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	<title>Aachen sozial Archive - Euregio Aktuell</title>
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	<description>Aktuelle Nachrichten aus der Euregio Aachen</description>
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	<title>Aachen sozial Archive - Euregio Aktuell</title>
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		<title>Agnes Zilligen als neue Preisträgerin Aachen sozial  nominiert</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Apr 2024 18:41:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Nachwuchspreisträger]]></category>
		<category><![CDATA[Nominierung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Leben an sich stellt sich mehr denn je für jeden von uns als Herausforderung dar, die wir täglich meistern müssen. Ob die globalen Krisen, die Unsicherheit, die durch die sich ständig verändernde Weltlage entsteht, persönliche Schwierigkeiten oder die dauernde Suche nach Wachstum &#8211; jeder von uns steht vor einzigartigen Hürden.Gerade in diesen Zeiten gewinnt [&#8230;]</p>
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<p>Das Leben an sich stellt sich mehr denn je für jeden von uns als Herausforderung dar, die wir täglich meistern müssen. Ob die globalen Krisen, die Unsicherheit, die durch die sich ständig verändernde Weltlage entsteht, persönliche Schwierigkeiten oder die dauernde Suche nach Wachstum &#8211; jeder von uns steht vor einzigartigen Hürden.<br>Gerade in diesen Zeiten gewinnt ehrenamtliches Engagement besonders an Bedeutung. Während wir selbst mit unseren eigenen Problemen und Schwierigkeiten konfrontiert sind, bietet das „anderen Helfen“ nicht nur eine Möglichkeit, positiven Einfluss zu nehmen, sondern kann auch eine Quelle von Trost und Sinnstiftung für uns selbst sein. Ehrenamtliche Tätigkeiten ermöglichen uns mit der Gemeinschaft zu verbinden, neue Fähigkeiten zu entwickeln und das Gefühl zu haben, Teil einer größeren Lösung zu sein. In einer Zeit, in der viele Menschen mit Einsamkeit, Angst und Unsicherheit kämpfen, kann das ehrenamtliche Engagement eine wertvolle Möglichkeit sein, Solidarität zu zeigen und gemeinsam durch schwierige Zeiten zu gehen.<br>So ist ehrenamtliches Engagement das Herzstück einer lebendigen und unterstützenden Gesellschaft. Aus diesem Grund ist es von entscheidender Bedeutung, das Ehrenamt aktiv zu fördern und zu unterstützen. Aachen Sozial e.V. ehrt in diesem Jahr zwei bemerkenswerte Persönlichkeiten, die auf ganz unterschiedliche Weise zum sozialen Wohl beitragen und damit das breite Spektrum des ehrenamtlichen Engagements widerspiegeln.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="683" src="https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-2535" srcset="https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-1024x683.jpg 1024w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-300x200.jpg 300w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-768x512.jpg 768w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-1536x1024.jpg 1536w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-2048x1365.jpg 2048w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-696x464.jpg 696w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-1068x712.jpg 1068w, https://euregio-aktuell.eu/storage/2024/04/IMG_1441-1920x1280.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p><br></p>



