karlspreisträger Pinchas Goldschmidt, Vizekanzler Dr. Robert Habeck, der albanische Ministerpräsident Edi Rama, die Oberbürgermeisterin der Stadt Aachen Sibylle Keupen, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums Dr. Jürgen Linden, Vertreter*innen der diesjährigen Jugendkarlspreisgewinner, die früheren Karlspreisträger*innen Dahlia Grybauskaite (2013), Patrick Cox (2004), Jean-Claude Trichet (2011) und Martin Schulz (2015) sowie die Preisträgerinnen des Jahres 2022 Veronica Tsepkalo, Swetlana Tichanowskaja und – in Vertretung ihrer inhaftierten Schwester Maria Kalesnikava – Tatsiana Khomich.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Weitere Gäste:</strong> Unter den Gästen der Karlspreisverleihung waren unter anderem Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes NRW, sowie die NRW-Minister*innen Mona Neubaur, Oliver Krischer, Herbert Reul und Nathanael Liminski sowie Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses (MdB). Auch Dr. Josef Schuster, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland, und Abraham Lehrer, der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, nahmen als Ehrengäste an der Verleihung teil.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Das Programm:</strong> Die Karlspreisverleihung wurde musikalisch vom Sinfonieorchester Aachen unter Leitung des Generalmusikdirektors Christopher Ward begleitet. Als Sopranistin trat Sonja Gornik auf, die Werke des jüdischen Aachener Komponisten Leo Blech darbot. In Absprache mit dem Preisträger waren die Kinderlieder „Ein kleines Lied“, „Veilchen“ und „Wie ist doch die Erde so schön“ ausgewählt worden.</p>



<p>·&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;<strong>Das mediale Interesse:</strong> Mehr als 70 Medienvertreter*innen haben sich für die Karlspreisverleihung 2024 akkreditiert, um darüber zu berichten, darunter Teams von ARD und ZDF, WDR, der Deutschen Welle sowie von Albania Public TV, FAZ und der Süddeutschen Zeitung, jüdisch-israelischer Medien sowie verschiedener in- und ausländischer Wort- und Bild-Agenturen. Die Live-TV-Übertragung wurde im WDR Fernsehen gesendet und ist dort noch abrufbar.</p>



<p><strong>Informationen zum internationalen Karlspreis zu Aachen:</strong></p>



<p>Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben. Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt und die jüdischen Gemeinschaften in Europa sind die 65. Träger des Internationalen Karlspreises zu Aachen. Sie folgen auf den Präsidenten der Ukraine, Wolodymyr Selenskyj, und das ukrainische Volk, die 2023 mit dem Karlspreis ausgezeichnet worden sind. Zu den früheren Preisträger*innen in Aachen gehörten unter anderem Konrad Adenauer (1954), der spanische König Juan Carlos I. (1982), der amerikanische Präsident Bill Clinton (2000), der luxemburgische Premierminister Jean-Claude Juncker (2006), Bundeskanzlerin Angela Merkel (2008), Papst Franziskus (2016), Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron (2018), António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen (2019) sowie die belarussischen Bürgerrechtlerinnen Maria Kalesnikava, Swetlana Tichanowskaja und Veronica Tsepkalo (2022).</p>



<p>Im Rahmen der feierlichen Zeremonie im historischen Krönungssaal des Aachener Rathauses wird neben einer Urkunde auch eine Medaille verliehen, die auf der Vorderseite das älteste Aachener Stadtsiegel aus dem 12. Jahrhundert mit thronendem Karl dem Großen und auf der Rückseite eine Inschrift für die jeweiligen Preisträger*innen zeigt.</p>



<p><strong>Weitere Infos:</strong></p>



<p><a href="http://www.aachen.de/karlspreis">www.aachen.de/karlspreis</a></p>



<p><a href="http://www.karlspreis.de">www.karlspreis.de</a></p>
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