<p><strong>Die Preisträgerin 2024<br>Agnes Zilligen &#8211; Geschäftsführerin Rückhalt e. V. &#8211; Beratungsstelle gegen sexuelle Gewalt &#8211; Ein Engagement im Kampf gegen sexuelle Gewalt</strong><br>Agnes Zilligen, die diesjährige Preisträgerin von Aachen Sozial, verkörpert mit ihrer Arbeit bei Rückhalt e. V. den Kampf gegen sexuelle Gewalt. Geboren 1960 in der idyllischen Vulkaneifel auf einem bescheidenen Bauernhof, wurde sie von ihren Eltern geprägt, die trotz ihrer eigenen Kriegs- und Armutsgefühle stets Werte wie Menschlichkeit und Mitgefühl vermittelten. Schon früh war für Agnes klar, dass sie sich in der sozialen Arbeit engagieren wollte. Nach dem Abitur zog es sie zum Studium der Dipl. Pädagogik von ihrem kleinen Heimatdorf in die pulsierende Metropole Köln und später nach Aachen, wo sie seit 1980 lebt. Ihre berufliche Laufbahn begann sie mit der Arbeit mit nicht sesshaften und haftentlassenen Menschen, bevor sie sich in Projekten der Öffentlichkeitsarbeit für Verkehrsberuhigung engagierte.<br>Als selbstständige Projektentwicklerin und Öffentlichkeitsarbeiterin im sozialen Bereich baute Agnes ein Netzwerk auf, das sich über Ländergrenzen erstreckte. Unter der Überschrift „Eigenarbeit“ initiierte sie verschiedene Mitmachprojekte, darunter das Dschungel-Mosaik im Kennedypark und das Lebensbaumprojekt mit Spiegelscherben in der OT Driescher Hof.<br>Ihr heutiges Engagement begann 1997, als sie begann für den Verein &#8222;Notruf für vergewaltigte Frauen und Mädchen e.V.&#8220; – heute Rückhalt e. V., zu arbeiten. Dabei stellte sie fest, dass die finanzielle Unterstützung für Organisationen wie ihre begrenzt ist und man immer auch auf Spenden angewiesen ist. Dies spiegelt sich in den langen Wartelisten für Erstgespräche wider und zeigt die dringende Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Umdenkens in Bezug auf Opfer sexueller Gewalt.<br>Besonders herausfordernd ist die Finanzierung von Männerberatungsprojekten, für die es kaum öffentliche Mittel gibt. Doch Agnes und ihr Team bei „Rückhalt M“ setzen sich unermüdlich für die Betroffenen ein, unterstützen auch Angehörige und Freunde in schwierigen Situationen.</p>



<p>Privat findet Agnes in ihrem kleinen Garten und in der Natur der Eifel ihren Ausgleich. Dort schöpft sie Energie, verbindet sich mit ihren Wurzeln und lässt sich von der Landschaft inspirieren. Ihr Partner und ihre Freundinnen und Freunde sowie die fachliche Vernetzung geben ihr Kraft, die schwierige Arbeit gegen sexuelle Gewalt fortzusetzen, auch wenn die politische Landschaft oft steinig ist.<br>Agnes Zilligen ist mehr als eine Preisträgerin &#8211; sie ist eine unermüdliche Kämpferin für Gerechtigkeit und Menschlichkeit in einer Welt, die oft den Blick abwendet.</p>



<p><strong>Über Rückhalt e. V</strong><br>Der Verein bietet mit seinen Fachberatungsstellen Beratung und Unterstützung für Menschen an, die von sexualisierten Übergriffen und / oder Gewalt betroffen sind oder waren und die mit psychischen Belastungen, persönlichen Krisen oder anderen Herausforderungen konfrontiert sind. Rückhalt e.V. stellt sich als eine Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen dar. </p>



<p>Der Verein betont das Ziel, individuelle Lösungen und Unterstützungsmöglichkeiten anzubieten, um den Betroffenen in ihrer Lebensbewältigung zu helfen. Dazu gehören sowohl Einzelberatungen als auch Begleitung zur Anzeigenerstattung oder im Gerichtsprozess, die auf die Bedürfnisse der Klientinnen und Klienten zugeschnitten sind.<br>Des Weiteren legt der Verein Wert auf eine vertrauliche und respektvolle Atmosphäre, in der sich die Ratsuchenden sicher fühlen können. Die Mitarbeiterinnen von Rückhalt e. V. stehen für eine zugängliche und einfühlsame Organisation, die darauf abzielt, Menschen in schwierigen Situationen zu unterstützen und Betroffenen Perspektiven aufzuzeigen, Wege in ein neues Leben zu finden.</p>



<p>Weitere Informationen unter www.rueckhalt-beratung.de</p>



<p><strong>Ein paar Zahlen</strong></p>



<ul class="wp-block-list">
<li>Jede 2. bis 3. Frau wird in Deutschland Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt.</li>



<li>Jede 7. Frau ist von sexualisierter Gewalt betroffen.</li>



<li>Die Täter sind dem Opfer zu 80% bekannt. Oft ist es der eigene (Ex-)Partner.</li>



<li>Nur etwa 10 % der Betroffenen erstatten Anzeige und nur bei 10% kommt es zur Verurteilung.</li>



<li>Fast jeden 3. Tag stirbt in Deutschland eine Frau durch Gewalt durch ihren Partner oder ExPartner (133 Morde im Jahr 2022).</li>



<li>26% der Kinder, die laut Polizeilicher Kriminalstatistik 2022 von sexuellem Missbrauch betroffen waren, waren Jungen, 74% waren Mädchen. Insgesamt wurden über 15.500 Fälle<br>erfasst. Hinzu kommt ein hohes Dunkelfeld.</li>



<li>Nur etwa 10 % der Betroffenen erstatten Anzeige und nur bei 10% kommt es zur Verurteilung.</li>
</ul>



<p><strong>Der Nachwuchspreisträger 2024</strong><br><strong>Maurits Metz &#8211; Fachhelfer im Zugtrupp THW Aachen</strong></p>



<p>Maurits Metz, geboren im Jahr 2000, ist eine engagierte Persönlichkeit, die sich durch ihren Einsatz und ihre Führungsqualitäten im Technischen Hilfswerk (THW) sowie in anderen sozialen Organisationen wie den Pfadfindern hervorgetan hat. Seine Verbindung zum THW begann im Jahr 2013 anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des THW in Aachen. Seitdem hat er eine bemerkenswerte Reise durch die Organisation gemacht. Angefangen<br>in der Jugendgruppe, übernahm er sukzessive Verantwortung für verschiedene Aufgaben.<br>Jeden zweiten Samstag verbrachte er einige Stunden damit, an Übungen teilzunehmen, sowohl mit den Jugendlichen als auch mit den erwachsenen Helfern. </p>



<p>Mit 18 Jahren begann er seine Grundausbildung, die etwa ein Jahr dauerte, bevor er in den Zugtrupp wechselte, eine Einheit, die sich um die Koordination der Einsatzgruppen und Helfer kümmert. Metz wurde von seinen Vorgesetzten für seine herausragenden Fähigkeiten gelobt, darunter Organisationstalent, Selbstständigkeit, Überblick, Teamfähigkeit und Durchsetzungsvermögen. Die Führungskräfte erkannten früh sein Potenzial und förderten ihn gezielt.</p>



<p>Besonders während der Hochwasserkatastrophe zeigte Maurits Metz sein außergewöhnliches Engagement. Doch betont er stets, dass beim THW niemand allein handelt, sondern dass es auf Teamarbeit und Zusammenhalt ankommt. Was ihn am THW fasziniert, ist die Gemeinschaft und die Vermittlung von Werten, die in unserer Gesellschaft oft vernachlässigt werden. Er schätzt die menschliche und freundschaftliche Atmosphäre, in der sich alle auf Augenhöhe begegnen.</p>



<p>Aktuell studiert Maurits Metz Maschinenbau an der RWTH Aachen. Auch hierbei lässt er sich von den Werten des THW inspirieren und strebt danach, etwas Gutes für die Zukunft zu schaffen, etwa durch die Entwicklung umweltfreundlicher Technologien, die CO2 einsparen. Trotz seines vollen Terminplans ist Maurits Metz auch weiterhin bei den Pfadfindern aktiv, nunmehr als Materialwart. Seine Hobbys sind vielfältig und reichen vom Segeln über Skifahren bis hin zum Standardtanz.</p>



<p>Für ihn ist die Arbeit beim THW facettenreich und erfüllend, da sie ihn dazu befähigt, anderen Menschen in Not zu helfen und ihnen ein Stück Normalität zurückzugeben. Er betrachtet seine Rolle als Dienstleister in Problemlösungen und ist stolz darauf, Teil eines Teams zu sein, das sich darauf vorbereitet, in Katastrophensituationen Hilfe zu leisten.<br></p>



<p><strong>Über das THW und die Jugendabteilung</strong><br>Die Jugendabteilung des Technischen Hilfswerks (THW) in Aachen ist ein vitaler Bestandteil dieser humanitären Organisation. Sie ist ein Ort, an dem junge Menschen die Möglichkeit haben, sich ehrenamtlich zu engagieren und wichtige Fähigkeiten für das Leben zu erlernen. Die Jugendabteilung des THW Aachen bietet ein breites Spektrum an Aktivitäten und Ausbildungen, die darauf abzielen, Jugendliche für den Katastrophenschutz zu sensibilisieren und sie auf mögliche Einsatzszenarien vorzubereiten.</p>



<p>Die Mitglieder der Jugendabteilung des THW Aachen nehmen an regelmäßigen Treffen teil, bei denen sie nicht nur theoretisches Wissen über Techniken und Verfahren des Katastrophenschutzes erwerben, sondern auch praktische Fähigkeiten durch Übungen und Simulationen entwickeln. Diese Übungen können von einfachen Erste-Hilfe-Szenarien bis hin zu komplexen Rettungsaktionen reichen, bei denen Teamwork, Organisation und Entscheidungsfindung gefragt sind. Darüber hinaus ermöglicht die Jugendabteilung des THW Aachen den Mitgliedern, an Wettbewerben und Veranstaltungen teilzunehmen, bei denen sie ihr Können unter Beweis stellen und sich mit anderen Jugendlichen aus der Region messen können. Diese Wettbewerbe fördern den Teamgeist und den Ehrgeiz der Teilnehmer und stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl innerhalb der Jugendabteilung.<br></p>



<p>Ein weiterer wichtiger Aspekt der Jugendabteilung des THW Aachen ist die Jugendarbeit und -förderung. Die Betreuer und Ausbilder kümmern sich nicht nur um die Ausbildung der Jugendlichen im Katastrophenschutz, sondern auch um ihre persönliche Entwicklung und ihr Wohlbefinden. Sie fungieren als Mentoren und Ansprechpartner und unterstützen die Jugendlichen dabei, ihre Stärken zu entdecken und ihre Ziele zu verfolgen. Insgesamt bietet die Jugendabteilung des THW Aachen jungen Menschen eine einzigartige Gelegenheit, sich aktiv für die Gesellschaft zu engagieren, wichtige Kompetenzen zu erwerben und gleichzeitig neue Freundschaften zu schließen. Sie ist ein Ort, an dem Jugendliche Verantwortung übernehmen und wertvolle Erfahrungen sammeln können, die sie ihr Leben lang begleiten werden.</p>



<p>Alle Informationen unter www.thw-aachen.de</p>



<p><strong>Aachen Sozial – die Preisverleihung</strong><br>Die Preisverleihung „Aachen Sozial“ kann auf eine lange Reihe ehrwürdiger Preisträger zurückblicken: Marcella Hansch und Fatema Kshada 2023, Oliver Schmitt und Judith Plettenberg (2022) Dr. Heike Heinen (2020), Alice und Eduard Brammertz (2019), Marco Buchholz (Nachwuchspreis 2019), Jochen Geupel (2018), Sarah Everhartz und Tim Hermanski (Nachwuchspreis 2018), Boris Bongers (2017), Lena Palm (Nachwuchspreis 2017), Ursula Kohl, Margit Kohl-Woitschik und Gisela Kohl-Vogel (2016), Stefan Küpper<br>(2015), Tom Hirtz (2014), Wolfgang Hammer (2013), Georg Quadflieg (2012), Michael Nobis (2011), Joachim Neßeler (2010), Dr. Meino Heyen (2009), Dr. Toni Jansen (2008) und Martin Lücker (2007) erhielten in den vergangenen Jahren die durch den Hauptsponsor Deutsche Bank mit 5 000 Euro dotierte Auszeichnung. Der mit 2.000 Euro dotierte Nachwuchspreis „Aachen Sozial“ wird seit 2017 verliehen. Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hat auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen.<br></p>



<p><strong>Aachen Sozial &#8211; über uns:</strong><br>Der Verein „Aachen Sozial“ – Gesellschaft für soziales und bürgerschaftliches Engagement in der Region Aachen e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, dessen Mitglieder vorwiegend aus Bürgerinnen und Bürgern der Städteregion Aachen bestehen. Dem Vereinsvorstand gehören an: Gabriele Mohné, Dr. Hans Röllinger. Seit 2007 unterstützt Aachen Sozial zukunftsweisend gemeinnützige, kulturelle, mildtätige und kirchliche Projekte, insbesondere mit dem Ziel den ehrenamtlichen Einsatz in der Gesellschaft zu fördern. Engagement für das Gemeinwohl ist in Aachen ein selbstverständlicher Teil unternehmerischen und gesellschaftlichen Handelns geworden.<br></p>



<p><strong>Spendensummen</strong><br>Ganz besonders stolz ist Aachen Sozial e. V., dass im Zeitraum 2023 die Summe von knapp 50 000 Euro erreicht wurde. Rückblickend kann die Initiative seit ihrer Gründung 2007 ein Spendenvolumen von mehr als 340 000 Euro vorweisen. Damit steht der Aachen Sozial e. V. für seine Nachhaltigkeit, fördert weiterhin bereits betreute Projekte und kann andere soziale Engagements unterstützen und das trotz hoher finanzieller Einbußen der Wirtschaft auf Grund der aktuellen Krisen.</p>



<p>Weitere Informationen über die Projekte und die Sponsoren findet man auf unserer<br>Website www.aachensozial.de</p>
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		<title>Aachen Sozial Preisverleihung 2023</title>
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		<dc:creator><![CDATA[admin]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Mar 2023 10:29:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Aachen]]></category>
		<category><![CDATA[Aachen sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Ehrenamt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die vergangenen Jahre haben uns ziemlich unsanft aus unserer Komfortzone geholt und unsere Routine einfach abgeschafft. Immer müssen wir uns auf Neues, Unerwartetes einstellen und darauf reagieren. Wir alle stehen an Grenzen, die es zu überschreiten gilt &#8211; individuell, organisatorisch, gesellschaftlich. Wir sind damit konfrontiert, vieles anders und neu zu denken und zu tun. Und [&#8230;]</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://euregio-aktuell.eu/aachen/aachen-sozial-preisverleihung-2023/">&lt;strong&gt;Aachen Sozial Preisverleihung 2023&lt;/strong&gt;</a> erschien zuerst auf <a href="https://euregio-aktuell.eu">Euregio Aktuell</a>.</p>
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<p>Die vergangenen Jahre haben uns ziemlich unsanft aus unserer Komfortzone geholt und unsere Routine einfach abgeschafft. Immer müssen wir uns auf Neues, Unerwartetes einstellen und darauf reagieren. Wir alle stehen an Grenzen, die es zu überschreiten gilt &#8211; individuell, organisatorisch, gesellschaftlich. Wir sind damit konfrontiert, vieles anders und neu zu denken und zu tun. Und doch ist es schön, dass uns genau in dieser Zeit der Geist des Anfangs begegnet: einfach tun, nicht alles zerreden. Probieren und es herausfinden, statt auf Anweisungen zu warten.</p>



<p>Zukunft ist eine Entscheidung, und jede und jeder kann diese treffen. Genau für diesen Geist stehen die beiden Frauen, die Aachen Sozial in diesem Jahr als Preisträgerin und als Nachwuchspreisträgerin auszeichnen wird. Wir sehen dabei ganz klar, dass ein Engagement für die Umwelt und das Klima, in diesem Fall für die Weltmeere, nicht am Strand der Nordsee endet, sondern Auswirkung in die tiefsten, sozialen Bereiche unseres gesellschaftlichen Lebens hat. Die Folgen der klimabedingten Flutkatastrophe in unserer Region sind heute noch mehr als sichtbar.</p>



<p>Aachen Sozial zeichnet eine Frau aus, die weltweit von sich reden gemacht hat, aus Aachen kommt, hier studiert hat und seit kurzem vor den Toren der Stadt, in der Eifel lebt. Ihr Projekt und Ihr Engagement sind bereits vielfach ausgezeichnet.</p>



<p><strong>Die Preisträgerin 2023: Marcella Hansch</strong></p>



<p>Gründerin und Geschäftsführerin der everwave foundation gGmbH</p>



<p><strong>Dem Meer eine Stimme geben</strong></p>



<p>Der Plastikmüll in unseren Ozeanen ist eines der größten Umweltprobleme unserer Zeit. Meeresforscher schätzen, dass jedes Jahr bis zu 13 Millionen Tonnen Plastikmüll in den Ozeanen und Meeren der Welt landen. Und Plastik lässt sich nicht so leicht bis gar nicht biologisch abbauen. Die Lebensdauer einer einfachen Plastiktüte beträgt vielleicht „nur‘‘ 20 Jahre, aber man schätzt, dass eine Plastikflasche im Meer 450 bis 500 Jahre überlebt. Eine solche Verschmutzung hat negative Auswirkungen auf die Ökosysteme unserer Meere und Ozeane &#8211; und auf Tiere und Menschen.</p>



<p>Durch die Einwirkung von Salzwasser und Sonnenlicht wird der Plastikmüll in winzige Partikel zerlegt. Dieses so genannte „Mikroplastik” wird von Fischen aufgenommen und gelangt so in die Nahrungskette und schließlich auch zum Menschen. Bis zu einem Drittel aller Fische sind davon betroffen. Und genau diesen Trend will die Aachenerin Marcella Hansch mit ihrem Engagement stoppen.</p>



<p>Auslöser war ein Tauchgang auf den Kapverdischen Inseln. Dort erschreckte sie sich und dies nicht durch einen Fisch, der sie streifte, sondern eine Plastikflasche. Das brachte sie auf die Idee ihre Masterarbeit, die für die Architekturstudentin im Jahre 2013 anstand, ein Konzept zu entwickeln, das letztlich eines der größten Umweltprobleme unseres Planeten lösen könnte.</p>



<p>Nach dem Abschluss ihres Studiums begann Marcella Hansch ihre Karriere als Architektin. Doch die Weltmeere zu retten, blieb ihre treibenden Idee. Einige Zeit gab es keine wirklichen Fortschritte. Und einmal war unsere Preisträgerin sogar kurz davor, das Handtuch zu werfen, doch dann erklärte sie sich bereit, einen letzten Vortrag zu halten. Es hätte der letzte Vortrag sein können, den sie zu diesem Thema hielt, doch während des Vortrags hatte sie eine Erleuchtung und erkannte, wie wichtig ihr das Thema geworden war. „Mir wurde klar, dass ich es nicht einfach hinter mir lassen konnte”, sagt sie. Kurze Zeit später gründeten Hansch und ihre Mitstreiter eine Non-Profit-Organisation. Rund 35 Leute, darunter Ingenieure, Umweltwissenschaftler und Biologen, arbeiteten auf den Tag hin, an dem die Plattform endlich zum Einsatz kommen konnte. Sie forschen und arbeiten ehrenamtlich und tragen einen Großteil der Kosten aus eigener Tasche.</p>



<p>Seit 2018 widmet sie sich nun ganz ihrem Herzensprojekt. Plötzlich war sie als eine gefragte Speakerin in der Welt unterwegs, reiste nach Lissabon, Ägypten, New York und wurde sogar von der Bill und Melinda Gates Stiftung als Goalkeeper ausgezeichnet. Durch die weltweite Unterstützung konnte das Projekt weiterentwickelt werden. Heute ist everwave ein wichtiger Beitrag, um die Welt zu retten. Aber als eine deutsche Greta Thunberg sieht Marcella Hansch sich nicht. „Was können wir gemeinsam erreichen, um eine positive Entwicklung zu erzielen!&#8220; Weltuntergang, und das mit erhobenem Zeigefinder, das ist so gar nicht ihr Ding. Dabei sammelt die everwave gGmbH heute den Müll ein, bevor er in die Meere kommt, nämlich in den Flüssen. Dort wird er vor Ort sortiert und recycelt. Vielmehr engagiert sich der gemeinnützige everwave für Information und Bildung.</p>



<p>Für Marcella Hansch macht es mehr Sinn, wenn jeder In Deutschland ein bisschen was tut, als wenn ein paar Wenige akribisch auf einen „Zero-Waste“ achten. Mit einem speziell für Kinder und Schulen entwickelten Umweltbildungs-Koffer möchte sie Kinder sensibilisieren. Sie sind die zukünftigen Verbraucher und Entscheider. „Kinder, die jetzt lernen mit der Natur achtsam umzugehen, werden sie später, im Erwachsenenalter, ganz anders wertschätzen und nachhaltig denken und handeln,“ so die junge Mutter von zwei kleinen Mädchen.</p>



<p><strong>Der Bildungskoffer</strong></p>



<p>Dieses in Zusammenarbeit mit Pädagogen und Biologen entwickelte Bildungsmaterial inspiriert anhand von Experimenten und stellt Alternativen, die zum Selber-, Quer- und Neudenken anregen, vor.</p>



<p>Dabei wird auf die Relevanz von Kreislaufwirtschaft aufmerksam gemacht: Wir müssen nicht nur verhindern, dass Plastik zunehmend in unsere Umwelt gelangt, ebenso wichtig ist es, Kunststoffe grundlegend sparsamer und nachhaltiger zu verwenden, Müll zu vermeiden und wiederzuverwerten. Je mehr jeder Einzelne von uns leistet und je mehr Menschen wir mitnehmen, desto sauberer werden unsere Meere.</p>



<p>Was die ehemalige Architektin auf diesem Weg heute antreibt, ist eine Inspiration für andere Menschen, nicht nur zu träumen, sondern ihrer Entdeckerlust zu folgen — denn im Tun verändern wir die Welt.</p>



<p><strong>Auszeichnungen</strong></p>



<p>10/2018 Gewinnerin des Hero of Tomorrow Award by Orange Handelsblatt 09/2018 Gewinnerin des Future Impact Maker Award 2018</p>



<p>04/2018 Nominierung für den EmotionAward 2018, Kategorie: Frau der Stunde</p>



<p>06/2017 Gewinnerin des ‚25 Frauen Award‘ &#8211; 25 Frauen, deren Erfindungen unser Leben verändern 10/2016 Gewinner Bundespreis EcoDesign 2016 &#8211; Kategorie Nachwuchs</p>



<p>10/2014 Nominierung GreenTec Award 2014 &#8211; Kategorie: Recycling und Ressourcen</p>



<p>Infos: www.everwave-foundation.de</p>



<p>Kontakt: education@everwave.de</p>



<p><strong>Die Nachwuchspreisträgerin 2023: Fatema Alzhra Kshada<br></strong><br>Abiturientin und Ehrenamtlerin beim Kinderschutzbund in der Einrichtung Abenteuerspielplatz zum Kirschbäumchen<br><br>Fatema Kshada, 17 Jahre, hat schon ziemlich früh auf dem Abenteuerspielplatz Kirschbäumchen ihren Platz gesucht. Durch ihre Mutter, die in der Grundschule tätig ist, die ehrenamtlich nachmittags auf dem Spielplatz geholfen, Spenden organisiert und für die Kinder gekocht hat, fühlte sie sich dort schnell zu Hause. Als kleines, schüchternes Mädchen half sie in der Küche und startete damit die heutige Tradition, dass alle neuen, jungen Ehrenamtler erst einmal in der Küche mithelfen. Größtenteils sind dort in der Betreuung auf dem Spielplatz Studenten im sozialen und pädagogischen Bereich tätig. Sie, als eine der jüngsten im Team wollte nicht nur dabei sein, sondern auch etwas tun. Sie wollte mithelfen, wollte selbstständig sein und hat sich so Stück für Stück von ihrer Mutter aus der Küche gelöst und hat da geholfen, wo sie helfen konnte, im Hüttenbau, beim Spiel und Sport, beim Mittagskreis, beim Austeilen der Mahlzeiten, beim sauber machen. Dabei hat sie für sich festgestellt, dass sie solche Aufgaben auch alleine übernehmen und nicht immer jemanden an ihrer Seite haben möchte.<br><br>Dann, als Dreizehnjährige, gab es ein Schlüsselerlebnis: Weiter unten auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes gab es kein Wasser. Aber zum Bauen wurde es gebraucht. Max, einer der Betreuer, musste es mit großer Mühe in Kanistern immer mit der Schubkarre dorthin bringen. Das imponierte Farema und sie wollte dies auch tun. Zwar war es unglaublich schwer, diese große, beladene Schubkarre zu schieben, doch sie wusste: „Ich kann es schaffen.“ Nach unendlich vielen Versuchen kam der Tag, an dem sie erfolgreich war und stolz allen davon erzählte. Heute erinnert sich Fatema: „Das war der Moment, wo es mich dann so wirklich gepackt hat.” Beflügelt sprühte sie vor Ideen, motivierte die anderen und hielt mit ihnen den Platz instand. So wurde z. B. auf ihre Initiative hin die Werkzeugausgabe neu gestaltet. Für eine Dreizehnjährige ein ungewöhnliches Engagement. Schnell war sie die „Leaderin” einer kleinen Gruppe von Kindern, die sie alle mochten und die sie mit ihrer Tatkraft infizieren konnte.<br><br>„Es treibt mich an, wenn ich in die glücklichen Gesichter der Kinder aus den unterschiedlichen Familienverhältnissen sehe. Kinder werden hier gesehen, ernst genommen &#8211; alles Erlebnisse, die sie ohne diesen Spielplatz nicht hätten.”<br><br>In Laurensberg geht Fatema zur Schule und macht Abitur. Die „hübsche Streberin”, wie sie von Freunden und Lehrern genannt wird, ist auch in der Schule sehr engagiert und möchte auf jeden Fall nach dem Abitur in Heidelberg Medizin studieren. Dabei strebt sie den Bereich der allgemeinen Chirurgie und Herztransplantationen an. Ihr großer Traum ist es, eines Tages eine Station als Oberärztin zu leiten. Es gibt aber rückblickend für sie nichts Tolleres, als ein Kind auf diesem riesigen Abenteuerspielplatz im Aachener Norden zu sein.<br><br>An Ehrgeiz, Empathie, Fleiß und Willen fehlt es der jungen Nachwuchspreisträgerin nicht. Es macht ihr große Freude und irgendwann kommt ein Punkt, sagt sie, wo man nicht mehr aufhören möchte, an so einer Gemeinschaft teilzuhaben und sich für die zu engagieren.</p>



<p><strong>Aachen Sozial — die Preisverleihung</strong></p>



<p>Die Preisverleihung „Aachen Sozial“ kann auf eine lange Reihe ehrwürdiger Preisträger zurückblicken: Oliver Schmitt und Judith Plettenberg (2022) Dr. Heike Heinen (2020), Alice und Eduard Brammertz (2019), Marco Buchholz (Nachwuchspreis 2019) Jochen Geupel (2018), Sarah Everhartz und Tim Hermanski (Nachwuchspreis 2018), Boris Bongers (2017), Lena Palm (Nachwuchspreis 2017), Ursula Kohl, Margit Kohl-Woitschik und Gisela Kohl-Vogel (2016), Stefan Küpper (2015), Tom Hirtz (2014), Wolfgang Hamm (2013), Georg Quadflieg (2012), Michael Nobis (201 1), Joachim Neßeler (2010), Dr. Meino Heyen (2009), Dr. Toni Jansen (2008) und Martin Lücker (2007) erhielten in den vergangenen Jahren die durch den Hauptsponsor Deutsche Bank mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung. Der mit 2.000 Euro dotierte Nachwuchspreis „Aachen Sozial“ wird seit 2017 verliehen.</p>



<p>Oberbürgermeisterin Sibylle Keupen hat auch in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen.</p>
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